Zwei Täter haben Dienstag früh bei einem bewaffneten Banküberfall in Asten in Oberösterreich neun Personen gefesselt. Dann flüchteten sie mit der Beute in einem weißen Pkw zu einem wenige Kilometer entfernten Rastplatz an der Westautobahn (A1) in St. Valentin in Niederösterreich und wechselten das Fahrzeug. Bisher fehlt von dem Duo jede Spur. Bei dem Coup dürften sie etwa 100.000 Euro erbeutet haben. Die Polizei-Pressestelle Oberösterreich nannte zwar keine konkrete Zahl, eine entsprechende Meldung der Tageszeitung "Heute" (Mittwoch-Ausgabe) wurde aber als realistisch bewertet.
Gegen 7.30 Uhr brachen die Männer ein Fenster auf und gelangten so in die Filiale. Dort bedrohten sie acht Bankangestellte und eine Reinigungskraft mit einer Maschinenpistole und einer Faustfeuerwaffe. Die Täter fesselten sie mit Kabelbindern und sperrten sie in den Tresorraum. Anschließend packten sie Bargeld in Sporttaschen und machten sich aus dem Staub. An der A1 stiegen sie in einen anderen Wagen und setzten ihre Flucht fort.
Auto ist einzige verfolgbare Spur
Die Einvernahme der Opfer hat bisher keine neuen Erkenntnisse gebracht. Auch die Bilder der Überwachungskamera lieferten keine Hinweise, dass die Täter bereits vorher in Erscheinung getreten sein könnten. Die Hoffnungen der Polizei ruhen in erster Linie auf dem Fluchtfahrzeug. Es war Donnerstagabend vergangener Woche in Steyr aus einem Autohaus gestohlen worden. Seither dürfte es sich im Besitz der Täter befunden haben. Die verwendeten Kennzeichen waren einen Tag vor dem Überfall von einem Fahrzeug am Bahnhof St. Valentin (Bezirk Amstetten) in Niederösterreich gestohlen worden.
Die Polizei setzt ihre Hoffnungen in Zeugen, die möglicherweise den Fahrzeugwechsel beobachtet haben. Hinweise nimmt das Landeskriminalamt Oberösterreich unter Tel. 059133/403333 entgegen. Die Täter wurden als etwa 1,70 bis 1,75 Meter groß und schlank beschrieben. Sie trugen schwarze Kleidung.
(APA)
Der American Dream platzt an der Grenze
Liu Bolin Der ''unsichtbare Künstler''
WienDie Votivkirche, eine ewige Baustelle
SpeiseplanErobern Würmer die Teller Europas?