Der Winter steht vor der Tür: Am kommenden Wochenende sinkt das Thermometer auf nur mehr knapp über null Grad. Ursache des Umschwungs ist polare Kaltluft in Verbindung mit einem Tief über dem Mittelmeer, berichtet die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG).
Metereologe Gerhard Hohenwarter am Mittwoch: "Am Wochenende strömt polare Kaltluft nach Österreich. Damit erwarten uns am Samstag und am Sonntag nur noch Höchsttemperaturen knapp über Null Grad. In den Nächten wird es sogar in vielen Regionen frostig."
Fünf bis zehn Zentimeter Neuschnee
Schwierig vorherzusagen ist momentan, wo und wie viel es schneien kann. "Momentan sieht es an der gesamten Nordseite der Alpen am Samstag nach fünf bis zehn Zentimeter Neuschnee aus, also im Gebiet vom Bregenzerwald über das Salzkammergut bis zum Ennstal und zum Mürztal.
Im Flachland Nord- und Ost-Österreichs sind am Samstag zwar Schneeflocken möglich, es reicht aber bestenfalls für kurze Zeit für eine dünne Schneedecke.
Sehr schwierig ist die Situation in Osttirol und Kärnten: Hier dürfte die kalte Luft erst am Samstag am Abend und in der Nacht auf Sonntag einsickern. Dann sind aber selbst in den Tälern Südösterreichs fünf bis 15 Zentimeter Neuschnee möglich. Das könnte stellenweise zu Problemen auf den Straßen und bei Stromleitungen führen, da die Bäume noch voll mit Laub sind und durch die Last des feuchten, schweren Schnees umstürzen können", sagte Hohenwarter.
Schnee Ende Oktober selten
Dass es Ende Oktober bis in tiefe Lagen schneit, ist laut ZAMG selten, kommt aber selbst in den Landeshauptstädten alle paar Jahre vor. Besonders markant war der Wintereinbruch von 23. auf 24. Oktober 2003. Er brachte in Wien rund zehn Zentimeter Neuschnee, in den Alpentälern sogar bis zu 40 Zentimeter.
Ausblick trockener
Am Montag wird es im Westen besser, es ist zwar wechselnd bewölkt, meist bleibt es aber trocken. Im Süden und im östlichen Alpenbereich fällt dagegen noch häufig Schnee oder Schneeregen bis in die Täler und Niederungen, im Osten und Norden nur gelegentlich. Die Schneefallgrenze pendelt dabei zwischen 200 und 500 Meter. Der Wind weht schwach bis mäßig aus West bis Nordost, am Alpenostrand mitunter lebhaft. Frühtemperaturen minus acht bis plus ein Grad, in schneebedeckten, wolkenarmen Alpentälern kann es auch kälter sein. Tageshöchsttemperaturen minus ein bis sieben Grad.
Danach gibt es wieder längere sonnige Phasen. Am Dienstag ist der Himmel wechselnd bewölkt, gebietsweise scheint die Sonne aber länger. Es bleibt aus heutiger Sicht überall trocken. Bei schwachem bis mäßigem Wind aus unterschiedlichen Richtungen steigt die Temperatur von anfangs minus 13 bis minus ein Grad im Tagesverlauf auf Werte zwischen ein und acht Grad.
(APA)
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