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Rotkreuz-Affäre: "Es war ein Diktat von Platter"

25.10.2012 | 18:59 |   (DiePresse.com)

Ein ehemaliger Rotkreuz-Bezirksstellenleiter belastet in der Affäre um die Neuvergabe des Rettungsdiensts in Tirol Landeshauptmann Platter und Landesrat Tilg: "Da wurden Zahlen geschönt."

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In der Causa rund um das "Tiroler Rettungswesen" erhebt nun ein ehemaliger Rot-Kreuz-Bezirksstellenleiter schwere Vorwürfe. "Es war eigentlich keine Ausschreibung, es war ein Diktat, ein Diktat von Landeshauptmann Günther Platter und Landesrat Bernhard Tilg (beide ÖVP)", erklärte Heinrich Waldner in der aktuellen Ausgabe des Nachrichtenmagazins "Echo".

Waldner sprach des Weiteren von "unseriösen Nebenabsprachen und Machtpolitik". Jedem im Land und im Landesverband sei seiner Aussage nach bewusst gewesen, dass die angebotene Summe zur Aufrechterhaltung der gewohnten Versorgungsqualität "hinten und vorne" nicht reichen würde. "Da wurden Zahlen geschönt, um irgendwie auf das vom Land gewünschte Ergebnis zu kommen", erklärte Waldner, der mit den Verantwortlichen für das seit 1. Juli 2011 neu organisierte bodengebundene Rettungswesen Gespräche geführt hatte.

"Damit Platter das Gesicht nicht verliert"

Seiner Meinung nach sei dies so passiert, "damit Platter und Tilg das Gesicht nicht verlieren". Wäre die Tiroler Bietergemeinschaft - das Bieterkonsortium setzt sich aus Rotem Kreuz, Arbeiter-Samariterbund, Johanniter-Unfall-Hilfe, Malteser Hospitaldienst und Österreichischem Rettungsdienst zusammen - dem dänischen Anbieter unterlegen, wäre dies ein drohendes Desaster gewesen. Zudem sei es zu "unseriösen" Nebenabsprachen zwischen der Tiroler Bietergemeinschaft und dem Land Tirol gekommen sein. Die Rot-Kreuz-Bezirksstelle Schwaz habe das Letztangebot der Bietergemeinschaft damals nicht unterzeichnet, sagte dessen ehemaliger Leiter.

Ende Juli 2012 hatte das Land die Leistungsadaption abgesegnet, die Rettungsgesellschaft bekommt deshalb rückwirkend rund 6,4 Millionen Euro. Ab dem kommenden Jahr wird der Basisauftrag für die Rettung um 4,8 Millionen aufgestockt. Dies dürfte dem unterlegenen dänischen Mitbewerber Falck offenbar sauer aufgestoßen sein. Schon unmittelbar nach der Vergabe im Jahr 2010 hatten die Dänen angezweifelt, ob das bodengebundene Rettungswesen in Tirol von ursprünglich budgetierten rund 30 Millionen Euro durchführbar sei. Der Rettungskonzern schaltete den Unabhängigen Verwaltungssenat (UVS) ein - "Die Presse" berichtete. Dieser soll nun die Auftragserweiterung des Landes wegen der anfallenden Mehrkosten prüfen.

Landeshauptmann Platter und Landesrat Tilg waren für Stellungnahmen vorerst nicht zu erreichen.

(APA)

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44 Kommentare
 
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auch abzocker

nicht die freiwilligenhelfer und mitarbieter, aber der professionelle tross, der sich dumm und dämlich verdient, und sonderrechte (auch privilegien genannt) nützt, wie z b. privater autoeinkauf zu ungeahnten bedingungen u s w.
zahle freiwillig keinen cent mehr für diesen verein.
ist außerdem auch abstellgleis für entsorgte politiker.

Gast: Die vergrabene Steuer-CD
26.10.2012 16:32
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Sollte der Platter sein Gesicht verlieren

hat er nicht viel verloren.

warum ist der däne billiger ??

der däne und in wien und niederösterreich das grüne kreuz, sind u.a. aus folgendem grunde billiger und agieren weit wirtschaftlicher als es das rote kreuz kann: sehen sie sich die anzahl der nur mehr als aufputz dienenden goldfasane samt ihren diestfahrzeugen beim rk an, welche eine wichtige sitzung mit warme luftproduktion nach der anderen abhalten. ehrenamtlich tätige mit guten ideen werden teilweise von mit sendungsbewußtsein ausgestatteten selbstdarstellenden ortsstellenleitern, und dann von bezirksstellensekretären, welche nur mehr aufs dienstende mit fürstlicher bezahlung warten, drangsaliert. und nicht vergessen die einsatzlenkung seitens der leitstelle für die diversen nah,naw, ktw, bktw und rtw, welche teilweise im kreise geschickt werden nur um mengen an treibstoff zu verblasen. grundsätzliche änderungen in der organisation der landesverbände über die bezirksstellen bis zu den einzelnen ortsstellen werden seit jahren unter der decke hin und her geschoben, aus lauter angst es könnte einen der überzahlreichen goldfasane und komandanten treffen. und die ehrenamtlichen werden teiweise dumm im regen stehen gelassen.

Ich will keine profitorientierte Rettung !

Daher: WIDERSTAND gegen derartige EU- Bevormunderei !

Antworten Gast: was willst du uns sagen?
01.11.2012 13:56
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Re: Ich will keine profitorientierte Rettung !

alles klar in so einem belanglosen bereich wie dem rettungsdienst sollen also deiner ansicht nach keine profis eingesetzt werden sondern belassen wir es doch bei amateuren die dann schwerstverletzte patienten präklinisch versorgen sollen und profi "spielen"! hörd sich echt nach einer guten lösung an und den österreichischen weg von besser billiger und keine qualität wird schon keiner merken und wir wurschtln uns halt so durch behalten wir auch bei, respekt!

