In der Erstaufnahmestelle Ost in Traiskirchen hat am Dienstagabend eine regelmäßig wiederkehrende und bescheidmäßig vorgeschriebene Feuerwehrübung stattgefunden. Die gewonnenen Erkenntnisse - auch über eventuell festgestellte Mängel bzw. Sicherheitsbedenken - würden seitens der örtlichen Einsatzkräfte ausgewertet und sollen Anfang kommender Woche im Rathaus vorliegen, teilte der Leiter des Bürgermeisteramtes, StR Andreas Babler (SPÖ), mit. Eine behördliche Sperre des Zentrums steht im Raum.
Erst vor vier Wochen hatte die Stadt Traiskirchen die Prüfung eines bau- und feuerpolizeilichen Aufnahmestopps für die überfüllte Erstaufnahmestelle angekündigt. Babler zufolge waren mit Stand vom Dienstag etwa 1.400 Menschen im Lager untergebracht.
Bei der eineinhalbstündigen Übung waren drei Ziele vorrangig, so der Leiter des Bürgermeisteramtes: Erkenntnisse zu gewinnen über das Rauchverhalten zur bestmöglichen Menschenrettung von untergebrachten Asylwerbern, weiters für die Menschenrettung und Fluchtwegsicherung von Bediensteten sowie für die im Einsatzfall dort tätige FF Traiskirchen.
Irritationen im Innenministerium
"Ja, eine behördliche Sperre steht im Raum", sagte Babler der Tageszeitung "Der Standard". Es sei zweifelhaft, ob das Hauptgebäude innerhalb zehn Minuten geräumt werden könne.
Für das Innenministerium wäre das eine Katastrophe. Eigentlich sollten rund 1000 Asylwerber schon in Quartieren in den Bundesländern untergebracht sein, wird Ministeriumssprecher Karl-Heinz Grundböck in dem Bericht zitiert. Diese zögern aber, diese Pläne umzusetzen. Um die Überbelegung in den Griff zu bekommen, seien mittlerweile auch Container-Dörfer im Gespräch, so Grundböck.
(APA/Red.)
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