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Überdosis: Patienten knacken Codes für Schmerzpumpen

15.10.2012 | 15:52 |   (DiePresse.com)

Die Codes für die Dosierung der Schmerzmittel im Linzer AKH waren im Internet abrufbar. Zwei Patienten sind nun von Opiaten abhängig.

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Zwei im April 2011 bei Kämpfen in ihrer Heimat schwer verletzte Libyer haben im Linzer Allgemeinen Krankenhaus (AKH) die Codes für Schmerzpumpen geknackt und sich selbst viel zu hohe Dosierungen verabreicht. Sie mussten tagelang in der Intensivstation behandelt und teils künstlich beatmet werden, einer erlitt beinahe einen Atemstillstand. Das Spital bestätigte der APA am Montag einen entsprechenden Bericht des ORF-Radios Oberösterreich. Der Vorfall liegt bereits knapp ein Jahr zurück, seither wurden - auch in anderen Spitälern Österreichs - Konsequenzen daraus gezogen.

Einer der Männer war durch eine Druckwelle von einem Haus geschleudert worden und ist durch den Sturz teilweise querschnittgelähmt. Der andere hatte bei einer Bombenexplosion schwere Beinverletzungen erlitten. Ende 2011 kamen die Libyer zur Behandlung nach Linz. Sie erhielten eine Schmerzpumpe. Dieses Gerät erlaubt es dem Patienten, innerhalb enger Grenzen selbst die Dosis des Medikaments zu beeinflussen. Allerdings fiel bei den beiden nach einiger Zeit ein ungewöhnlich hoher Verbrauch auf.

Codes im Internet recherchiert

Die Männer hatten sich im Internet die Codes für die Pumpen besorgt, mit denen Ärzte normalerweise die Geräte programmieren. Laut Anästhesie-Primar Hans Gombotz wurden die Pumpen sofort nach Auffliegen der Aktion abgehängt und stattdessen Schmerzpflaster verwendet. Die Patienten seien durch die hohen Dosen aber von Opiaten abhängig geworden.

"Ich will niemandem eine böse Absicht unterstellen. Ich glaube, dass das einfach passiert ist", so Gombotz im Radio-Interview. Die Schmerzpumpen seien bei Workshops von den Herstellern vorgestellt worden und die Codes dann für die Teilnehmer abrufbar gewesen. "Dass Patienten soweit gehen, die Codes zu verwenden, hat man vielleicht nicht bedacht."

Das AKH verständigte nach den Vorfällen das Ministerium. Daraufhin wurden auch andere Spitäler über das Problem informiert. Mittlerweile wurden die Geräte - auch in anderen Häusern - großteils ersetzt, bei den noch vorhandenen wurde der Code im Sinne der Patientensicherheit geändert.

(APA)

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8 Kommentare
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Akh

warum werden die auf unsere Steuerkosten behandelt? Privatversichert werden sie wohl kaum sein, oder?

Gast: GastA
15.10.2012 20:28
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Viel Spaß mit ELGA

Keine Hausbesuche mehr
Bei Internet/e-Card Ausfall keine Rezepte oder Behandlungen (außer für kluge Opt-Out Leute)
Dann auch doppelte Kosten für Krankenkassen, denn:
Leute müssen als "Notfälle" untersucht werden, jedoch folgt dann keine Therapie: Rechtliches Problem für Ärzte, die nicht in ELGA nachschauen können.
Komplizierter Opt-Out Vorgang, der Ältere und "Schwächere" benachteiligt.
Soziale Kompetenz des verantwortlichen Ministers???? Patientenanwälte, die sich für alles einsetzen nur nicht für die Patienten???
...
Schreckensvision:
Organspenderelevante Daten für die Mafiadatenbanken.
Der Arbeitssuchende, der seine sensiblen Daten bei der Einstellungsuntersuchung nicht freiwillig gibt, bekommt den Job?

Gast: Quacksalber im Überwachungsstaat
15.10.2012 19:18
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Und bei diesem Übermaß an Cyberspace-Sicherheit sollen wir ELGA unsere sensibelsten Daten bzw. die unserer Patienten ausliefern?


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Patienten

Super, wieder alles von der arbeitenden Bevölkerung bezahlt.

Gast: ZARA
15.10.2012 16:23
9 0

Wer findet den Unterschied?

1: Code knacken
2: Code aus dem Internet abschreiben

Gast: xxxx
15.10.2012 16:19
6 3

Na supi! Kann nicht mal papp sagen aber im Internetz surfen und sich die Codes beschaffen

Nebenbei sicher auf Allka Ida gekuckt und Bombenbasteln vervollständigt.........

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Re: Na supi! Kann nicht mal papp sagen aber im Internetz surfen und sich die Codes beschaffen

die müssen sich ja weiterbilden und wenn wir sie gesundgepflegt haben könnens ja ein paar bomberln schmeißen.

bei den noch vorhandenen wurde der Code im Sinne der Patientensicherheit geändert

Auf 0000 oder 1234 ?