Wiener nach Flucht mit Auto in Spital gestorben

10.11.2012 | 17:55 |   (DiePresse.com)

Ein 44-Jähriger Wiener lieferte sich mit der steirischen Polizei eine Verfolgungsjagd. Die slowenische Polizei fasste ihn schließlich nahe Maribor. Nachdem er im Spital eine Beruhigungsspritze bekommen haben soll, starb er.

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Dramatisches Ende einer Verfolgungsjagd: Ein Wiener hat sich Samstag früh in Graz einer Polizeikontrolle entzogen und ist nach Slowenien geflüchtet. Nachdem der 44-Jährige nahe Maribor (Marburg) aufgehalten und festgenommen werden konnte, wurde ihm aufgrund seines aufgeregten Zustandes in einem Spital in Murska Sobota eine Beruhigungsspritze verabreicht, die für ihn tödlich endete. Jetzt wurde eine Obduktion angeordnet, sagte Innenministeriums-Sprecher Karl-Heinz Grundböck und bestätigte damit Informationen, die der APA vorlagen.

Der Wiener hat sich Samstag früh einer Routinekontrolle durch die Grazer Polizei entzogen und plötzlich Gas gegeben. Der 44-Jährige schaffte es, mit seinem Pkw aus der Stadt zu flüchten, rammte dabei auch ein Polizeiauto und raste über den Plabutschtunnel der Pyhrnautobahn (A9) Richtung Slowenien. Fast 80 Kilometer weit fuhr der Wiener vor der Polizei davon. Sogar eine Cobra-Einheit, die sich zufällig zur Vorbereitung auf den Staatsbesuch des mazedonischen Staatspräsident Gjorge Ivanov beim Grenzübergang Spielfeld aufhielten, unterstützte die steirischen Uniformierten und nahm ebenfalls die Verfolgung auf. In der Zwischenzeit wurden die slowenischen Kollegen über die rasante Flucht informiert.

Nahe Maribor (Marburg) konnte der 44-Jährige, der in Slowenien sogar eine Straßensperre durchbrach, mit seinem Auto gestoppt und festgenommen werden. Die Beamten aus Slowenien übernahmen die Amtshandlung, sagte Grundböc. Bei der Festnahme waren die Polizisten aus Österreich auf Ersuchen ihrer slowenischen Kollegen noch anwesend, zogen sich danach jedoch zurück. Von österreichischer Seite waren laut Grundböck mehrere Streifen im Einsatz.

Im Spital verstorben

Wie die Polizei weiters mitteilte, wurde der 44-Jährige aufgrund seines schlechten Gesundheitszustands in das nahegelegene Spital in Murska Sobota gebracht, wo er gegen 13.00 Uhr starb. Ursprünglich hieß es, dass der Autolenker kurz nach der Verabreichung einer Beruhigungsspritze gestorben sei. In der slowenischen Aussendung gibt es dazu keine Angaben. Eine Obduktion wurde angeordnet. Dabei soll auch geklärt werden, ob der Mann alkoholisiert war oder unter Drogen stand.

Der Direktor der Polizei in Murska Sobota, Drago Ribas, bestätigte, dass der Wiener in das Spital in Murska Sobota und nicht wie ursprünglich berichtet nach Maribor gebracht wurde. Murska Sobota liegt rund 15 Kilometer von der österreichischen Grenze entfernt. Die Polizei plant für Dienstag eine Pressekonferenz. Warum sich der Wiener der Polizeikontrolle in Graz entziehen wollte, war völlig unklar.

Zwei Polizisten verletzt

Bei der Verfolgungsjagd des Wiener Autolenkers sind zwei Polizeibeamte leicht verletzt worden. Ein österreichischer und ein slowenischer Beamte erlitten bei der Festnahme des 44-Jährigen Abschürfungen und Schnittwunden, teilte die Polizeidirektion in Murska Sobota am Samstag mit.

 

(APA)

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64 Kommentare
 
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injektion

solte er aufgrund der injektion verstorben sein, todesursache mögl. anaphylaktischer schock?

Semantisch einfach logisch und richtig

es hätt ja umgekehrt sein könen, Herr Redakteur

Schlagzeilensüchtig?

Zitat:" Ursprünglich hieß es, dass der Autolenker kurz nach der Verabreichung einer Beruhigungsspritze gestorben sei. In der slowenischen Aussendung gibt es dazu keine Angaben. Eine Obduktion wurde angeordnet. "

Also, genau weiß man es nicht.
Dennoch kommt die Spritze in die Schlagzeile.

Presse eben.

Re: Schlagzeilensüchtig?

Im Titel stand nie etwas von der Spritze. Im Lead habe ich es nun relativiert. Spätestens am Dienstag soll es mehr Klarheit geben. Aber vielleicht erfahren wir heute noch etwas.

