Trotz der milden Temperaturen bereiten sich die zotteligen Bewohner des Bärenwaldes in Arbesbach im Waldviertel langsam auf den Winterschlaf vor. Tom, Jerry & Co fallen schon jetzt manchmal die Augen zu, als Kopfpolster wird schon einmal Baumstamm genützt. Sobald die Temperaturen regelmäßig unter null Grad fallen bzw. Schnee die Futtersuche erschwert, werden sich die sieben Bären über mehrere Monate ausgiebig ausruhen.
Wenn ein richtig strenger Winter übers Land zieht, dann bleiben die imposanten Tiere auch durchgehend in ihren Höhlen. Die Bären benötigen dann auch während der ganzen Zeit weder Nahrung noch Flüssigkeit, und sie produzieren keine Ausscheidungen. Trotzdem werden sie kaum an Gewicht verlieren, müssen allerdings im Frühling wieder schön langsam Gelenke und Muskeln stärken.
Pilotprojekt für traumatisierte Bären
Die Bärenwaldbewohner lebten viele Jahre in Käfigen, auf Betonböden, in Zirkusmanegen und Lkw-Anhängern. Die Tierschutzorganisation "Vier Pfoten" gründete daher 1998 in Arbesbach ein Pilotprojekt. Wieder zu erlernen, was es heißt, ein Bär zu sein, soll den Tieren hier geboten werden. Ein Rundweg ermöglicht es den Besuchern, am Bärengehege entlang zu spazieren, in der modernen Ausstellung warten spielerische Wissensstationen. Der Bärenwald Arbesbach ist noch bis Allerheiligen für Besucher geöffnet.
(APA)
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