Wien/Red. Die Ausweitung der Parkpickerlzonen hat auch einen Nebeneffekt in den Innenbezirken gebracht – viele Autofahrer, die als „Parkpickerlflüchtlinge“ in die Außenbezirke ausgewichen sind, kehren nun wieder zum Parken in ihre Heimatbezirke zurück. Allein in den Bezirken Margareten, Mariahilf, Neubau und Josefstadt wurden 500 neue Parkpickerln beantragt.
In den fünf neuen Parkpickerlbezirken ist indes die Schonfrist ausgelaufen – seit gestern, Donnerstag, wird gestraft. Bei Verstößen droht eine Strafe von 36 Euro. Und während sich die Betreiber von Parkgaragen über mehr Auslastung freuen, spürt man vor allem in Währing das Pickerl in den Nachbarbezirken.
VP-Bezirksvorsteher Karl Homole fordert eine „sofortige Rücknahme der Erweiterung, bis ein neues Modell vorliegt, das auch die Zustimmung der Menschen findet“. Die SPÖ macht dagegen Homole für die angespannte Situation verantwortlich – er sei ein „Bremser“ für eine konstruktive Verkehrslösung und trage an dem nun herrschenden „Parkplatzchaos“ die Hauptschuld, heißt es.
Überraschende Ausweitung
Aufregung ums Parken herrscht indes auch im zweiten und dritten Bezirk. „Still und heimlich“ habe die Stadtregierung mit 1.Oktober dort Kurzparkzonen erweitert, wirft der ÖAMTC der Stadt vor – mehrere verärgerte Anrainer hätten sich gemeldet, die von der Zonenerweiterung über Nacht überrascht wurden.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 05.10.2012)
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