Mit einer seit fünf Monaten installierten Thermoscanner-Anlage vor dem Karawankentunnel an der Kärntner Grenze zu Slowenien sind bereits mehr als 100 überhitzte Lkw und Busse an der Einfahrt in den Tunnel gehindert worden. "Ein brennendes Fahrzeug in einem Tunnel ist ein Horror-Szenario, die Investition in den Thermoscanner hat sich vielfach bezahlt gemacht", sagte Asfinag-Vorstand Alois Schedl am Mittwoch in einer Aussendung.
Mit der in Europa einzigartigen Anlage wird die Temperatur von Schwerfahrzeugen vor Einfahrt in den Tunnel mittels Wärmebildkamera überprüft. Wenn ein kritischer Punkt überschritten ist, bei Reifen liegt die Grenze etwa bei 70 Grad Celsius, muss der Fahrer warten, bis sein Gefährt abgekühlt ist. So sollen ein Brand und starke Rauchentwicklung im Tunnel unterbunden werden.
Nach einer Abkühlphase oder auch Fehlerbehebung kann das Schwerfahrzeug den Scanner erneut passieren und - wenn die Temperaturen entsprechend gesunken sind - durch den Tunnel fahren. "Natürlich führt nicht jedes überhitzte Fahrzeug auch zu einem Brand im Tunnel", sagt Schedl, "aber wenn wir auch nur einen einzigen gefährlichen Vorfall verhindert haben, dann hat sich das neue System schon ausgezahlt."
(APA)
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