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Augarten: Hotspot der Konflikte mit Hunden

04.10.2012 | 18:35 |  MARTIN STUHLPFARRER (Die Presse)

Die mangelnde Disziplin und Uneinsichtigkeit einiger Hundebesitzer sorgt für immer mehr Konflikte und Ärger bei Besuchern. Nun will die Polizei die Hundebesitzer im Augarten stärker überwachen.

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Wien. Im Augarten eskalieren die Konflikte zwischen verantwortungslosen Hundebesitzern und Erholungssuchenden – vor allem jenen mit kleinen Kindern. Denn viele Besitzer scheinen ihre Hunde nicht unter Kontrolle zu haben, die Leinenpflicht wird häufig ignoriert und auch Beißkörbe sind nur selten an den Hunden zu sehen. Dadurch kommt es laut Besuchern immer wieder zu gefährlichen Situationen und Auseinandersetzungen. Zwar hat der Park eine Hundezone, doch dort wollen viele Besitzer ihren Vierbeiner kaum laufen lassen. „Der Park ist größer, außerdem ist die Hundezone durch Hundstrümmerln verunreinigt“, rechtfertigen sich Hundebesitzer oft.

Die mangelnde Disziplin und Uneinsichtigkeit einiger Hundebesitzer sorgt für immer mehr Konflikte und Ärger bei Besuchern. Erst am Mittwochabend wurde ein Vater mit seiner dreijährigen Tochter von einem frei laufenden Hund im Augarten angegriffen. Als der Mann mit seiner Tochter im Rasen saß und spielte, stürmte plötzlich ein unangeleinter Hund auf das Kind zu.

 

Polizei will stärker kontrollieren

Der Vater konnte den Hund gerade noch abdrängen, als dieser nach dem Kopf des Kindes schnappte. Der Hund verbiss sich in die Jacke, bis der Besitzer kam, dem Tier die Jacke aus dem Maul riss und weiterging. Als er vom Vater zur Rede gestellt wurde, beschimpfte ihn der Hundebesitzer und attackierte den Vater. Zwei Passanten griffen ein, das nützte der Hundebesitzer zur Flucht. Nach diesem Vorfall kündigt die Polizei gegenüber der „Presse“ an, die Hundebesitzer im Augarten nun strenger zu überwachen: „Wir werden die Kontrollen verstärken“, so ein Sprecher. Wie lasch diese Kontrollen sind, zeigt das Online-Forum einer Hundezeitung. Dort wird der Augarten explizit als Hundeparadies gelobt. Es gebe zwar einen Leinenzwang, doch den könne man getrost ignorieren, wird dort den Hundebesitzern von einem User sinngemäß geraten. Denn es gäbe in Wirklichkeit keine Kontrollen.

Doch auch viele Hundebesitzer sind mit der Situation im Augarten mehr als unzufrieden. Eine Wienerin, die mit ihrem kleinen Hund an der Leine dort täglich spazieren geht, berichtet von Angriffen frei laufender Hunde auf angeleinte Hunde. „Da gehört etwas gemacht“, meint sie. Für den Fall, dass sich die Situation nicht bessert, werden nun sogar Stimmen für ein Hundeverbot im Augarten laut – vor allem von Müttern mit kleinen Kindern. Zuständig für den Augarten ist formal die Burghauptmannschaft. Sie will nun auf die direkt zuständigen Bundesgärten einwirken, damit sie Gegenmaßnahmen ergreifen.

Der Augarten ist aber nur ein Hotspot der rund 50.000 Hunde, die in Wien registriert sind (inoffiziell gibt es deutlich mehr). Auch am Donaukanal, in anderen Parks oder am Wienerberg gibt es immer wieder Konflikte mit rücksichtslosen Hundebesitzern, berichten Besucher dieser Gebiete. Wie notwendig strengere Kontrollen sind, zeigen statistische Daten: Rund 600 Menschen werden pro Jahr in Wien von Hunden gebissen. Bei einer „Aktion scharf“ im Frühjahr gab es innerhalb kürzester Zeit fast 600 Beanstandungen durch die Polizei.

