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Flüchtlings-Familie lässt Sohn am Westbahnhof zurück

11.10.2012 | 16:12 |   (DiePresse.com)

Die Familie soll nicht genug Geld für die Weiterreise gehabt haben. Den Sohn ließ sie in Wien zurück, er wird in einem Krisenzentrum betreut.

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Eltern sollen ihr erst zwölf Jahre altes Kind allein am Wiener Westbahnhof zurückgelassen haben. Die Familie sei aus Afghanistan geflüchtet, das Geld für die Weiterreise habe nicht mehr für alle Familienmitglieder gereicht, berichtete die "Kronen Zeitung". Laut einem Sprecher der Wiener Polizei soll es sich bei dem Buben um einen syrischen Staatsbürger handeln, der bereits am 20. September am Bahnhof einer fremdenrechtlichen Kontrolle unterzogen worden war.

"Er trug keine Ausweispapiere bei sich", sagte Polizeisprecher Roman Hahslinger. Um die Identität des Burschen zu klären sei jedoch ein in Österreich lebender Verwandter kontaktiert worden, der bestätigt habe, dass der Bub aus Syrien stammt.

Bub wird in Krisenzentrum betreut

Der Zwölfjährige befindet sich in der "Drehscheibe Augarten", einem Krisenzentrum für "unbegleitete minderjährige Fremde". Laut dem Polizeisprecher wird der Bub vom Jugendamt betreut. "Der wahre Hintergrund hat sich erst langsam herauskristallisiert", sagte Norbert Ceipek von der Betreuungseinrichtung "Drehscheibe". Der Bub habe sich demnach zuerst anderen Kindern mit ähnlichem Schicksal anvertraut.

"Es geht ihm gut, er geht auch schon in die Schule und hat sich nahtlos in die Gemeinschaft eingegliedert", schilderte Ceipek. Auch werde das Kind psychologisch betreut. "Wir werden versuchen über die Asylanträge herauszufinden, wo die Eltern sind." Schließlich soll eine Zusammenführung der Familie ermöglicht werden - im Beisein des zuständigen Jugendamtes.

Familie kam offenbar über Serbien

Laut dem Bericht der "Kronen Zeitung" haben Schlepper die Familie über Serbien nach Österreich gebracht, 16.000 Euro mussten demnach dafür bezahlt werden. Die fünfköpfige Familie wollte weiter nach Berlin, wo Verwandte wohnen. Das Geld für die Zugtickets habe aber nur noch für die Erwachsenen und zwei Geschwister gereicht.

Laut Ceipek kommt es "nicht sehr häufig vor", dass Kinder von den Eltern alleine zurückgelassen werden. Umgekehrt - dass die Kinder alleine in ein anderes Land voraus geschickt werden - geschehe öfters. "Die Kinder sind aber so oder so auf sich alleine gestellt", sagte der Experte. Auch würden die Eltern von Schleppern darüber informiert werden, dass es in Ländern wie Österreich eine funktionierende Jugendwohlfahrt gibt, die sich um die Kinder kümmert.

(APA)

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15 Kommentare
Gast: justerix
13.10.2012 13:37
1 0

Kind am Westbahnhof zurückgelassen

Das Aussetzen eines Minderjährigen ist eine Straftat, die nach dem StGB zu bestrafen ist.
Hoffentlich erinnern sich die Behörden daran, falls die "Rabeneltern" wieder einmal in Ö. auftauchen.
0der wollte man doch nur ein
"Ankerkind" in Ö. zurücklassen, falls es mit dem Asyl in der BRD nicht klappt?

11 0

Ein syrischer Sohn von afghanischen Flüchtlingen?

Irgendwie habe ich gerade ein Deja vu ala Märchen aus 1001 Nacht.

Gast: mitteeanschütten
12.10.2012 07:36
4 0

der Onkel - als naher Blutsverwandter -

wird sich doch um seinen Neffen kümmern?

Gast: hmm
11.10.2012 23:06
10 2

stinkt!

An der Sache dürfte nichts so sein wie es im Artikel dargestellt wird.

Ist der Bub aus Serbien mit dem Flieger nach Österreich gekommen? Nein? Dann gehört er nach Ungarn (theoretisch ginge auch Slowenien) überstellt da er dort (oder in Slowenien) zuerst EU Gebiet betreten haben muss.

Die Ungereimtheit "syrischer Staatsbürger" aus Afghanistan "geflüchtet" muss selbst dem blauäugigsten Schwachkopf sauer aufstoßen.

Die Sache stinkt nach Verarsche!

Antworten Gast: grenzgänger
12.10.2012 22:10
1 0

Re: stinkt!

Sorry, aber das stimmt überhaupt nicht.

Die Zuständigkeiten der Dublin-Verordnung richten sich eben nicht nur nach der Einreise - der Regelfall ist sogar, dass einfach das Land, in dem bereits ein Asylantrag gestellt wurde, zuständig ist (Art 13. iVm Art. 16/1/c).

