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Parkpickerl: Weitere Ausweitung "wäre Kriegserklärung"

08.10.2012 | 18:06 |  von MARTIN STUHLPFARRER (Die Presse)

Niederösterreichs Landesrat für Verkehr Karl Wilfing (VP) warnt im Interview mit der "Presse" Wien davor, das "Pickerl" noch mehr auszuweiten und Pendler aus der Stadt zu drängen.

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Die Presse: Wiens Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou will das Parkpickerl auf ganz Wien ausweiten. Sehen Sie das als Kriegserklärung an die Pendler aus Niederösterreich?

Karl Wilfing: Wir haben den Wienern schon vor einem Jahr gesagt, dass einseitige Maßnahmen nur Probleme hervorrufen. Nun haben wir diese Probleme. Wir haben Wien gebeten, zumindest bis zur Fertigstellung des Hauptbahnhofes zu warten. Denn wir werden ab 2015 auch mehr Bahnverbindungen haben – weil dann wegen des Hauptbahnhofes mehr Züge fahren können. Wenn es zu weiteren Einschränkungen in Wien kommt, muss man darauf achten, dass wir vorher den öffentlichen Verkehr ausbauen. Das ist klar.

Was passiert, wenn Wien vorher die Ausweitung der Parkraumbewirtschaftung auf ganz Wien ohne Rücksprache mit Niederösterreich und ohne Begleitmaßnahmen durchführt?

Wenn das ohne Abstimmung mit uns passiert, wäre das eine Kriegserklärung.

Welche Gegenmaßnahmen würden Sie in diesem Fall einleiten?

Es geht nicht um Revanche, sondern um vernünftige Lösungen. Deshalb überlegen wir, wie wir auch auf Wiener Boden Park-and-Ride-Anlagen ausbauen können. Die unterstützen wir auch, weil uns die Wiener signalisiert haben, dass sie auch auf niederösterreichischem Boden bereit sind, Park-and-Ride-Plätze zu fördern. Aber erst, wenn wir dieses ausgebaute System haben, kann nachgedacht werden, wie ich den Individualverkehr in Wien einschränke.

Die Wiener sollen für Park and Ride in Niederösterreich mitzahlen und die Niederösterreicher in Wien?

Ja. Wir sind grundsätzlich dazu bereit. Jede Änderung in Wien kann erst dann kommen, wenn wir das fixiert haben. Erst dann kann man als Alternative den öffentlichen Verkehr anbieten. Derzeit ginge das nicht in dem Ausmaß, wie es manchem vorschwebt.

Wie sollen die Begleitmaßnahmen für Pendler genau aussehen?

Kurzfristig verbessern wir einige Angebote mit dem Fahrplanwechsel (im Dezember, Anm.) auf der neuen Westbahn. Auch geht am 9.Dezember der Bahnhof Tullnerfeld in Betrieb. Allein dort entstehen 500 Park-and-Ride-Plätze. Wir sind dann in Richtung St. Pölten sehr gut ausgebaut. Dann brauchen wir den Hauptbahnhof, um die Verkehrsverbindungen nach Norden und Süden zu verbessern. Wir sind auch bereit, in Niederösterreich weitere Park-and-Ride-Plätze zu bauen – wobei wir mit unseren derzeit 34.000 Plätzen mehr Plätze haben als alle anderen Bundesländer zusammen. Im Gegensatz zur rot-grünen Stadtregierung, die immer nur nachdenkt, wie sie von den Autofahrern noch mehr Geld kassieren kann, bieten wir diese Park-and-Ride-Plätze gratis an – alle.

Wien macht aus Ihrer Sicht zu wenig für Pendler, und damit zu wenig für die Lösung der eigenen Verkehrsprobleme – also Wien schläft?

Genau.

Es gab den Vorschlag, dass nach der Ausweitung der Parkpickerlzonen künftig auch die Wiener in Niederösterreich Parkgebühren zahlen sollen.

Davon halte ich nichts. Ich habe nichts davon, wenn ich eine falsche Lösung bei uns wiederhole.

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In wenigen Tagen treffen Sie Finanzstadträtin Renate Brauner und Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou. Was wird verhandelt?

Wir reden darüber, wie wir im Bereich des öffentlichen Verkehrs und der Park-and-Ride-Plätze ein gemeinsames Ausbauprogramm angehen können. Es gibt vieles, was wir mit Wien abgestimmt haben. Durch die überfallsartige Entscheidung, das Parkpickerl auszuweiten – was auch in Wien höchstes Kopfschütteln hervorruft – herrscht nun Unruhe. Wir brauchen aber keine Unruhe, sondern Lösungen. Wir werden unsere Park-and-Ride-Plätze ausbauen. Auch in Wien.

Wie reagieren Sie, wenn Wien trotzdem das Parkpickerl ausweitet?

