„Stadtphänomen“ Vegetarier Gastronomieangebot steigt

Ernährung. Immer mehr verzichten auf Fleisch. Die Zahl vegetarischer Restaurants in Wien stieg um 20 Prozent.

Wien/Kb. Fleischlose Ernährung liegt voll im Trend. Bereits drei Prozent der österreichischen Bevölkerung sind Vegetarier. „Aus gesundheitlicher Sicht muss das aber nicht ganz so streng ausgelegt werden“, betont Ernährungswissenschaftlerin Gabriele Wittner. Schon Teilzeitvegetarier, sogenannte Flexitarier, die nur selten Fleisch- und Wurstprodukte essen, würden gesünder und ökologischer leben als Menschen, die täglich zu Fleischgerichten greifen.

Die Tendenz zur fleischlosen Ernährung hat sich auch auf die Wiener Gastronomie ausgewirkt. „In den vergangenen Jahren ist die Zahl an vegetarischen Restaurants in Wien um rund 20 Prozent gestiegen“, sagt Wilhelm Turecek, Obmann der Fachgruppe Gastronomie in der Wiener Wirtschaftskammer. In den Bundesländern sei dieser Trend allerdings nicht so stark. „Die Lebenseinstellung, sich vegetarisch oder sogar vegan zu ernähren, ist offensichtlich ein Stadtphänomen“, so der Obmann. „Es ist erstaunlich, wie streng das manche Leute leben, fast wie eine Religion.“

Aber Geschmäcker und Ansichten seien nun einmal verschieden. Turecek: „Der Wunsch des Menschen ist sein Himmelreich.“

("Die Presse", Print-Ausgabe, 28.09.2012)

Kommentar zu Artikel:

„Stadtphänomen“ Vegetarier Gastronomieangebot steigt

Schließen

Sie sind zur Zeit nicht angemeldet.
Um auf DiePresse.com kommentieren zu können, müssen Sie sich anmelden ›.

Meistgelesen