 

Giftköder für Hunde ausgelegt

Indes sorgen auch Meldungen über Giftköder für Aufregung, die ausgelegt wurden, um Hunde zu töten. Die Stadt warnt Hundebesitzer in Meidling und Hietzing, vor allem am Tivoli und am Rosenhügel, vor der präparierten Hundenahrung. Berichte sprechen von „zahlreichen Fällen“, die sich in diesen Gebieten ereignet hätten.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 05.10.2012)

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232 Kommentare
 
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Gast: Anreiner
16.10.2012 18:06
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Tonfall

Ich finde den Tonfall der meisten Postings hier entsetzlich und absolut unmenschlich.
Nur zur KLärung: es sind nicht nur Asoziale, die Hunde halten sodaß man mit der Streichung des Notstandes das 'Problem' beheben kann und es sind auch bei Gott nicht in der Hauptsache Hunde die den Augarten zukacken!!!!
Und glauben Sie mir, ich bin gar nicht erbaut wenn mein Hund auf eines der zahlreichen menschlichen Exkremente trifft, denn der erkennt den Unterschied sofort.... Ich bin auch gar nicht erbaut, wenn man nach einem halbwegs sonnigen Wochenende in den Augarten kommt und den Müll sieht, der hier überall herumliegt und der ganz sicher nicht von irgendwelchen Hunden stammt. Also lassen wir doch diese idiotischen Anschuldigungen die Hunde(besitzer) würden alles kaputtmachen sondern fangen wir lieber auch als Nichthundebesitzer endlich an, Mülleimer, Toiletten oder zumindest auch Hundesackerl zu benutzen!!!!

Gast: Hundefreundin
09.10.2012 09:36
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Fordere Sturzhelmpflicht für Fußgänger

Ich wage es, einen kleinen Sohn und einen Hund zu haben.
Hundehaltern gegenüber kann die Volksseele, weil offenbar politisch korrekt, ungehemmt ihre Spießer- Aggressionen offenbaren.
Wo bleibt eigentlich der Ruf nach Polizeikontrollen aufgrund der Zunahme von ausgelegten Giftködern durch feige Tierquäler ?
Aber wahrscheinlich bin ich einfach dumm und glaube noch an Selbstverantwortung.
Doch besser Reglementierungswahn in allen Lebenslagen ! Als nächstes kommt die Sturzhelmpflicht für Fußgänger !


Gast: RausMitAllemWasStört
07.10.2012 13:14
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Weg mit den Kindern und den Hunden!

Es wird endlich Zeit, dass die Allgemeinheit begreift, dass Kinder endlich aus öffentlichen Flächen verschwinden müssen.
Als Erholungssuchender und schwer arbeitender Mensch, habe ich das Recht abends bei einem Spaziergang zu entspannen und weder von Hunden noch Kindern belästigt zu werden.

Ich fordere daher die Stadt Wien auf umgehendst ein städtischen Hundeverbot zu erlassen, als auch Gesetz, dass die Aufzucht eines Kindes lediglich in den eigenen vier Wänden gestattet. Kinder sollten NUR für den Weg hin und zur Schule aus dem Haus gelassen dürfen und zwar bis zum vollendeten 18. Lebensjahr.

Ich habe es satt mich ständig mit Leuten umgeben zu müssen, die meinen, sie könnten einfach so ihr Leben leben und sich Kinder oder Hunde anschaffen.
Disziplin und blinder Staatsgehorsam, das wünsche ich mir!

Gast: hundeliebhaberin
06.10.2012 19:24
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meine hunde ...

... sind sehr gut erzogen: das merkt nicht nur unser Nachber, der vor Neid erblast sondern auch die Augarten-Stammgäste - um nur einige zu zitieren:

"Ohhh, sind die aber süüüüüßßß - na wo haben Sie den die her?"

"Sind die aber herzig!! Darf ich einen mitnehmen?"(scherzhaft)"

Dabei ist anzumerken: meine Lieblinge stellen sich vor bevor sie auf jemanden einfach so zulaufen (und Fremden laufen sie weder hinterher noch zu)

Nette Kommentare!

