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Graz: Bürgerinitiative stoppt Neubau von Kaffeehaus

29.10.2012 | 17:34 |  von Martina Leingruber (Die Presse)

Das Café Rosenhain unweit der Grazer Karl-Franzens-Universität sollte zu einem Nobellokal werden. Nach Bürgerprotesten werden die Pläne geändert. Die Pächter dürfen das Lokal ein weiteres Jahr betreiben.

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Graz. Das „Abschlussfest“ war für den 21. Oktober 2012 geplant, die Umbauarbeiten am Café Rosenhain sollten nächstes Jahr beginnen. Das beliebte Familienlokal, das über die Holding Graz im Eigentum der steirischen Landeshauptstadt steht, sollte mit 550.000 Euro chic gemacht werden –  für neue Pächter und eine gehobenere Zielgruppe.

Doch es regte sich Widerstand. Die Bürgerinitiative „Rettet das Rosenhain“, ein Zusammenschluss einer Handvoll Stammgäste des Cafés unweit der Grazer Karl-Franzens-Universität, sammelte mehr als 3000 Unterschriften. Schließlich zog Bürgermeister Siegfried Nagl (ÖVP) die Notbremse, aus dem Abschlussfest wurde ein Herbstfest. Die Pächter dürfen das Lokal ein weiteres Jahr, bis zum 31. Oktober 2013, betreiben. Dann soll ein Konzept für den Umbau und die Neuausrichtung des Cafés Rosenhain stehen.

„Das Lokal muss erneuert werden“, gesteht auch Markus Seme, Sprecher der Bürgerinitiative, ein. „Aber es soll leistbar und familienfreundlich bleiben.“ Das neue Konzept sowie die Vorgaben des neuerlichen Architektenwettbewerbs werden von der Bürgerinitiative miterstellt. „Diese Woche findet der erste Workshop mit Vertretern der Holding und der Stadtregierung statt.“ Es sei eines der ersten Projekte seiner viel propagierten „Bürgerbeteiligung“, so Bürgermeister Siegfried Nagl zum Rosenhain-Umbau.

Reine Schadensbegrenzung kurz vor der Wahl am 25. November sei das Angebot nicht, glaubt Seme. Denn für Nagl gehe es auch um die Festlegung der Rahmenbedingungen für eine Bürgerbeteiligung, „da wird er jetzt wohl keinen Rückzieher mehr machen“. Geplanter Baubeginn für das neue Rosenhain ist nun Herbst 2013.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 30.10.2012)

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6 Kommentare
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Die Stadtverwaltung kann nichts dafür

Die Anrainer wollen nicht noch mehr gestört werden (Nicht die "Stammgäste") . War schon das Bestehende ein Problem. Die wollen kein Lokal wo dann noch mehr Leute hingehen. Da ist auch Politik im Spiel (Nagl).

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sozialismus at it's best

mfg aus dem nicht sozialistischen ausland.

Re: sozialismus at it's best

Wenn Sie die Mitsprache der Öffentlichkeit bei ihrem eigenen Eigentum für die schlimmsten Auswüchse halten, haben Sie noch nicht viel gesehen.

Gast: Niederiger aus der Vorstadt
29.10.2012 22:18
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eine gehobenere Zielgruppe???....

....wenn ich so etwas lese, könnte ich kotzen......WAS ist denn eine gehobene Zielgruppe??? Schlaff??? Elsner??? Grasser??? Strasser??? Petrikovics?? Kohn??? Wolschlager??? Meinl??? usw......also lauter reiche Leute???
be.es:
richtet den Gehobenen aus, je höher man sich hebt, um so tiefer kann man fallen!


Das Cafe Rosenhain ist seit Jahrzehnten ein einziger Schandfleck für Graz !

In allerbester Ausichtslage gelegen zeigt die Stadtverwaltung ihre Unfähigkeit, ein halbwegs repräsentatives Lokal zu führen !!!

PRIVATISIEREN !!!!!!!

Gast: Grazer
29.10.2012 21:11
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Nach der Wahl wird ihnen ihr Moscheenbau und Bettlerbürgermeister wieder zeigen wieviel er vom österreichischen Bürger hält!

Genau 0
Also weiter fest Nagl und seine ÖVP wählen - ihr habt ihn verdient.