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Kampusch: "Unprofessionelles Vorgehen" der Ermittler?

31.10.2012 | 17:00 |   (DiePresse.com)

Spezialisten des FBI und des deutschen Bundeskriminalamts haben sich der "Akte Kampusch" gewidmet. Angeblich üben sie Kritik an den Ermittlungen.

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Die mit der "Cold-Case"-Überprüfung der Causa Natascha Kampusch befassten Spezialisten des amerikanischen Federal Bureau of Investigation (FBI) haben ihren Wien-Besuch am Mittwoch beendet. Das teilte ein  Sprecher des Innenministeriums mit. Bei dem Treffen sei es darum gegangen, die bisherigen Aktenerkenntnisse zusammenzuführen.

Bereits in den USA hatten sich die FBI-Ermittler dem Studium der 270.000 Seiten umfassenden "Akte Kampusch" gewidmet. Parallel dazu arbeiteten auch Spezialisten des deutschen Bundeskriminalamts (BKA) in Wiesbaden sowie ein Team aus heimischen Kripobeamten und Staatsanwälten an dem Fall.

"Unprofessionelles Vorgehen" bei Fahndung?

Angeblich haben die Ermittler nun ein "unprofessionelles Vorgehen" der Erstermittler geortet. Das berichtet die Tageszeitung "Kurier" in ihrer Donnerstagausgabe. Im Innenministerium wollte man den Bericht am Mittwochnachmittag nicht kommentieren.

Laut "Kurier" geht es dabei um die Fahndung nach dem Kastenwagen, für die das damalige Wiener Sicherheitsbüro verantwortlich zeichnete: Eine Zeugin hatte die Entführung Kampuschs am 2. März 1998 beobachtet und eine genaue Beschreibung des weißen Kastenwagens abgeliefert. Nach einem Hinweis eines Hundeführers überprüften Beamte auch den Entführer Wolfgang Priklopil. Das unterirdische Versteck für Kampusch war aber so gut getarnt, dass selbst ein Polizeihund es nicht entdecken hätte können, hieß es in dem Bericht.

Beim Kastenwagen seien aber Fehler gemacht worden. Damals versuchten die Beamten anhand der Beschreibung über einige Autohändler das Fahrzeug zu identifizieren, was nicht gelang. Laut "Kurier" sprachen die Ermittler in diesem Zusammenhang von einem "unprofessionellen Vorgehen". Wäre der Autotyp damals genauer analysiert worden, wäre Priklopil möglicherweise früher identifiziert worden.

In Ermittlerkreisen zeigte man sich am Mittwoch von diesen ersten Erkenntnissen der Evaluierung der Ermittlungen im Fall Kampusch wenig überrascht. Es sei bereits bekannt gewesen, dass in den Ermittlungen nach dem Verschwinden des damals zehnjährigen Mädchens nicht alles pannenfrei abgelaufen sei, war zu hören.

"Evaluierung der Ermittlungen"

Ein Sprecher des Innenministeriums hatte zuvor lediglich betont, dass es sich bei dieser Überprüfung weiterhin nicht um neue strafrechtliche Ermittlungen in dem aufsehenerregenden Fall handelt: "Es geht um eine Evaluierung der Ermittlungen." Es gelte die Ermittlungsmethoden zu analysieren, die in den 14 Jahren seit dem Verschwinden Kampuschs - vor allem in den acht Jahren bis zu ihrem Wiederauftauchen - angewandt worden sind.

Inhaltlich wolle man bis zu einem Abschluss der Überprüfung nicht Stellung nehmen, sagte der Sprecher. Mit einem Endergebnis sei mit Ende diesen, Anfang kommenden Jahres zu rechnen.

Gerüchte über mögliche Mittäter

Kampusch war als Zehnjährige 1998 von Wolfgang Priklopil entführt worden und konnte im Sommer 2006 aus der Gefangenschaft flüchten. Priklopil beging daraufhin Selbstmord. Immer wieder gab es in dem Fall Verschwörungstheorien und Gerüchte über mögliche Mittäter.