Für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge ist das Land zuständig, das für andere Familienangehörige bereits ein Asylverfahren führt. (dh, wenn der unbegleitete minderjährige in erst später stellt). Wenn das nicht zutrifft, dann ist der Mitgliedsstaat, in dem der minderjährige seinen Asylantrag gestellt hat, zuständig, und nicht das Ersteinreiseland (siehe Art. 6 der Dublin-Verordnung)

Ganz abgesehen davon, dass bei einer Einreise über Serbien höchst zweifelhaft ist, ob Ungarn zuständig sein kann, da vorher in der Regel bereits eine Durchreise durch Griechenland erfolgt ist...
(siehe VfGH U330/12 und AsylGH S7 422.194-2/2012/19E - die Frage ist nun beim EuGH zur Vorabentscheidung anhängig)

Re: stinkt!

und was schliessen Sie daraus - dass man den zwoelfjährigen verhungern lassen muss, oder einsperren? oder zwischen slowenien und ungarn hin und herschieben? ich sehe es als die ehrenhafte poflicht jedes buergers, hier zu helfen. haben sie keine ehre im leib und keinen mumm in den knochen? lieber wuerde ich "gast hm der stinkt" - nach afghanistan abschieben, als diesen armen buben!

Antworten Antworten Gast: hmm
12.10.2012 21:59
2 1

Re: Re: stinkt!

Den Buben in eine dafür geeignete Institution in Ungarn bringen um dem Gesetz genüge zu tun. Man wird ihm dort ebenso helfen wie in Österreich.

Wenn in Wien Rabeneltern aus Vorarlberg ihr Kind aussetzen wird man sogar das nach Vorarlberg bringen ist anzunehmen.

Für die Betreuung des Buben sind nun einmal auf Grund internationaler Vereinbarungen ungarische und keine österreichischen Stellen zuständig.

Die Ungarn sind um nichts schlechtere Menschen als die Österreicher oder nehmen sie das Gegenteil an?

Einen Haftbefehl gegen die Eltern erwirken. Wird bei diesem Sachverhalt vielleicht möglich sein.

Erwischt man die Rabeneltern dann vorerst einmal einsperren!

Sodann zurückschaffen nach Ungarn und die Ungarn sind dafür zuständig die wieder aus der EU hinauszubefördern.

Punkt und aus!

Gast: gustav3
11.10.2012 21:33
19 1

Mit 16.000 Euro hätten sie in Afghanistan fürstlich leben können

Was treibt diese Leute immer wieder zu und ungläubigen?

Wenn sie nach Berlin gereist sind,wird wahrscheihnlich in Neukölln ihre neue Heimat sein,wo sie ja nicht einmal mehr Deutsch lernen brauchen und schon Islamische Gesetze gelten.

Jetzt hab ich aber schon wieder zuviel gedacht,
dass ist bestimmt schon wieder rechtsradikal.

0 0

Re: Mit 16.000 Euro hätten sie in Afghanistan fürstlich leben können

16.000 Euro reichen Ihrer Meinung nach für ein ganzes Leben und das der Kinder dort aus ???

Und wieder einmal

Nicht dass es irgendwelcher Beweise bedürfte, aber das ist ein typisches Beispiel für das Schindluder, das unter dem Titel "Asyl" betrieben wird.

Gast: Lecter
11.10.2012 20:13
16 3

Ankerkinder

Die ganze Sippe ins nächste Flugzeug und ab ins Herkunftsland.

Gast: Heiss M
11.10.2012 18:00
17 3

In Wien ist er gut aufgehoben

Es gibt bereits hunderte "Ankerkinder", die von der Gemeinde Wien bestens betreut werden.

Es ist also kein Problem sein Kind hier "abzugeben".

Gast: wofürgibtsgesetze
11.10.2012 17:11
24 3

das zeigt den charakter dieser "flüchtlinge"

in seiner ganzen bandbreite.bitte in den nächsten zug und wieder nach hause

ganz sachlich und ruhig:

der Bub wurde also bereuts am 20. Sept. am Bahnhof fremdenpolizeilich kontrolliert.
UND?? Was war dann?
Wie kommt es, dass er 20 Tage später noch immer oder schon wieder dort ist?
Woher kommt die Geschichte der afghanischen Flüchtlingsfamilie, wenn ein angeblicher syrischer Onkel (wiue hat man den gefunden?) bestätigt, dass der Bub aus Syrien ist??
Vorschlag an die Qualitätszeitung PRESSE:
derartige Ungereimtheiten recherchieren oder der APA postwendend retournieren!

2 0

Re: ganz sachlich und ruhig:

auch wie man den onkel gefunden hat ist nicht auf ersten blick plausibel. wir werden laufend mit disinformation gefuettert, die 'journalisten' sind vermutlich auch einigermassen ueberlastet und demotiviert.

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