[Wien/EKO] Österreich wächst und wird älter. Bis zum Jahr 2030 soll die Bevölkerung auf neun Millionen (plus sieben Prozent gegenüber 2011), bis 2060 sogar auf 9,4 Millionen (plus elf Prozent) steigen. Laut der am Dienstag veröffentlichten Bevölkerungsprognose der Statistik Austria wird vor allem der Anteil der Menschen im erwerbsfähigen Alter (20 bis 64 Jahre) sinken, dafür gibt es einen starken Zuwachs an Menschen im Pensionsalter. Verantwortlich dafür ist die Babyboom-Generation, die nach und nach den Ruhestand antreten wird. Eine Entwicklung, die höhere Anforderungen an die arbeitende Bevölkerung stellen wird: So muss etwa die Innovationsfähigkeit der Gesellschaft durch lebenslanges Lernen und Weiterbildung erhalten werden.
Dass das Durchschnittsalter nicht noch stärker ansteigt, ist vor allem der internationalen Migration zu verdanken - während die Gesamtbevölkerung im Schnitt heute 42 Jahre alt ist, liegt das Durchschnittsalter bei Zuwanderern bei 23 Jahren. Etwas im Steigen begriffen ist die Geburtenrate - von 1,43 Kinder pro Frau (2011) wird sie bis 2060 auf 1,55 steigen. Im Durchschnitt bekommen Frauen ihre Kinder dann nicht mehr mit 30, sondern mit 33 Jahren.
Salzburg überholt Kärnten
Das stärkste Bevölkerungswachstum wird von den Experten der Statistik Austria für Wien erwartet: Ab dem Jahr 2030 kratzt die Bundeshauptstadt wieder an der Zwei-Millionen-Grenze, 2060 sollen es schon an die 2,2 Millionen Einwohner sein - ein Plus von 15 Prozent gegenüber den 1,72 Millionen im Jahr 2011. Kärnten verliert als einziges Bundesland an Bevölkerung - 2060 soll es nur mehr 511.000 Einwohner geben, ein Minus von acht Prozent gegenüber 2011). Um 2020 wird Salzburg Kärnten als bevölkerungsmäßig sechstgrößtes Bundesland ablösen.
Die Lebenserwartung wird für Männer von 78,1 (2011) auf 87,3 Jahre (2060) steigen, bei Frauen von 83,4 auf 90,6 Jahre - der Unterschied in der Lebenserwartung von Männern und Frauen wird dabei zunehmend kleiner.
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