Der Fall Kampusch: Ein Entführungsfall, der nicht zur Ruhe kommt

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(APA)

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36 Kommentare
 
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Gast: justerix
01.11.2012 22:10
12 1

Unprofessionell usw.

0ffenbar hat das frühere SB "Mist gebaut": Was
sagt eigentlich der damalige Chef dazu?

9 0

und was hätt's gebracht?

Wäre die Entführung in der heutigen Zeit aufgeflogen und Priklopil erwischt worden, hätte er wahrscheinlich drei Monate eine Fußfessel tragen müssen...

Ach so - nein - war ja gar kein 5fach-Vergewaltiger. Wahrscheinlich hätte er nur ein paar Monate bedingt bekommen.

Re: und was hätt's gebracht?

priklopil hat eben auch der justiz nicht getraut und deswegen selbstjustiz geübt, indem er sich enthauptete ! -- zwar nicht ganz einwandfrei (keine vollständige dekapitation), aber immerhin !

Re: Re: und was hätt's gebracht?

..........wahrscheinlich vor lauter angst vor "ein paar monaten bedingt " ----ein bißchen gerechtigkeitssinn dürfte er also schon gehabt haben :)
vorausgesetzt, dass er auf dieses ende überhaupt einfluß hatte !!

Gast: Ich bin gespannt, ob ich neugierig bin!
01.11.2012 16:14
5 3

wenn sich die Menschen......

....die sich GEGEN die Aufklärung dieser Causa eingesetzt haben, genau so FÜR die Aufklärung einsetzen würden, dann wäre der Fall höchstwahrscheinlich geklärt und man hätte sich VIEL STEUERGELD erspart....nun bleibt halt die Frage: WARUM setzen sich Menschen GEGEN eine Aufklärung ein und warum sterben Menschen, die sich FÜR eine Aufklärung eingesetzt haben???

Re: wenn sich die Menschen......

Das verbratene Steuergeld ist mir relativ egal, schwer wiegen für mich die Punkte, zu denen du erst zum Schluß kommst, sehr schwer.

der artikel ist eine zumutung ...

lauter vermutungen, verschwörungen, annahmen:

laut kurier, angeblich, mit vielen ???? in der headline.

Antworten Gast: franz-josef
01.11.2012 15:26
2 1

Re: der artikel ist eine zumutung ...

Finde ich nicht. Mehr geht halt nicht, der Kurier ist vorsichtig geworden.
Die beiden in den Fall eingearbeitet gewesenen Investigativ-Journalisten Dr.Fleckl und Dr.König - denen auch der Name eines möglicherweise in die Sache verwickelten wichtigen Politikers vorlag - werden nicht mehr beim Kurier beschäftigt. Sie wollten angeblich zu Red Bull's Zeitung ......

Freiwillig sicher.

Re: Re: der artikel ist eine zumutung ...

sorry: " ...Vogl" -- um genau zu sein !

Re: Re: der artikel ist eine zumutung ...

."...und dr. vogel" (nicht könig)

Antworten Antworten Gast: franz-josef
01.11.2012 16:08
0 1

Re: Re: der artikel ist eine zumutung ...

....Korr.: Dr.Vogl u Dr. Fleckl...pardon!

Re: Re: Re: der artikel ist eine zumutung ...

:)

Gast: Reflector
01.11.2012 13:16
0 0

Kottan ermittelt eben


Gast: Get
01.11.2012 11:12
5 4

Unprofessionelles Vorgehen?

Wahrscheinlich die netteste Formulierung die die Amsi finden konnten.
Das wird nie vollständig aufgeklärt werden denn es gibt sicher Verwicklungen bis ganz nach oben.
Siehe Dutroux...

Rot: Prikopil Einzeltäter // Grün: Prikopil mit wichtigen Personen des Landes gemeinsam "tätig"?

Rot oder Grün?

