25.05.2013 20:13 Merkliste 0

Rotkreuz-Affäre: "Es war ein Diktat von Platter"

25.10.2012 | 18:59 |   (DiePresse.com)

Ein ehemaliger Rotkreuz-Bezirksstellenleiter belastet in der Affäre um die Neuvergabe des Rettungsdiensts in Tirol Landeshauptmann Platter und Landesrat Tilg: "Da wurden Zahlen geschönt."

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

In der Causa rund um das "Tiroler Rettungswesen" erhebt nun ein ehemaliger Rot-Kreuz-Bezirksstellenleiter schwere Vorwürfe. "Es war eigentlich keine Ausschreibung, es war ein Diktat, ein Diktat von Landeshauptmann Günther Platter und Landesrat Bernhard Tilg (beide ÖVP)", erklärte Heinrich Waldner in der aktuellen Ausgabe des Nachrichtenmagazins "Echo".

Waldner sprach des Weiteren von "unseriösen Nebenabsprachen und Machtpolitik". Jedem im Land und im Landesverband sei seiner Aussage nach bewusst gewesen, dass die angebotene Summe zur Aufrechterhaltung der gewohnten Versorgungsqualität "hinten und vorne" nicht reichen würde. "Da wurden Zahlen geschönt, um irgendwie auf das vom Land gewünschte Ergebnis zu kommen", erklärte Waldner, der mit den Verantwortlichen für das seit 1. Juli 2011 neu organisierte bodengebundene Rettungswesen Gespräche geführt hatte.

"Damit Platter das Gesicht nicht verliert"

Seiner Meinung nach sei dies so passiert, "damit Platter und Tilg das Gesicht nicht verlieren". Wäre die Tiroler Bietergemeinschaft - das Bieterkonsortium setzt sich aus Rotem Kreuz, Arbeiter-Samariterbund, Johanniter-Unfall-Hilfe, Malteser Hospitaldienst und Österreichischem Rettungsdienst zusammen - dem dänischen Anbieter unterlegen, wäre dies ein drohendes Desaster gewesen. Zudem sei es zu "unseriösen" Nebenabsprachen zwischen der Tiroler Bietergemeinschaft und dem Land Tirol gekommen sein. Die Rot-Kreuz-Bezirksstelle Schwaz habe das Letztangebot der Bietergemeinschaft damals nicht unterzeichnet, sagte dessen ehemaliger Leiter.

Ende Juli 2012 hatte das Land die Leistungsadaption abgesegnet, die Rettungsgesellschaft bekommt deshalb rückwirkend rund 6,4 Millionen Euro. Ab dem kommenden Jahr wird der Basisauftrag für die Rettung um 4,8 Millionen aufgestockt. Dies dürfte dem unterlegenen dänischen Mitbewerber Falck offenbar sauer aufgestoßen sein. Schon unmittelbar nach der Vergabe im Jahr 2010 hatten die Dänen angezweifelt, ob das bodengebundene Rettungswesen in Tirol von ursprünglich budgetierten rund 30 Millionen Euro durchführbar sei. Der Rettungskonzern schaltete den Unabhängigen Verwaltungssenat (UVS) ein - "Die Presse" berichtete. Dieser soll nun die Auftragserweiterung des Landes wegen der anfallenden Mehrkosten prüfen.

Landeshauptmann Platter und Landesrat Tilg waren für Stellungnahmen vorerst nicht zu erreichen.

(APA)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

44 Kommentare
 
1 2

Re: Haben die Dänen

am besten grenzen dicht, mauer drumherum und schwupsdiwups wirst da deinen aktuell gefühlten wohlstand als ziemlichen notstand erleben :)

absurd ist für mich, dass dad regionale bieterkonsortium kein besseres angebot OHNE politischen druck und schmiererei zustandebekommt. die dänen müssen zB die kosten für drn aufbau von strukturen hier doch in ihr anbot miteinrechnen - die daigen haben dir schon.

aber gut, wenn alle glauben, wir sind die insel der seeligen, arbeiten nur für gscheides geld (wo man viel hin und herschieben ud sich bereichern lann) und folgen keinen sachlichen argumenten - nadann grenzen dchtmachen...

