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Justizbediensteter wegen Vergewaltigung vor Gericht

08.10.2012 | 07:10 |   (DiePresse.com)

Der Mann soll in Oberösterreich weibliche Häftlinge und Frauen von Gefangenen missbraucht haben. Der Prozess wird am Dienstag fotgesetzt.

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Ein ehemaliger Mitarbeiter einer oberösterreichischen Justizanstalt muss sich seit Montagvormittag vor dem Landesgericht Linz wegen Vergewaltigung und sexueller Nötigung verantworten. Er soll sich an vier weiblichen Ex-Häftlingen vergangen haben. Zum Prozessauftakt dehnte der Staatsanwalt die Anklage auf ein fünftes Opfer, eine Revierinspektorin, aus. In den meisten Fällen sollen K.o.-Tropfen zum Einsatz gekommen sein. Der Angeklagte bekannte sich nicht schuldig.

Der 52-jährige Sozialarbeiter sei unbescholten, so der Ankläger. Vier der Opfer hingegen seien vorbestraft gewesen. Dennoch seien ihre Vorwürfe glaubwürdig. In einem Fall gibt es sogar eine Laboruntersuchung, die das angeblich verwendete Betäubungsmittel im Blut und im Urin einer Frau sowie in einer Filmdose aus dem Besitz des Beschuldigten nachweist. Zudem wurden DNA-Kontaktspuren an der Unterwäsche der Frau sichergestellt. Der Staatsanwalt berichtete auch von Vorwürfen gegen den Angeklagten, wonach er eine 17-jährige Kollegin belästigt habe. Die Sache sei aber strafrechtlich nicht relevant. Die junge Frau schilderte vor Gericht, der Sozialarbeiter habe sie zum Whisky-Trinken zu sich nach Hause eingeladen und gesagt, wenn sie 18 sei, könne sie als Domina arbeiten.

Fünfter Verdachtsfall

Bei vier der Opfer aus der Anklage handelt es sich um ehemalige Gefangene, zu denen der 52-Jährige auch nach ihrer Entlassung noch Kontakt hielt. Das sei unüblich, sagten einige seiner Kollegen aus. Zu Prozessbeginn wurde ein fünfter Verdachtsfall bekannt: Der Mann soll eine Revierinspektorin bei einer Weihnachtsfeier begrapscht haben, während sie starr neben ihm saß. Die Beamtin berichtete später von einem "Filmriss". Im Zuge der Ermittlungen wurde der Vorfall, den ein Arbeitskollege beobachtet hatte, bekannt und angezeigt.

Der Angeklagte bekannte sich in allen Fällen nicht schuldig und präsentierte für jeden Sachverhalt eine weitgehend andere Versionen als die Opfer. Er leugnete strikt, den Frauen etwas angetan zu haben, und wies sehr häufig auf seiner Ansicht nach falsche Zeit- und Ortsschilderungen in den Angaben der Geschädigten hin.

Der Prozess wird am Dienstag fortgesetzt. Ob dann bereits ein Urteil gefällt wird, war vorerst nicht klar. Bei einem Teil der Verhandlung ist mit einem Ausschluss der Öffentlichkeit zu rechnen.

 

(APA)

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9 Kommentare
Gast: Hacklwerfer
09.10.2012 01:55
0 0

Die Unterschiede...

...zwischen den Insassen und manchen Wächtern einer Haftanstalt sind die Uniform und daß der Häftling - normalerweise - irgendwann entlassen wird....

fußfesseln

nach unserer justiz sicher ein sicherer anwärter auf die fussfessel.

Gast: her mit der wahrheit
08.10.2012 14:11
0 0

als ich anfang der 80er jahre in graz das gerichtsjahr absolvierte,

wurde ich-wie viele meiner kolleginnen-des öfteren von gerichtsbedienststen(NICHT VON RICHTERN!)massiv begrapscht...

Gast: name gast
08.10.2012 09:11
1 1

ueber schrift

hier wird ein einzelfall herausgegriffen um zu verschleiern, dass die verwaltung von gruppenverbrechern durchsetzt ist fuer die vergewaltigung das geringste aller verbrechen ist...

Antworten Gast: Lecter
08.10.2012 14:08
2 0

Re: ueber schrift

So ein Blödsinn!

Wie kann denn so etwas ueberhaupt passieren?

Wer traegt denn fuer die Vorgaenge in oesterreichischen Gefaengnissen die Verantwortung?

Antworten Gast: Fronzel
08.10.2012 09:17
3 0

Re: Wo steht denn das?

Mir sagen die Begriffe "EHEMALIGE Häftlinge" und "Ehefrauen von Häftlingen" eigentlich, dass es wohl um Vorfälle außerhalb des Gefängnisses gehen dürfte.

Re: Wie kann denn so etwas ueberhaupt passieren?

steht ja nicht, dass es im Gefängnis passiert ist.

Antworten Gast: hmm
08.10.2012 08:44
1 0

Re: Wie kann denn so etwas ueberhaupt passieren?

Ihre Anfrage beantwortet Radio Erewan wie folgt: Im Prinzip niemand ...