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Zwei Tote nach Autounfall bei Lofer

28.10.2012 | 16:34 |   (DiePresse.com)

Ein Audi A6 war im Lärchbergtunnel offenbar zu schnell unterwegs und prallte ungebremst gegen die Tunnel-Nische. Der Wagen ging in Flammen auf.

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Bei einem Verkehrsunfall im Lärchbergtunnel auf der B178 bei Lofer im Salzburger Pinzgau sind am Sonntagvormittag zwei Personen ums Leben gekommen. Ein Audi A6 ist gegen 8.20 Uhr über den Fahrstreifen des Gegenverkehrs geraten und dann gegen die Kante der linken Tunnel-Nische geprallt. Der Pkw hat laut Polizei Feuer gefangen. Für beiden Insassen kam jede Hilfe zu spät.

Bei den Verunglückten handelt es sich um Pensionisten aus München. Die beiden hatten auch einen Wohnsitz in Lofer. Eine Tochter teilte den Behörden mit, dass nur der Vater den Wagen gelenkt hatte. Er ist auch der Zulassungsbesitzer.

Um 8.18 Uhr schlug der Brandmelder im Tunnel an, die Landeswarnzentrale alarmierte die Einsatzkräfte. Als die Freiwilligen Feuerwehren aus der Umgebung eintrafen, stand der Wagen bereits in Vollbrand. Nachdem der Audi gelöscht war, konnten die Insassen nur noch tot geborgen werden.

80 km/h Höchstgeschwindigkeit

Den Erhebungen des verkehrstechnischen Sachverständigen Gerhard Kronreif zufolge war der Pkw von Unken kommend in Richtung Tirol unterwegs. "Das Auto fuhr in einer beginnenden Linkskurve über den Fahrstreifen des Gegenverkehrs und prallte mit hoher Geschwindigkeit ungebremst gegen die Kante der linken Tunnel-Nische." An dieser Stelle habe sich kein "energieabsorbierender Anpralldämpfer" befunden, diese waren jeweils in Fahrtrichtung an den Nischenkanten angebracht, schilderte Kronreif im APA-Gespräch.

In dem Tunnel gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h. Kronreif zeigte sich überzeugt, dass der Wagen schneller unterwegs war. Für ihn stellte sich die Frage, ob der Mann, der am Lenkrad gesessen war, den Audi aktiv nach links und damit absichtlich gegen die Nischenkante gesteuert hat oder ob der Unfall aus Unachtsamkeit, zum Beispiel durch Sekundenschlaf, passiert ist.

Keine Bremsspuren

Vor der Unfallstelle fanden sich weder Brems- noch Schleuderspuren. "Das Fahrzeug schlug mit massiver Geschwindigkeit in den Kantenbereich der Tunnel-Nische ein", sagte Kronreif. "Teile des Wagens flogen bis zu 115 Meter weit." Die Beifahrerin wurde aus dem Auto geschleudert. Die Beine des Lenkers waren im Fußraum bei den Pedalen eingeklemmt, der Brustkörper ragte aus dem Auto. Die Leichen waren stark verkohlt.

Der Unfall habe aufgezeigt, dass das Anbringen von Anpralldämpfern auch in den Gegenrichtungen der Tunnel-Nischen von Vorteil wäre, sagte der gerichtlich beeidete Sachverständige. Bilder aus einer Überwachungskamera liegen nicht vor. Im Lärchbergtunnel gebe es zwar eine Videoüberwachung, "die Bilder werden aber nicht aufgezeichnet", sagte Polizeisprecherin Stauffer. Deshalb könne man vielleicht nicht mit völliger Klarheit die Unfallursache ermitteln. Die deutsche Polizei unterstützte die Salzburger Polizisten bei der Klärung der Identität der Toten. Der Umfahrungstunnel von Lofer war noch am frühen Nachmittag gesperrt.

(APA)

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1 Kommentare
Gast: oTTo
28.10.2012 20:06
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Als die Freiwilligen Feuerwehren aus der Umgebung eintrafen, stand der Wagen bereits in Vollbrand. Nachdem der Audi gelöscht war, konnten die Insassen nur noch tot geborgen werden???......

....so tragisch dieser Unfall ist und mein Beileid den Hinterbliebenen gilt....aber tragisch finde ich auch the above statement!....wenn der Wagen in Vollbrand steht und die Feuerwehr zuerst den Brand löschen muss, glaubt da wirklich wer, dass da noch jemand lebend im Auto sitzt???
be.es:
auch ein Dankeschön an die Feuerwehren!