Eine 28-jährige Frau hat in der Nacht auf Sonntag in Bludenz versucht, die Wohnung ihrer Familie in Brand zu stecken, während ihre beiden fünf und acht Jahre alten Kinder schliefen. Der Ehemann konnte Schlimmeres verhindern. Verletzt wurde niemand. Man ermittle unter anderem wegen Mordversuchs, sagt Norbert Schwendinger vom Vorarlberger Landeskriminalamt (LKA).
Das Ehepaar aus Bludenz hatte offenbar seit längerem Beziehungsprobleme. Bei einem Telefonat mit ihrem Mann, der auf einer privaten Feier war, kündigte die alkoholisierte Frau Sonntag gegen 0.30 Uhr früh an, die Wohnung in dem Mehrparteienhaus anzünden zu wollen. Sie legte eine Plastiktischdecke auf den eingeschalteten Herd. Es entstand ein Schmorbrand mit starker Rauchentwicklung.
Der 29-jährige Mann kehrte sofort nach dem Telefonat heim. Er schaltete den Herd aus, öffnete die Fenster und verständigte die Einsatzkräfte. Die Kinder, die in einem Nebenraum schliefen, wurden zur Abklärung ins Krankenhaus gebracht. Sie bekamen von dem Vorfall nichts mit und blieben wie die Frau unverletzt.
Aufgrund der Vorgangsweise sei von versuchtem Mord auszugehen, so Schwendinger. Zudem werde wegen Brandstiftung ermittelt. Gegen die 28-Jährige wurde ein Haftbefehl erlassen, sie werde zu den Hintergründen der Tat befragt, hieß es. Die Kinder sind vorerst bei den Eltern des Mannes untergebracht.
(APA)
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