Hundehasser vs. Menschenhasser und sie schlagen sich verbal die Schädel ein.

Wie ich das liebe bei den typischen Reizthemen!

Gast: habia
06.10.2012 15:36
2 0

Dieses Thema

scheint bei einigen (vornehmlich Hundehassern) völlig die Sicherungen durchbrennen zu lassen.

Re: Dieses Thema

Da haben Sie leider recht.

Genauso wie die Themen Migranten, Asylanten, Islam, Türkei, Gleichberechtigung, Alleinerziehende, Obsorge, Frauenquoten.

Eigentlich ist aus den oben aufgelisteten offensichtlichen Reizthemen eh schon ersichtlich, welche Zielgruppe hier vornehmlich postet.

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Respekt!

Da wird der Augarten Stück für Stück zubetoniert, und der Häupl lenkt ab mit einem Bürgerkrieg gegen Hundstrümmerl!

Genial!

Re: Respekt!

wo wurde der augarten in letzter zeit zubetoniert! das hat nichts mit dem Thema zu tun! ich glaub der augarten wird eher von hundekot zubetoniert!

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Re: Re: Respekt!

Wenn man derart kurzsichtig ist, dass man den Betonkobel am Augartenspitz nicht sieht, dann sind freilich Hundstrümmerl am Boden ein ernsthaftes Problem.

Sie hören aber hoffentlich gut? In Zukunft werden nämlich Busse einfahren in den Augarten, an der nötigen Infrastruktur wird gearbeitet, und 100 Gästeparkplätze für ein Restaurant sind auch schon genehmigt.

Die Planungen für die Verwertung der Flaktürme sind im Gange, ohne Zufahrten und Parkplätze wird das auch nicht abgehen.

Eröffnung des Betonkobels am 12.Dezember.

Stand alles in den letzten Wochen in der "Presse".

Gast: H. C. bitte kommen
06.10.2012 10:10
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Die Wiener Polizei setzt dabei auf den Grundsatz "Aufklärung geht vor Strafe". Hundehaltern, die sich trotz einer Abmahnung punkto Leinen- oder Maulkorbpflicht als uneinsichtig erweisen, kann aber auch ein Organmandat ins Haus stehen. Übliche Höhe der Verwaltungsstrafe: 21 Euro. Auch in Sachen Hundekot ist die Rechtslage eindeutig, so stehen laut Straßenverkehrsordnung auf das Liegenlassen von Hundekot (§92 Absatz 2 StVO) bis zu 72 Euro Strafe, zuständige Behörde ist ebenfalls die Polizei.

So und nun soll mir mal jemand erklären, wie ich die Hinterlassenschaft meines Hundes entfernen soll, wenn es ab und zu von der Konsistenz her gar nicht möglich ist?

Antworten Gast: pan-tora
06.10.2012 11:08
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Re:

wenn bei meinem auto manchmal die bremse versagt, kann mir mal bitte jemand erklaeren wie ich bei den stoptafeln stehen bleiben soll?

Gast: Grazer
06.10.2012 08:55
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Graz ist schon weiter, Wien wenigstens einmal hinten nach

Bei uns verunreinigen nicht mehr die Hunde sondern Heerscharen von Importierten die Parks.

Was hat vier Füße und eine Hand?

Ein Rotweiler am Kinderspielplatz.

Für die, die's immer noch nicht checken:

Mein Hund darf auf jede Wiese sch***en!!!
Wenn zu mir jemand sagt: "Das ist meine Wiese", dann antworte ich: Noch nichts vom Betretungsrecht im Naturschutzgesetz gehört? Dann ist aber schnell Schicht im Schacht bei den ungebildeten Proleten.


Antworten Gast: typ
07.10.2012 11:27
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Re: Für die, die's immer noch nicht checken:

wieder einmal ein typ, wo man besser mit dem hund reden sollte, weil nur dieser ein wenig hirn hat...