Das kann ich mir nicht vorstellen. Es muss erstens einmal dazu in Wien eine Volksbefragung geben. Ich appelliere auch an die Wiener, gemeinsam an vernünftigen Lösungen zu arbeiten. Für den öffentlichen Verkehr darf es keine Ländergrenzen geben.

Auf einen Blick

Karl Wilfing (VP) ist in Niederösterreich der zuständige Landesrat für Verkehr. Im Streit mit Wien um die Ausweitung der gebührenpflichtigen Kurzparkzonen (um gegen Pendler vorzugehen) warnt er Wien vor weiteren Schritten. [Internet]

("Die Presse", Print-Ausgabe, 09.10.2012)

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603 Kommentare
 
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haha

es ist jetzt soweit....wo bleibt die kriegserklärung????????????

Nichts als Hohn und Verachtung gegenüber den Bürgern von Rot-Grün-Schwarz!!!



Gast: Fremdkennzeichen
10.10.2012 15:44
5 0

Räuber und Gendarm

Zitat: "... Pendler schon möglichst vor der Stadtgrenze abzufangen ". Ah, so ist das. Abfangen! Spielen wir Räuber & Gendarm oder was? Schlimm genug, dass auf der einen Seite Grenzzäune endlich niedergerissen werden, wir mit aller Kraft ein vereintes Europa anstreben (sollten, wenn wir eine Zukunft haben wollen), und dem unseligen Rot/Grün in Wien auf einmal nichts Besseres dazu einfällt als (Stadt)grenzen zu errichten und Fremd/Feindbilder zu erzeugen. Wie sonst ist es zu erklären dass mir schon vor mehr als einem Jahr ein höchstbezahlter Magistratsbeamter süffisant erklärte "mir haben keine Probleme mit die Parkplätze. Des sand nur die Niederösterreicher, die was zu uns einerfahren. De verstopfen alles". Na dann, wenn das Wiener Beamtenmeinung ist, dann muss ja sowas rauskommen. Fremdschämen erlaubt? (Übrigens ist dieser höchstbezahlte Herr von seiner Abstammung oö Bauernbub).
Anstatt dass die Ostregion die dräuend anstehenden Probleme endlich(!) überregional gemeinsam angeht, herrscht Häme vor und werden Barrieren errichtet.
Was mich betrifft, ich werde in Wien nicht einmal mehr tanken, geschweige denn ein Schneuztuch kaufen. Wien ist mir fremd (geworden) .

Antworten Gast: Matilda
11.10.2012 19:12
0 0

Re: Räuber und Gendarm

Abfangen!

Ja sicher. Für was haben wir denn die teuren Abfangjäger gekauft.

Gast: Hallamyer
10.10.2012 15:16
0 4

Diese Parkplätze soll NÖ bauen

und bezahlen. Es sind schliesslich niederösterreichische Autos...

Gast: Kostennutzenrechner
10.10.2012 13:37
7 1

Jetzt lieber in die SCS shoppen!

Die Mariahilferstraße kann mir in Zukunft gestohlen bleiben.

0 3

Re: Jetzt lieber in die SCS shoppen!

wenn sie nur wert legen auf den kettengeschäfte-einheitsbrei, eine gute lösung. ansonsten werden sie dort aber nicht glücklich.

Re: Re: Jetzt lieber in die SCS shoppen!

und die mariahilferstr ist ja bekannt für ihre kleinen feinen einzelkaufleute ^^

Antworten Gast: XA33
10.10.2012 15:17
0 4

Ich denke nicht, dass man die

Nobelstrasse mit dem Prolotempel da darussen vergleichen kann, aber bitte.

Gast: Grünologe
10.10.2012 13:02
4 2

wenn es nach den Grünen Ideologen geht

sollte jeder ein möglichst großes Auto zwar beistzen (=viele Steuerun) aber damit nicht fahren oder wenn fahren, dann nur nach NÖ hinaus und wieder zurück in seine Garage
.


Gast: Warum einfach, wenns kompliziert auch geht
10.10.2012 11:22
6 2

Die Grünen wurden gewählt

damit sie Ärger, Streit und Chaos anrichten und man dann bei der nächsten Wahl die FPÖ wählt, der man das dann alles in geordnete Bahnen lenken und ausbügeln lässt.

Antworten Gast: dnr dnr
10.10.2012 15:18
0 3

Die geordneten Bahnen der FÖ

führen direkt in die Tasche einiger FPÖler bzw. ins Strafgericht.

Antworten Gast: persil4.0
10.10.2012 12:37
2 5

LOL - siehe Kärnten

Dieses wunderschöne Bundesland haben die rechtsrechten Chaoten ruiniert !!!

Antworten Antworten Gast: alsowenn
10.10.2012 13:14
4 1

Re: LOL - siehe Kärnten

was runiniert ist dann maximal ihr linkes kleinhirn .

