Das Land Tirol setzt zur Beurteilung von Gefahren im alpinen Gelände seit kurzem auf Drohnen. Die unbemannten Flugobjekte mit sechs Rotoren wurden von einer Tiroler Firma entwickelt, hieß es in einer Aussendung am Freitag. Sie sind mit Kameras ausgestattet und sollen zur Situationsbeurteilung in alpinen Gefahrenzonen dienen. Mit über 100 Fällen habe sich heuer die Anzahl von Naturereignissen wie Steinschlag, Felsstürze und Muren im Vergleich zum Jahr 2009 verdoppelt.
Die Drohne wird auf Sichtweite gesteuert, fliegt dann einprogrammierte Punkte an und schwebt während der Aufnahmen darüber, erklärte Katastrophenschutzreferent Anton Steixner (ÖVP). Sie könne dabei auf unterschiedlichen Oberflächen wie selbst auf Baumästen landen.
Ein Drohneneinsatz sei billiger als ein Hubschrauberflug, sagt Steixner. Die Flugroute könne sowohl programmiert als auch manuell gesteuert werden. In Verbindung mit vorhandenen Laserscan-Auswertungen könne unter anderem der Umfang der Geländeveränderung nach Felsstürzen genau ermittelt werden. Laut dem Leiter der Landesgeologie, Gunther Heißel, kann man mit der Drohne direkt in einen Gefahrenbereich einfliegen und ihn sozusagen auf "Tuchfühlung" untersuchen.
(APA)
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