Re: Für die, die's immer noch nicht checken:

ja dein Hund kann höchstens nur in dein Hirn sein Geschäft da gelassen haben! was duschen die ganze zeit hier verzapfst ist untragbar! bitte geh doch wohin

Gast: Ehemaliger Geschädigter
05.10.2012 22:24
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Toleranz gegenüber Rücksichtslosigkeit ist falsch

Es gab im Augarten vor Jahren bereits einmal schärfere Kontrollen. Das hat sich herumgesprochen. Auch proletoide Hundebesitzer
haben das Gesetz respektiert, spätestens als die Polizei auftauchte.

Toleranz gegenüber der Rücksichtslosigkeit vieler Hundebesitzer ist falsch. Leider muss in österreich immer erst etwas passieren, bevor die Behörden tätig werden... daher

Hunde raus aus dem Augarten, sie haben dort nichts verloren!


Gast: la jul
05.10.2012 22:08
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Strafen helfen

Regelverstöße müssen Konsequenzen haben - auch in Wien.
Hundtrümmerl nicht verräumt oder gar den Hund nicht angeleihnt - kein Problem einfach den Asozialen die Sozialhilfe für ein Monat streichen.

Dann ist es aus mit dem von der Allgemeinheit bezahlten Hundefutter.

Gast: Marsmensch
05.10.2012 20:18
9 0

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Wahrscheinlich gibt es eh schon mehr Hunde im Park als Kinder.
Kinder müssen nicht täglich Gassi gehen.

wirklich,...

der augarten ist nicht das größte hundeklo in Wien! die kacken und pi**en äh schon alles an! ich bin dafür jeder der einen erwischt der nicht das Kackerl ins sackerl hat wandern lassen fotografieren und ab auf Youtube und Facebook

ausnahmen

es gibt nicht nur eine hundezone im augarten. es gibt zwei. das problem im augarten ist aber, dass eine mauer rundherum ist. dadurch kommt es zu revierkämpfen und daher sollte man einen hund dort nicht ohne leine laufen lassen - erst recht keine rüden. und das argument, dass die hundezonen zugekackt sind kann ich nicht nachvollziehen (wobei ich schon kritisieren muss, dass es zu wenige sackerl-dispenser gibt und diese auch zumeist leer sind). mache immer wieder hunde-sittig und das geht ausgezeichnet in den hundezonen. die besitzer räumen auch sehr brav die trümmerl weg.

auf der anderen seite gibt es einen sehr großen spielplatz (und einen etwas kleineren) im augarten, wo sich schutz suchende eltern mit ihren kindern zurückziehen können.

andere erholung suchende park-besucher sind auch nicht gerade erbaut darüber, dass die kinder überall brüllend herumlaufen - wenn es schon um das thema erholung geht…

Antworten Gast: Gastkind
06.10.2012 09:01
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Re: ausnahmen

Sie vergleichen Hunde mit Kindern?

Sagt alles- lassen Sie sich behandeln.

Re: Re: ausnahmen

ich habe kinder nicht mit hunden verglichen. ich habe nicht geschrieben, dass ICH ein problem mit irgendjemandem habe. ich habe nichts als versucht die situation von allen seiten zu betrachten.

ich finde es schön, dass der park so genutzt wird. natürlich kommt es zu konflikten, aber dass man so ein thema schwer sachlich behandeln kann ist traurig.

wo sind ihre argumente, standpunkte, betrachtungen, beobachtungen?

wenn ich ein kind habe und es nun mal so ist, dass hunde draußen leider ohne leine laufen und ich das als gefahr ansehe, dann wäre es dumm von mir nicht zum riesigen spielplatz zu gehen.

ich habe auch kein problem – weder mit hunden noch mit kindern. und tatsache ist, dass erholungssuchende das nachsehen haben, wenn überall kinderpartys stattfinden. was ist falsch daran?

Re: ausnahmen

ich bin auch nicht erbaut darüber neben hundekake liegen zu müssen

Re: Re: ausnahmen

bei den liegewiesen haben hunde daher me nichts verloren. aber die wege müssen sie nützen - wie kommen sie sonst zur hundezone?

 
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