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Novartis stoppt Auslieferung der Grippe-Impfstoffe

25.10.2012 | 10:16 |   (DiePresse.com)

Novartis liefert in Österreich Optaflu und Fluad derzeit nicht aus. In Italien sind weiße Partikel im Impfstoff festgestellt worden.

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Der Schweizer Pharmakonzern Novartis hat einen Auslieferungsstopp über seine Grippe-Impfstoffe in Österreich verhängt. Grund ist ein Verdacht des italienischen Gesundheitsministeriums, dass die Mittel möglicherweise schädliche Nebenwirkungen auslösen könnten. In den Spritzen wurden weiße Partikel festgestellt. Die italienischen Behörden stoppten den Verkauf am Mittwoch. Ähnlich reagierte die Schweizer Behörde Swissmedic.

Um die Vorwürfe zu prüfen, stellte Novartis die Auslieferung der Impfstoffe Optaflu und Fluad auch in Österreich ein - eine reine Vorsichtsmaßnahme, wie das Unternehmen betont. Laut dem Chef der österreichischen Arnzeimittelagentur AGES PharmMed, Marcus Müllner, ist auch der Impfstoff Sandovac betroffen.

Das Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG) empfiehlt, auf Alternativpräparate auszuweichen. "Dies ist eine reine Vorsichtsmaßnahme, Hinweise auf eine Gefährdung für Patienten liegen derzeit nicht vor. Das BASG hat die Evaluierung der vorliegenden Daten bereits eingeleitet, der Prozess wird jedoch einige Zeit in Anspruch nehmen."

In Deutschland beriet am Donnerstag das Paul-Ehrlich-Institut. Laut Meldungen der Nachrichtenagenturen sind in Italien knapp 490.000 Impfdosen betroffen, in der Schweiz 160.000.

Auf einen Blick
Folgende Impfstoffe der Firma Novartis werden derzeit geprüft und sollten nicht verabreicht werden:
Fluad, Optaflu, Sandovac

Für die Zeit bis zur Klärung stehen laut BASG in Österreich folgende Alternativpräparate zur Verfügung:
Vaxigrip, Fluarix, Influvac

Teilweise noch nicht ausgeliefert

Müllner erklärt "In Österreich waren Optaflu und Fluad noch nicht ausgeliefert (an Großhandel und Apotheken, Anm.)." Allerdings seien rund 45.000 Dosen Sandovac bereits irgendwo in der Lieferkette (Großhandel, Apotheken). Donnerstag wurde daran gearbeitet, festzustellen, wo sich die Impfstoffe befinden. Von einer Verwendung werde einstweilen abgeraten.

Novartis in Wien betont,, dass sich während des Herstellungsprozesses von Vakzinen solche "small particles" bilden könnten. Sie würden kein Sicherheits- oder Wirksamkeitsproblem darstellen. Allerdings könnte die Frage auftauchen, ob bei der Anwendung betroffener Vakzine die Impflinge dann noch genügend Antigen verabreicht bekommen, die eine schützende Immunreaktion in verursachen. Die Sprecherin von Novartis weiter: "Wir haben in klinischen Studien und im Zuge der bisherigen Anwendung keine unerwarteten Nebenwirkungen registriert."

Gesundheitsministerium prüft

Von Seiten des österreichischen Gesundheitsministeriums sind vorläufig keine ähnlichen Schritte wie in Italien geplant. Auf das von Novartis vorgelegte Gutachten werde man sich aber nicht verlassen, erklärt Sigrid Rosenberger, Pressesprecherin von Gesundheitsminister Alois Stöger (SPÖ), Donnerstagfrüh gegenüber DiePresse.com: "Wir prüfen derzeit, was hinter den Vorwürfen steht." Selbst wenn es gegenüber des Novartis-Impfstoffs Bedenken geben würde, wäre das aber kein Problem für die Impf-Saison. Es gebe genügend Grippeimpfstoffe auf dem Markt. "Außerdem ist die Durchimpfung jetzt nocht nicht aktuell, die meisten Menschen gehen erst im Dezember impfen." Im Laufe des Donnerstags erhofft das Ministerium Ergebnisse der eigenen Untersuchungen.

