Am Wochenende drohen neuerlich Überflutungen

09.11.2012 | 17:00 |   (DiePresse.com)

Nur kurz nachdem sich die Flusspegel in Südösterreich normalisiert haben, könnten am Wochenende erneut enorme Regenmengen zu Problemen führen.

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Die Arbeitswoche klingt zwar unter Hochdruckeinfluss und eher mild aus, doch am Wochenende stellt sich das Wetter wieder um. "Große Regenmengen innerhalb kurzer Zeit, eine sehr hoch liegende Schneefallgrenze und die bereits aufgeweichten Böden bergen ein erhöhtes Gefahrenpotential", erklärt Andreas Schmölz von der Unwetterzentrale. Die Meteorologen der Unwetterzentrale beobachten die genaue Entwicklung der Lage jedenfalls mit Argusaugen.

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Bereits am Samstag kann es südlich der Alpen leicht regnen. In der Nacht auf Sonntag wird der Regen kräftiger und lässt am Sonntag nicht nach. Gerade in den zuletzt schwer betroffenen Regionen Kärntens, Osttirols und der Steiermark werden wieder die höchsten Niederschlagsmengen erwartet. „Vielerorts sind die Böden hier bereits gesättigt und auch im Gebirge kann das Wasser aufgrund der für die Jahreszeit ungewöhnlich milden Luft erst oberhalb von etwa 2000 Metern in Form von Schnee gebunden werden“, sagt Meteorologe Andreas Meingaßner vom Wetterdienst UBIMET. „Somit gelangt der meiste Niederschlag direkt in die Bäche und Flüsse, was natürlich einen unmittelbaren Anstieg der Pegel zur Folge hat.

Vermurungen und Überschwemmungen

In Summe rechnen die Meteorologen von UBIMET zwischen Osttirol und der südlichen Steiermark bis Montagvormittag verbreitet mit 50 bis 100, im Bereich der Karnischen Alpen und Karawanken stellenweise sogar mit 150 Liter Regen pro Quadratmeter. Somit könnten in den bereits zuletzt schwer betroffenen Regionen abermals kleinräumige Überflutungen, Vermurungen und Hangrutschungen auftreten.

In den übrigen Regionen Österreichs scheinen die Auswirkungen aus heutiger Sicht weniger dramatisch zu werden. Regnen wird es am Wochenende zwar in ganz Österreich, nördlich des Alpenhauptkamms und im Osten sind die Mengen aber doch deutlich geringer als an der Alpensüdseite. Dafür können sich in den Nordalpen die Wintersportregionen wieder über etwas Neuschnee freuen, denn aus Nordwesten sickert langsam kältere Luft ein. Bis zum Sonntagabend sind in Vorarlberg und Nordtirol zumindest oberhalb von etwa 1500 m ein paar Zentimeter Neuschnee zu erwarten

Am Dienstag Wetterbesserung

Am Montag wird es vor allem im Osten des Landes noch regnen, in Teilen der Steiermark und im südlichen Burgenland auch kräftig. Die Schneefallgrenze liegt hier um 1500 Meter Seehöhe. Von Westen her lockern die Wolken bei nur einzelnen Regen- oder Schneeschauern allmählich wieder auf.

Am Dienstag scheint unter zunehmendem Hochdruckeinfluss wieder häufiger die Sonne. In den Niederungen könnte sich aber der Nebel halten. Von Westen her strömen sehr milde Luftmassen in den Alpenraum und führen zu einer deutlichen Erwärmung in allen Höhenschichten. Unterhalb des Hochnebels sind die Temperaturen hingegen deutlich gedämpft. Der Wind bleibt insgesamt schwach. Frühtemperaturen: null bis acht Grad, Tageshöchsttemperaturen: sieben bis 15 Grad.


(Red./APA)

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