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Sex-Täter als Kids-Animateur: Thermenhotel bedauert Vorfall

27.10.2012 | 14:33 |   (DiePresse.com)

Die oststeirische Hotelleitung will in Zukunft Möglichkeiten zur Vermeidung derartiger Vorfälle nutzen. Der Mann, der in Deutschland wegen Kindesmissbrauchs verurteilt wurde, arbeitet Wochenlang in der Therme.

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Die Geschäftsleitung jenes oststeirischen Thermenhotels, in dem ein gesuchter Kinderschänder aus Deutschland acht Wochen lang gearbeitet hatte, hat am Samstag per Aussendung ihr Bedauern über den Vorfall ausgedrückt. Sie seien besonders betroffen, weil sie "zu keinem Zeitpunkt von seiner Verurteilung in Deutschland gewusst" hätten. In Zukunft wolle man alle verfügbaren Möglichkeiten nutzen, damit so etwas nicht mehr vorkomme.

Dokumente schienen in Ordnung

Die H2O-Therme, die sich speziell auf Familien und Kinder spezialisiert hat, wurde 2005 in Sebersdorf in Nachbarschaft zu weiteren Thermen in Bad Waltersdorf eröffnet. Der Geschäftsführung seien bei den vom 48-jährigen Deutschen vorgelegten Berufsunterlagen und der österreichischen Sozialversicherungskarte keine Zweifel an der Redlichkeit des Mannes gekommen. Er brachte seinen Unterlagen zufolge umfangreiche fachliche Ausbildung mit und habe auch im persönlichen Auftreten kompetent gewirkt. In seiner Zeit als Animateur war er Teil eines mehrköpfigen Teams und während seiner achtwochigen Tätigkeit im Hotel seien der Leitung nur positive Rückmeldungen von Gästen entgegengebracht worden.

Mit Wohnwagen geflüchtet

Der gebürtige Hamburger war im April in Deutschland wegen schweren sexuellen Missbrauchs zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Doch noch vor Haftantritt setzte sich der 48-Jährige ins Ausland ab, fuhr mehrere Monate mit seinem Auto und Wohnwagenanhänger durch Europa und ließ sich schließlich auf einem Campingplatz in Bad Waltersdorf nieder. Im Hotel gab er als Kinder-Animateur zwar seinen richtigen Namen an, aber er machte sich um zehn Jahre jünger. Das Bundeskriminalamt forschte den Deutschen in Zusammenarbeit mit den Behörden in Kiel aus und nahm ihn am Donnerstag an seinem Arbeitsplatz fest. Der Hamburger zeigte sich bei der Verhaftung überrascht, leistete aber keinen Widerstand und wartet nun in der Justizanstalt Graz-Jakomini auf seine Auslieferung nach Deutschland.

(APA)

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4 Kommentare

KRIMINELL

Eigentlich wirft das auch ein bezeichnendes Bild auf den Zustand unserer Tourismuswirtschaft - qualitätsorientiertes Handeln ist nicht mehr - ausgebildetes Personal ist nicht mehr - siehe z.B. wer sich alles SPA nennt - da ist es mir ehrlich gesagt egal - aber wenn man bei den Kindern zu sparen beginnt, wird die Sache kriminell.

Er bekam

wegen "schweren sexuellen Missbrauch" gegenüber Kindern nur 2,5 Jahre? Soweit ich weiß, hat man einen Spielraum von bis zu 10 Jahren - was muss er alles anstellen um für 10 Jahre verurteilt zu werden? Dachte das sei schon schlimm genug, aber es ist ja nur ein Viertel der höchstmöglichen Strage oO

Re: Er bekam

mildernde Umstände gibt es bei jeder Straftat, bei jeder!

Re: Re: Er bekam

wenn man bedenkt, dass es sich um "schweren" sexuellen Missbrauch handelt und das Kind sein Leben lang darunter zu leiden hat, sind 2,5 Jahre ein Hohn.
Würde jemand dein Kind missbrauchen, "schwer" missbrauchen, würdest du ihm mildernde Umstände zugestehen?
Für mich sind so milde Urteile Freibriefe für die Täter

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