KTN das beste schönste land der welt

Gast: cosinus99
10.10.2012 11:08
10 1

Pendlercash

Wenn die NÖ-Pendler konsequent keinen Cent in Wien ausgeben wäre diese Stadt bald am Ende.
Viele Firmen überlegen ohnehin schon eine Absiedelung nach NÖ.

Antworten Gast: tjajedersehende
10.10.2012 13:21
5 2

Re: Pendlercash

merkt doch die stadt verfällt völlig seit EU , ostöffnung und Islamisierung

leute mit ausbildung ziehen in die umgebung oder gehen in die bundesländer zurück.

zurück bleiben nur sozialmärke für die unterschicht.


Antworten Gast: UKW
10.10.2012 12:07
2 8

Folgen für Wien:

- geringere Arbeitslosigkeit

- geringere Kosten (besonders in Spittalswesen)

-weniger Kfz-Verkehr

-mehr Parkplätze

Also los, du Maulheld !


8 0

Re: Folgen für Wien:

"- geringere Arbeitslosigkeit"
Oder mehr Wien-NÖ-Pendler weil die Firmen ja auswandern ...

"- geringere Kosten (besonders in Spittalswesen)"
Erklären Sie das bitte, ich weiß nicht, was Sie damit meinen!

"-mehr Parkplätze"
Stimmt, diese brauchen die neuen Wien-NÖ-Pendler dann! :-)

Antworten Antworten Antworten Gast: Scherka
10.10.2012 15:19
1 0

Pendler

Es pendeln schon mehr Niederösterreicher in die Slowakei als umgekehrt. P. hat den NÖ_Arbeitsmarkt völlig ruiniert.

Antworten Antworten Antworten Gast: UKW
10.10.2012 12:41
2 6

bitteschön

- Wien hat genug qualifizierte Arbeitskräfte. Es herrscht kein unabdingbarer Bedarf an Pendlern.

- in Wien arbeiten, sich (besser) in Krankenhäusern behandeln lassen, einen gratis Parkplatz mitten in der Stadt verlangen, ...

Wiener Spittäler werden stark vön NÖ frequentiert, weil sie meist besser sind.
Das ist ja auch in Ordnung, nur bekommt Wien die Kosten nicht ausgeglichen.


10 1

Re: bitteschön

Wissen Sie überhaupt, WAS Sie da reden?!? Sind wir schon so weit, dass ich mich als NÖer schämen muss? Wir sind alles Österreicher und wir werden alle gemeinsam von den selben Politikern verar...!

Ich würde ja für ein Parkpickerl zahlen, das parken muss nicht gratis sein. Ich wäre auch dafür, dass Wiener gratis parken dürfen und halt Pendler zahlen. Dann würde aber weniger Geld fließen und das will die Regierung natürlich nicht!

Sie wollen also einem vielleicht fast schon toten Krebspatienten die bessere medizinische Versorgung verweigern? Und das, obwohl er schon Jahrzehnte in das System der Krankenkasse einzahlt?
Was sind denn Sie für einer?!?

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: UKW
10.10.2012 16:12
0 1

"xmibi" kann nicht lesen


"Wiener Spittäler werden stark vön NÖ frequentiert, weil sie meist besser sind.
Das ist ja auch IN ORDNUNG, nur bekommt Wien die Kosten nicht ausgeglichen.!

2 0

Re: "xmibi" kann nicht lesen

Ich bin bei der WGKK versichert, reicht das nicht?!?

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: fkb
10.10.2012 15:20
1 3

Wenn NÖ so toll ist,

dann bleiben sie im Bundesland und lassen Sie das arme Wien in Ruhe.

1 1

Re: Wenn NÖ so toll ist,

Ja, is klar!

Warum

Warum nimmt man sich nicht ein Beispiel an Großstädten (Washington, New York, Paris, London, Berlin...), wo die U-Bahn bis 25 km weit in das Einzugsgebiet der Pendler reicht. Das wäre von Wien bis ca. Großraum Tulln bzw. Baden, oder Eichgraben, bzw. Großraum Fischamend in die O-W Richtung. Entlang der Routen einige - übrigens weitaus billigere und großräumige Parkplätze bauen und man könnte sich in einigen Wiener Bezirken das Parkpickerl sonstwo hin picken. Aber dazu sind Häupl, Vassilakou und Pröll ja nicht imstande. Dafür belastet man in Wien die Bevölkerung mit Pickerlkosten und quält sie mit einer teuren Parkraumbewirtschaftung und in NÖ hat man noch immer Angst, dass durch den Ausbau effizienter Verkehrsmittel Kaufkraft aus den Wien - Umgebung Bezirken nach Wien abfließen könnte. Da baut man lieber großartige verkehrstechnisch völlig ineffiziente Umfahrungen (Klosterneuburg, Auskunft Knoflacher), sodass der Autofahrer erst recht in Wien zur Kasse gebeten werden kann.

 
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