Gast: total crash
26.10.2012 13:48
3 0

Es ist gut das sich immer mehr Insider zu Wort melden,

so kommt man den Polit- Belzebuben auf die Schliche.

Nur ned nachlassen,hat gut begonnen (Kärnten) jetzt weiter so,alle die etwas Wissen,raus damit,vielleicht kriegen wir so wieder einen geordneten Staat zusammen.

Schön wärs,wenn diese Polit-Narzissen in die Wüste geschickt werden (können).

Ned Aufgebn,bitte,immer her damit,was immer es auch ist.

Nicht vergessen es gibt seit neuesten das Internet-Medium-Dossier,sind echt investigative Jung-Journalisten (Damen und Herren,)die unbestechlich sind und den Großkopfat`n aufs Dachl steigen,weil sie auch keine Presseförderung bekommen,gut bezahlte (unnütze) Inseratenkampagnen ablehnen,keine Spenden von politischen Parteien &nahen Institutionen annehmen uäm!!!!

Also es kennt nu was werden:)


Gast: PÖHSE
26.10.2012 13:04
4 0

Spinderls Mann zum Zusperren



der ÖVP.

Feigmanns Gegenstück ? Dort a Inseratl, da a bisserl Schiebung, is eh nua des Geld von die deppaten Österreicher !

Lieber eine Ratte an der Leine als Haustier, als SOLCHE Politiker !

Gast: EnteQuak
26.10.2012 12:25
1 0

sehr bedauerlich

Wäre alles ehrlich zugegangen, hätten jetzt dänische Aktionäre und Investoren gut daran verdient.

So aber bleibt das Geld in Österreich. Was für ein Pech.

Gast: Blankensteiner Husar
26.10.2012 12:04
0 1

Wie kann es sein, dass ein freiwilliger gemeinnütziger Verein, der ja alles aus Spenden bekommt und freiwillig und gemeinnützig mit den VW-Bussen durch die Gegend düst, ein Angebot machen kann??????

Geht das so:
Ich fahre gratis und brauch' für die 100 Mio von der Krankenkassa keine Steuern zahlen?
Fahren die mit ihren Bussen mit Blaulicht die Euros spazieren?

Ginta, nimm dein Huat und geh...


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Weider ein Schritt nach vorn .... in der Liste der korruptesten Staaten weltweit!


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Re: Weider ein Schritt nach vorn .... in der Liste der korruptesten Staaten weltweit!

wie recht sie haben!
övp und fpö ziehen uns immer weiter in den korruptionssumpf!!

Re: Re: Weider ein Schritt nach vorn .... in der Liste der korruptesten Staaten weltweit!

Hält man eine "rote" Brille vor eine Lichtquelle, so erscheint diese rot, da die Glasplatte grün und blau herausfiltert.

Nur mit durchsichtigem (farblosen) Glas sieht man alle Farben des Grauens

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Infrastruktur hat aus dem Land zu kommen.

Das macht Platter aber keinen Deut besser.

Skandal

Endlich mal ein "Skandal" der Sinn macht - bitte was machen Dänen bei uns ?

Re: Skandal

"bitte was machen Dänen bei uns ? "

vermutlich würden sie nicht bei jedem einsatz die hand aufhalten, um damit jenes geld zu 'verdienen', das sie anschließend platter & co zukommen lassen.

Gut??? Ist das der nächste Skandal der vorm U-Ausschuss landet ....

.... und niemals Aufgeklärt wird weil keiner vorm Ausschuss erscheint?

Bravo Plattner!

Was machen die Dänen hier bei uns?

Re: Bravo Plattner!

Was macht die VOEST in Deutschland?

Re: Bravo Plattner!

Was macht die OMV, Andritz und der Verbund in der Türkei?

Re: Bravo Plattner!

Was machen unsere Großbauern und die Raika in Ungarn?

Re: Bravo Plattner!

mir sind EU und ab einem gewissen volumen müssen aufträge EU-weit ausgeschrieben werden.

da kann man nicht freihändig vergeben.


Die Presse

mausert sich,

bald Kooperation mit dem Kleinformat?

Haben die Dänen

nichts zu tun in Dänemark?

Wir spenden uns zu Tode an heimische Rettungsdienste, und dann sollen ausländische Dienst unsere Steuern abkassieren?

Seid ihr noch bei Trost?

ÖRK rettet in Dänemark,
DänRK rettet in Ö,
Deutsches rettet in Frankreich,
Französ RK rettet in Schweden,

Sind alle verrückt geworden?

Re: Haben die Dänen

naja, aus dem artikel kann man auch herauslesen, dass das rettungswesen ein geschäftsmodell ist.

und wenn man weiss, wie die rettungsvergabe in österreich lauft, ist es einfach ein beinhartes business.

ist so.

Re: Haben die Dänen

am besten grenzen dicht, mauer drumherum und schwupsdiwups wirst da deinen aktuell gefühlten wohlstand als ziemlichen notstand erleben :)

absurd ist für mich, dass dad regionale bieterkonsortium kein besseres angebot OHNE politischen druck und schmiererei zustandebekommt. die dänen müssen zB die kosten für drn aufbau von strukturen hier doch in ihr anbot miteinrechnen - die daigen haben dir schon.

aber gut, wenn alle glauben, wir sind die insel der seeligen, arbeiten nur für gscheides geld (wo man viel hin und herschieben ud sich bereichern lann) und folgen keinen sachlichen argumenten - nadann grenzen dchtmachen...

 
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