Zwei Serben sind am Donnerstag wegen vier Überfällen auf Juweliere in Wien und Salzburg am Landesgericht Salzburg zu langjährigen Gefängnisstrafen verurteilt worden. Die beiden 24 und 30 Jahre alten Angeklagten sollen Schmuck und Uhren im Gesamtwert von 1,8 Mio. Euro erbeutet haben. Sie haben sich Mitte Mai in Begleitung ihres Anwaltes der Wiener Polizei gestellt und saßen seither in Salzburg in Untersuchungshaft.
Die beiden Männer zeigten sich geständig, mehr sagten sie aus Angst vor Hintermännern aber nicht. Der Ältere erhielt wegen schweren Raubes zehn Jahre Haft, der Jüngere sieben Jahre. Die Urteile sind nicht rechtskräftig.
Die Angeklagten trugen Hand- und Fußfesseln, als sie von vier Justizwachebeamten in den Verhandlungssaal Nummer 129 geführt wurden. Mehrere Cobra-Beamte überwachten den Prozess. Das Gericht hatte die Sicherheitsvorkehrungen erhöht, denn die beiden sollen der "Cacak-Connection" angehören, einer Untergruppe der weltweit agierenden Räuberbande "Pink-Panther" mit weit über 100 Mitgliedern mit Sitz auf dem Balkan.
Bei den Überfällen in Wien und Salzburg wurden Angestellte mit einer Waffe bedroht und teils auch gefesselt:
- Am 18. Jänner 2012 nahm das Duo das Juweliergeschäft Kornmesser am Graben in Wien ins Visier. Der Wert der Beute betrug 1,35 Mio. Euro.
- Am 1. Februar scheiterte der Überfall auf den Juwelier Haasmann in Salzburg.
- Am 3. Februar raubten sie aus dem Juweliergeschäft Thurzo in Wien Schmuck im Wert von 198.000 Euro.
- Der Überfall am 24. Jänner 2011 auf den Juwelier Karner in Salzburg wird nur dem 30-Jährigen. vorgeworfen. Er entkam mit Schmuck um 32.000 Euro, 46 Uhren um insgesamt 232.000 Euro und 1000 Euro Bargeld.
- Auch weitere, bisher unbekannte Täter sollen sich an den Überfällen beteiligt haben. Laut Verteidiger wurde nur eine Spielzeugpistole verwendet.
(APA)
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