Laut Novartis seien in diesem Jahr alle für Österreich bestimmten Influenza-Vakzine etwas später verfügbar gewesen. Dies hätte an der Zusammensetzung der Impfstoffe gelegen. Eine Wiener Allgemeinmedizinerin hatte sich schon in den vergangenen Wochen gewundert: "Ich habe noch im September Fluad- und Optaflu bei einem Wiener Apotheker bestellt und bisher keine Impfstoffe bekommen." Informationen über Lieferschwierigkeiten gab es - bis Mittwochabend aus dem Ausland - auch keine. Vergangene Woche hatte es am Rande einer Veranstaltung, an der hunderte im Gesundheitswesen Beschäftigte teilgenommen hatten, sinngemäß von einem Firmenvertreter geheißen: "Jetzt haben wir endlich den Impfstoff."

Das bisherige Glück an der Geschichte: Bisher gibt es noch keine saisonale Influenza in Österreich. Für die Impfungen steht noch genügend Zeit zur Verfügung. Werden allerdings bei den Untersuchungen doch Bedenken laut, fallen die Novartis-Produkte aus. Influenza-Impfstoffe werden jedes Jahr nur über eine gewisse Produktionsperiode hinweg hergestellt. Nachlieferungen im großen Stil sind faktisch zeitgerecht nicht möglich.

(APA/Red.)

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14 Kommentare
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ist teilweise ein großes Problem...

...da die angegebenen Impfstoffe hauptsächlich für ältere Menschen im Hinblick auf Verträglichkeit und Wirksamkeit angewandt werden....der Alternativimpfstoff Intanza - ebenfalls für Ältere sehr gut geeignet - ist dagegen im Großhandel schon ausverkauft. Pflegeheime und Geriatriezentren können wirklich Versorgungsprobleme erwarten, sollte der Impfstoff jetzt wirklich fehlerhaft sein

Gast: UKW
26.10.2012 06:11
1 0

Da steigt mir gleich das Geimpfte auf, wenn ich das lese


Gast: Kibietz
25.10.2012 21:11
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Geh bitte, he! Wer läßt sich 2012, also da wor der Maja-Kalender ausgeht, noch gegen was impfen?

Die Maja und auch die Hoppy-Indianer haben für 2012 den Weltuntergang errechnet und die hatten schon was drauf!
Ich glaube da eher an eine Verschwörung. Mit dieser Meldung will man die Red Bull und der Hüpfrunter-Baumi Medien für sich interessieren und abcashen.

Re: Geh bitte, he! Wer läßt sich 2012, also da wor der Maja-Kalender ausgeht, noch gegen was impfen?

Die Biene Maja hat überhaupt nix errechnet und die Indianer heißen Hopi.


Re: Ein Zusammenhang?

Haha, Sie Verschwörungstheoretiker Sie. Zum Glück gibts nur ganz wenige von Ihrem Schlag. Dafür sorgen Sie immer wieder für Erheiterung. Danke! :-)

Ein Stop nicht wirklich notwendig!

Denn all jene die sich gegen eine Grippe impfen lassen, sind so oder so schon geschädigt. Da kann ein unreiner Impfstoff auch nicht mehr viel vermurxen.

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Re: Ein Stop nicht wirklich notwendig!

und wann wurden Sie geimpft ??? :-))

Re: Ein Stop nicht wirklich notwendig!

Sind Sie ein Fan von Infektionskrankheiten?

Re: Re: Ein Stop nicht wirklich notwendig!

Provisionsempfänger?

Impfen hilft bei akutem Geldmangel, todsicher!

Gast: Papa Schlumpf
25.10.2012 15:53
1 0

Konte bitte wieder die Rauch-Kallat eingreifen und eine Milliarde Schutzmasken kaufen?????????

Und Tamiflu und so Zeugs. Alles lebenswichtig.
Und schöne Grüße an den gatten!
Provision inklusive!

Gast: sodale
25.10.2012 12:53
2 1

geschäft weg

mist, da wird's wohl nix mit dem geplanten saisongeschäft

Gast: Blankensteiner Husar
25.10.2012 11:48
0 2

da ist es sicherr ich mische mir so ein Anti-gegen-alles-Zeugs mit dem Chemiebaukasten von Conrad!

Da weiß ich wenigsten was ich reinkippe!
Und wenn was Weisses drinnen herumtümpelt - passts alle auf - müsst Ihrs wegschütten!
(Wie im Kaffee, wenn die Milch bröckelt!)

Gast: xxxx
25.10.2012 10:50
4 1

Das merkt dann auch die Gesundheitsbehörde: wenn drinnen die Fischerl und die Käferl schwimmen!

So schaut eben Überwachung aus.
So sicher ist das Zeugs.

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