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Heizöl um 1,2 Millionen Euro unterschlagen

05.10.2012 | 18:29 |   (DiePresse.com)

Fünf Tankwagenfahrer gelten als Hauptverdächtige, die 1,6 Millionen Liter abgezweigt haben sollen. Laut Polizei gibt es tausend Betrugsopfer.

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Ein riesiger Betrugsfall rund um die Unterschlagung von Treibstoff beschäftigt Ermittler im Bezirk Oberwart: Fünf Tankwagenfahrer im Alter von 29 bis 59 Jahren sollen seit 2005 bei der Auslieferung insgesamt rund 1,6 Millionen Liter Heizöl sowie Diesel, Motor- und Getriebeöl abgezweigt haben. Das Heizöl wurde günstig an Hehler abgegeben und von diesen weiterverkauft. Den durch die Machenschaften entstandenen Schaden bezifferte die Landespolizeidirektion Burgenland am Freitag mit derzeit rund 1,2 Millionen Euro. Zahlreiche Firmen und über Tausend private Heizölbezieher wurden betrogen.

Vier der Hauptverdächtigen wurden verhaftet, acht weitere Personen werden der Beitragstäterschaft beschuldigt. Darüber hinaus wird gegen 53 mutmaßliche Beteiligte wegen Verdacht auf Hehlerei ermittelt.

Bilanzunregelmäßigkeiten

Im Frühjahr 2012 hatte ein Tankstellenbetreiber den Fall ins Rollen gebracht, weil seinem Steuerberater in der Bilanz Unregelmäßigkeiten bei den Mengen von gekauftem und verkauftem Sprit aufgefallen waren. Ermittler stießen bei ihren Nachforschungen auf die fünf Chauffeure der Transportfirma mit Sitz in Niederösterreich. Die Verdächtigen sollen in mittlerweile über 1.000 Fällen getrickst und das Zählysystem der Tankwagen manipuliert haben.

Den Kunden wurde dabei im wahrsten Sinn des Wortes Luft mitverrechnet: "Über die Transportleitungen wird Luft eingeblasen. Luft und Mineralöl laufen über das Zählwerk", sagte Bezirkspolizeikommandant Oskar Gallop zur APA. Anstatt die reine Ölmenge zu verrechnen, wurde die Luft beim Öl mitgezählt. Je mehr Luft pro Lieferung eingespeist wurde, umso höher sei der Verdienst für die Täter gewesen.

Zu den Betrogenen gehören neben Tankstellen auch Transportunternehmen. "Zehn Tankwagen waren manipuliert", schilderte Gallop. Allein zig gewerbliche Kunden dürften geschädigt worden sein. Die Zahl der betrogenen privaten Heizölbezieher ist riesig: "Wir bewegen uns im vierstelligen Bereich", erläuterte der Bezirkspolizeikommandant.

Die Hehler nahmen den mutmaßlichen Betrügern die abgezweigten Lieferungen um 20 bis 30 Prozent verbilligt ab und verkauften sie dann weiter. Ein Motiv für die Unterschlagungen dürfte laut Exekutive Spielsucht gewesen sein. Geld soll auch in Bordellbesuche und in Häuser investiert worden sein. Die Polizei stellte rund 300.000 Euro Bargeld sicher. Betrugsopfer können sich jederzeit bei der Polizeiinspektion in Oberwart unter der Telefonnummer 059133/1240-302 sowie bei jeder anderen Sicherheitsdienststelle melden.

(APA)

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13 Kommentare

na bin ich froh, dass ich mit erdgas heize!

meiner meinung nach besser, als der stinkende giftige heizöl müll, den man dann vor der haustür lagern kann!

Da kenne ich einen Fall, wo die Heizung nicht mehr funktionierte.

Der Installateur tauschte den Brenner, sie ging wieder nicht, bis man draufkam, dass im 5000l Öltank 1000l Wasser eingefüllt waren.
Auch das schaffen Betrüger, Öl zu verdünnen.

nochmals: für welche lieferfirma fuhren die betrüger!!!!!!


Antworten Gast: Gast 4321
06.10.2012 07:25
2 0

Re: nochmals: für welche lieferfirma fuhren die betrüger!!!!!!

Die Geschichte ist schon mehr als 6 Monate alt und es handelt sich um die Fa. Pallanits aus Brunn/G und übrigens schon insolvent...

Gast: Verängstigter
05.10.2012 20:41
8 0

wie kann man wissen ob man Opfer wurde


wenn der Firmenname nicht angegeben wird. Einmal heißt es eine Firma aus dem Großraum Mödling, dann wieder aus Oberwart.

Hoffe es ist nicht mein Lieferant MMM.

P.S.: Wieso lässt sich beim Abfüllen überhaupt Luft beimischen? Werden die Wägen nicht kontrolliert? Oder werden die Kontrolleure geschmiert?

Re: wie kann man wissen ob man Opfer wurde

MMM kommt aus Neudörfl...

Re: wie kann man wissen ob man Opfer wurde

Geschmiert? In Österreich?
Ich bitte Sie!!

Gast: netzwerker5
05.10.2012 20:23
0 2

machenschaften

Kleine Tricksereien kommen doch überall vor-oder ist es doch anders, wenn nicht nur Staat und Sozialversicherungen, sondern persönliche Betroffenheit spürbar wird? Da war doch kürzlich auch ein Presseartikel über den im Grunde normalen Pfusch usw.

Antworten Gast: Verängstigter
05.10.2012 20:43
5 3

Re: machenschaften


Wenn eine Heizöllieferung, so wie meine letzte € 3.500 ausmacht, kann nicht mehr von kleinen Tricksereien gesprochen werden - außer Sie sind ein ganz großer Trickser, der sich hier zu Wort meldet.

Re: Re: machenschaften

3.500 Euro? Heizen Sie eine dreistöckige Villa?

Re: Re: Re: machenschaften

Scherzkeks! dafür bekommt man 3500 l. Das reicht in einem durchschn. EFH für max 1,5 Jahre!

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Hammerschmidt-
05.10.2012 23:50
0 5

Re: Re: Re: Re: machenschaften

Ja, wenn ich im Winter bei offenen Fenster heize. Außerdem wer ist so doof und kauft sein Heizöl für 1,5 Jahre? Was ist wenn's im nächsten Jahr billiger wird? Dann hab ich noch tausend Liter im Tank. Na ja, bei den Rechengenies hier in Österreich verwundert es mich nicht, dass der Großteil pleite ist.

Re: Re: Re: Re: Re: machenschaften

"Außerdem wer ist so doof und kauft sein Heizöl für 1,5 Jahre?"

Warum soll jemand doof sein nur weil er von steigenden Preisen ausgeht?