Wien/Win. Die Stadt Wien drosselt die Sanierung von Gemeindebauwohnungen: In Zukunft werden freie Wohnungen der Kategorie B und C nicht mehr automatisch auf die Kategorie A ausgebaut. „Aufgrund der wirtschaftlichen Situation sind solche Wohnungen nämlich sehr gefragt“, sagt Markus Stradner, Sprecher von Wiener Wohnen. Wohnbau-Stadtrat Michael Ludwig (SP) argumentiert, dass der Leerstand durch die Sanierung verkürzt und Wohnraum günstiger bleiben werde. Für eine Aufkategorisierung steht eine Wohnung vier bis sechs Monate leer, ansonsten seien es nur ein bis zwei Monate. Jährlich werden in Wien rund 3000 B- und C-Wohnungen aufkategorisiert. Die Zahl soll nun auf 1500 Wohnungen halbiert werden. Wie viel durch die fehlende Sanierung jährlich einspart werden kann, wollte die Stadt nicht bekannt geben. In den Kategorien unterscheiden sich B- und C-Wohnungen etwa in der Warmwasseraufbereitung, die für eine C-Wohnung nicht notwendig ist. Dafür ist der Mietzins billiger: 60 Quadratmeter kosten in einer B-Wohnung 232 Euro, 154 Euro in einer C-Wohnung.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 12.10.2012)
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