Antworten Gast: BJD
01.11.2012 15:31
3 2

Grün


14 4

ERWARTUNG

Hat irgendjemand erwartet, dass unsere Ermittlungen "state of the art" sein werden?

Antworten Gast: geoopster Heike
01.11.2012 12:07
10 1

Nein, aber sowas kommt dabei raus,

wenn die wichtigsten Polizeichefs selber keine Polizeiausbildung haben.

Da wird sogar das simple Vier-Augen-Prinzip - damals schon überall anders "state of the art" - zum unbekannten Wesen.

Gast: Das erinnert an die Schildbürger!
31.10.2012 22:36
21 2

ich finde dieses ganze "Theater" auf Steuerkosten schon sehr seltsam....

....WARUM fragt man nicht einfach das Opfer??? Das müsste HEUTE schon möglich sein, denk ich mal!

Antworten Gast: franz-josef
01.11.2012 15:22
1 3

Re: ich finde dieses ganze "Theater" auf Steuerkosten schon sehr seltsam....

Ein jahrelang währendes "Theater" auf Steuerkosten, wie Sie das nennen, kann ja wohl nicht mehr bloß zur punktuellen Wahl"hilfe" dienen. Und ich bin sicher, das wissen Sie auch.

Im Fall Priklopil/NK gibt es mehr offene Fragen als glaubhafte Antworten, von den plötzlichen Todesfällen abgesehen.

Die gänzlich ungereimte Geschichte köchelt also weiter vor sich hin. Der letzte Selbstmord - des Vaters jenes Mädchens, dessen DNA ein Polizist im Alleingang ergattern wollte - liegt einige Wochen erst zurück.
Bin gespannt, wer der Nächste ist.

Übrigens: Wie würden Sie denn Frau NK befragen??

Antworten Antworten Gast: Das sind Fragen!
01.11.2012 17:52
0 0

Übrigens: Wie würden Sie denn Frau NK befragen??

...mit einer Frage vielleicht???

Österreich lernt aus Fehlern von damals...

...und lässt ab sofort Vergewaltiger mit Fussfesseln nach Hause...soooo krank!!!!

Re: Österreich lernt aus Fehlern von damals...

Achtung, Denkfehler:

Österreich ≠ Justizministerium

Ich bin mir ziemlich sicher, das der Durchschnittsösterreicher recht brauchbare Ideen für die Behandlung von Vergewaltigern und anderen Verbrechern hat, die jedoch den Kriminellen und den Gutmenschen nicht gefallen würden.
Und hintersinnige Zeitgenossen wissen auch warum!

Na so was, ganz was Neues! ;-)

Unprofessionelle Vorgangsweisen (= Manipulationen) sind bei alpenrepublikanischer Polizei und Kripo nach wie vor die Norm, nicht die Ausnahme - und werden von allen Seiten, bis hin zu Gericht und Instanzenweg, kategorisch gedeckt und unter den Tisch gekehrt.
Es bedarf schon eines Fall K., um über solche "Pannen" überhaupt etwas zu lesen.

Re: Na so was, ganz was Neues! ;-)

ich war selbst ein Opfer dieser Gruppe im Sicherheitsbuero, welche ein Toetungsdelikt nicht aufklärte!

Gast: franz-josef
31.10.2012 19:23
19 0

Wie bitte?

Hieß es nicht, daß dem Hinweis des Hundeführers NICHT nachgegangen wurde? Daß dieser in den Akten versehentlich verschwunden war oder so ähnlich? Und daß ein damaliger Freund einer Verwandten von NK die Ermittlungen über hatte?
Dem der Hundeführer-Hinweis also entgangen war? Und daß der Hundeführer später von Kollegen gebeten wurde, die Sache auf sich beruhen zu lassen?
Würde mich schon interessieren, ob die FBI-Beamten diese Ermittlungspanne auch mitbekommen haben. Oder bloß die fehlende Analyse des Auto-Typs.

 
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