Verwunderung

Österr. Polizei in Slowenien.
Sehr seltsam.

Müssen wir in Zukunft auch mit slowenischen Polizisten in Österreich rechen?
Noch seltsamer.

Re: Verwunderung

Schon einmal was von Schengen gehört?

Re: Verwunderung

Nicht seltsam, Nacheile nennt man das...
http://de.wikipedia.org/wiki/Nacheile

Re: Verwunderung

Wieso sollte das eine seltsamer als das andere sein?

Schon spannend:

im Artikel steht im Wesentlichen, dass man nix Genaues weiss. Trotzdem werden hier die aberwitzigsten Aussagen geliefert...*kopfschüttel*

Ich bin der Wiener Branko Simic

und sch..e auf mein Image

anhalten

bin sicher kein freund der polizei, aber wenn man nicht anhält bei einer kontrolle muss man mit massnahmen rechnen.die polizei weis ja nicht ob es ein môrder oder sonst ein gewaltverbrecher ist.wunder mich das nicht gleich geschossen wurde.
jeder halwegs intelligent bleibt halt stehen .
gruss

Re: anhalten

Also wenn ich eine nahende Herzattacke spühre oder zufällig Gift geschluckt habe, dann kann mich die Polizei gerne haben. Mein Leben ist nmir immer noch wichtiger und ich schaue dass ich Rechtzeitig ins Spital komme.
Vielleicht wollte der Typ ja sowas auch tun?

Re: Re: anhalten

tschuldigung, aber eine nahende herzattacke, also ein herzinfarkt spührt der laie gar nicht als solcher, es sei denn, er ist kein laie und dann fahrt man nicht der polizei davon, sondern bleibt stehen, um hilfe zu bekommen.

ich habe ja schon eine menge seltsamer postings von ihnen gelesen, aber das gehört bestimmt zu den seltsamsten.

Re: Re: anhalten

Einer mit Wiener Kennzeichen will in ein Spital in Maribor? Das glauben's jetzt aber selber nicht.

Re: Re: anhalten

Würden Sie mit drohender Herzattacke oder Vergiftung selber fahren, wären Sie unsagbar dumm, denn Sie hätten bei einem Blackout ja einen schweren Verkehrsunfall.
Das wäre eher ein Grund mehr, anzuhalten und von der Polizei die Rettung bzw Notarzt anfordern zu lassen.

Re: anhalten

Sie vergessen, dass nicht jeder Mensch die gleiche Vorgeschichte hat! Es gibt genügend Leute die psychisch vorbelastet, sonst aber ganz normal sind. Angststörungen sind häufiger als sie denken!!

Re: Re: anhalten

Reicht es nicht aus, daß die Psychiater Gewalttäter aus den Gefängnissen holen? Muß der Psychomist jetzt auch bei Verkehrskontrollen als Ausrede für alles herhalten?

Re: Re: anhalten

Psychisch Vorbelastete haben im Straßenverkehr dann aber nichts zu suchen. Angststörung als Rechtfertigung für Fahrerflucht kann es nicht geben.

Re: Re: Re: anhalten

Es ist ja keine Fahrerflucht, er ist der Polizei davongefahren. Ich glaube nicht, dass das als solches verboten ist. Genauso wie Ausbruch aus einem Gefängnis nicht strafbar ist.

Selbstverständlich bleibt man stehen, weil die Aussichten, der Polizei auszukommen wohl nahe Null sind. Der dürfte also wirklich irgendein Problem gehabt haben.

Re: Re: Re: anhalten

Mein Gott, da wären Österreichs Straßen ab morgen leer...

Haben Sie schon eine Panikattacke erlebt ??

Die kann aus heiterem Himmel kommen.

Re: Haben Sie schon eine Panikattacke erlebt ??

da kann ja jeder herkommen und nach einer fahrerflucht behaupten er würde unter panikattacken leiden. das kann man nicht überprüfen.

Re: Re: Haben Sie schon eine Panikattacke erlebt ??

Das Problem des Nachweises gibt es ja in diesem Fall nicht, da er eh tot ist. Aber es wird wohl etwas in dieser Art gewesen sein. Ganz normal ist das ja nicht. Alkoholisiert dürfte er auch nicht gewesen sein, weil das würden die ja mittlerweile schon gesagt haben.

Re: Re: Re: Haben Sie schon eine Panikattacke erlebt ??

Nach Aussagen des Vaters litt der Tote an einer biphasischen Depression, also ist eine Panikattacke sehr wahrscheinlich !

Re: Re: Re: Re: Haben Sie schon eine Panikattacke erlebt ??

Danke. Sehr tragisch.

Verfolgungsjagden sind inhuman!

Das ist nicht der Erste und wird auch nicht der Letzte sein der zu Tode gehetzt wird. Wann lernen wir endlich dass so die Situation nur eskalieren kann?

 
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