Gast: Peter Wallraff
25.10.2012 22:04
1 3

am besten wäre.....ÖSTERREICH HEUTE ZUSPERREN.......

...die nächste Tage so tun als wäre niemand im Lande(niemand zuhause) und am Montag hängen wir NEUERÖFFNUNGSSCHILDER an den Grenzen auf......und im Neueröffnungszustand sämtliche Politgangster ihrer gerechten, schon längst fälligen Strafe zuführen!
be.es: es hat sich auf der WElt noch NIE etwas geändert, wenn in einem NEUEN SAUSTALL die alten Säue drinnen sitzen........beendet endlich diesen Politzustand, diese Politiker müssen sich doch finanziell schon so gesund gestossen haben, dass sogar noch ihre Kindeskinderkinderkinderkinderkinderkinderkinderkinder davon leben können....sogar Säue wissen wenn sie genug haben!
mfg
P.W.

Gast: Argesauge
25.10.2012 22:00
4 2

wann wird es endlich ausgesprachen

In Österreich gerecht eine politmafia.

Freunderlschaft.

Re: wann wird es endlich ausgesprachen

Blind?

platter platt machen

und heiter geht es weiter in der alt parteien politikergesellschaft! ist doch echt erstaunlich dass es immer noch schwarz und rotwaehler gibt!!! welcher teufel reiter die .......

Re: platter platt machen

pöse alt parteien!

wo doch allgemein bekannt ist, dass die neuparteien fpö und bzö und stronach überhaupt nichts mit korruption zu tun haben.
nie, niemals!

welcher teufel reitet leute wie sie, die durch ihre parteipolitische verblendung hauptverantwortlich für die ö-zustände sind?

Re: platter platt machen

reitet die ..... ;-)

Platt wie Platter



der ist aber auch stets in den negativ nachrichten!

im Westen sind halt die gleichen Säu am Futtertrog...

... wie im Osten, Norden und vor allem Süden Österreichs.

Alles Gauner.

Re: im Westen sind halt die gleichen Säu am Futtertrog...

Willkommen!

Gast: Hellmesberger (kein Lehrer)
25.10.2012 20:42
8 2

Nach Frau Minister Schmied der nächste große

Bildungspolitiker und Gesamtschulvisionär, der seine Vorstellungen demnächst vielleicht dem Kadi erläutern darf.

recht platte schiebung;echt grass!


Re: recht platte schiebung;echt grass!

Keine Ahnung, aber schwätzen.

Gast: hubsi 1
25.10.2012 20:09
6 1

Wr die ÖVP,

sind die Partei mit Wirtschaftskompetenz.

Aha so läuft die Wirtschaft.

10 0

Man fragt sich wirklich, warum in Österreich überhaupt noch Aufträge ausgeschrieben werden.

Tatsächlich wird ja dann doch alles - vermutlich wirklich alles- letztlich über Schiebereien vergeben.

Antworten Gast: Argesauge
26.10.2012 11:42
0 0

Re: Man fragt sich wirklich, warum in Österreich überhaupt noch Aufträge ausgeschrieben werden.

man bekommt gute Ideen für wenig Geld.

Gast: Klaus
25.10.2012 19:51
1 0

Echo

wohl nicht www.echo.at sondern www.echoonline.at

meinjanur ...

Gast: Tiroler (Sb)
25.10.2012 19:12
12 1

Platter ist eben ein A....


Er ist so die typische ÖVP-Politkreatur!

Gast: PÖHSE
25.10.2012 19:05
14 0

Was wird wohl Conchita Spindellecker dazu



sagen ?

Da tut der Platter Böses tun, und so knapp vor der Wahl laßt der sich darwischen !

 
1 2