Höchste Seilbahn Österreichs in Tirol eröffnet

09.11.2012 | 16:47 |   (DiePresse.com)

Die neue Wildspitzbahn im Pitztal endet in 3440 Metern Höhe beim höchsten Café der Ostalpen. 20 Millionen Euro wurden investiert.

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Am Pitztaler Gletscher in Tirol ist am Freitag die höchstgelegene Seilbahn Österreichs, die neue Wildspitzbahn, im Rahmen eines Festaktes eröffnet worden. Die achtsitzige Gondelbahn führt innerhalb von knapp über fünf Minuten die Besucher von der neuen Talstation auf 2.840 Meter Höhe auf den 3.440 Meter hohen Hinteren Brunnenkogel. Insgesamt investierten die Pitztaler Gletscherbahnen 20 Millionen Euro in das Projekt, sagte Geschäftsführer Hans Rubatscher.

Am Gipfel angelangt, erwartet die Skifahrer zudem das laut Betreibern höchstgelegene Cafe der Ostalpen mit einem atemberaubenden Panoramablick auf die umliegenden Bergspitzen. Das Cafe hat 140 Quadratmeter Innenfläche und beinhaltet überdies eine spektakuläre, freischwebende Außenterrasse.

Verdoppelte Transportkapazität

"Die neue Wildspitzbahn transportiert 2185 Personen pro Stunde. Damit wird sich die Transportkapazität verdoppeln", erklärte Rubatscher. Der Geschäftsführer erwartet sich dadurch ein Besucherplus von zehn bis 15 Prozent. Innerhalb von fünf Monaten seien die Bergstation der neuen Seilbahn sowie das Cafe im Gletschergebiet entstanden.

Die Gletscherarchitektur war auch für den Vorarlberger Architekten Carlo Baumschlager eine große Herausforderung. "Die architektonische Skulptur musste hier höchst mögliche Qualität erreichen. Denn die hochalpine Welt ist eine außerordentliche Herausforderung für den, der ihr Gebautes hinzufügen möchte", meinte er. So sei die Trasse der neuen Kabinenbahn nur im unteren Bereich neu angelegt worden. Alle übrigen Baumaßnahmen seien auf bereits bestehenden Trassen erfolgt.

(APA)

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1 Kommentare

muss das wirkich sein

Ich finde es ja toll, wenn etwas für den Schitourismus getan wird und fahre auch selbst gern Schi.

Aber:
Hier werden sensible Hochgebirgslandschaften durch Massentourismus irreversibel geschädigt. Meiner Meinung nach wird hier eine Grenze überschritten.

Übrigens: Der Alpenverein bekämpft derartige Projekte massiv:
http://www.alpenverein.at/portal/natur-umwelt/home/topnews/300_gletscherschutz.php

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