Bankräuber bedrohen Geiseln mit Maschinenpistolen

03.12.2012 | 12:31 |   (DiePresse.com)

Die Täter passten in Oberösterreich drei Mitarbeiter einer Bank ab, fesselten sie und räumten den Safe aus. Die Räuber konnten unerkannt entkommen.

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Zwei Unbekannte haben Montagfrüh eine Bank in Laakirchen (Bezirk Gmunden) in Oberösterreich überfallen. Sie bedrohten die drei Mitarbeiter mit Maschinenpistolen und fesselten sie. Dann räumten sie in aller Ruhe den Tresor aus. Die Täter konnten nach der Tat flüchten, wie die Polizei Laakirchen mitteilte. Eine Fahndung wurde eingeleitet. Am Vormittag wurde das Fluchtfahrzeug der Täter sichergestellt. Sie hatten es in der Ortschaft Lindach, nahe der Auffahrt auf die Westautobahn Laakirchen-West zurückgelassen.

Mitarbeiter abgepasst

Die beiden Männer waren Montag früh vor Geschäftsbeginn über ein Kellerfenster in die Filiale des Geldinstituts eingestiegen. Im Gebäudeinneren warteten sie auf die Angestellten. Als die ersten beiden gegen 7.50 Uhr zum Dienst erschienen, wurden sie mit Maschinenpistolen bedroht und mit Kabelbindern gefesselt. Wenig später kam noch eine dritte Bankmitarbeiterin. Auch sie wurde gefesselt.

Nachdem sie die Belegschaft außer Gefecht gesetzt hatten, bedienten sich die Täter in aller Ruhe im Tresorraum. Sie erbeuteten Bargeld in unbekannter Höhe. Dann verließen die zwei dunkel gekleideten und mit Sturmhauben maskierten Männer die Filiale und flüchteten mit einem dunklen Fahrzeug älteren Baujahres. Die Geiseln konnten sich nach der Flucht der Täter selbst befreien und den Alarm auslösen. Alle drei blieben bei dem Überfall unverletzt, waren aber schwer geschockt. Sie mussten vom Kriseninterventionsteam des Roten Kreuzes betreut werden.

Fluchtwagen vermutlich gewechselt

Der Fluchtwagen wurde wenig später nahe der Westautobahn (A1) auf dem Parkplatz einer Wohnanlage gefunden. Er war bereits vor einigen Tagen in Pupping (Bezirk Eferding) gestohlen worden. Die darauf montierten tschechischen Kennzeichen waren ebenfalls gestohlen. Die Polizei geht davon aus, dass die Täter das Fahrzeug gewechselt haben.

Die Tat erinnert stark an einen Banküberfall mit neunfacher Geiselnahme am 23. Oktober in Asten. Auch damals waren die Räuber mit Maschinenpistolen bewaffnet. Sie waren ebenfalls bereits vor Geschäftsbeginn in die Filiale eingestiegen und hatten ihre Opfer - acht Bankmitarbeiter und eine Reinigungsfrau - dort erwartet und gefesselt, um dann den Tresor leerräumen zu können. Eine weitere Parallele ist das Zurücklassen - und vermutliche Wechseln - des Fluchtfahrzeugs nahe der Autobahn.

(APA)

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14 Kommentare

wer war das

Deutsche oder EU Bürger ?

die banken

sollten ihre institute gefälligst selbst sicherer machen, oder soll denen überhaupt alles der steuerzahler zahlen.
brauchen nur ein paar kilometer südlich über die grenze nach italien fahren, als bezahlte exkursion, um zu sehen, wie die das machen.

solche

Schlingel - die werden jetzt wegen Übertretung des Waffengesetzes und Nicht-Registrierung auf freistehendem Fuß streng ermahnt.

Re: solche

Warum haben die Angestellten der Bank denn nicht die Waffennummer notiert - so könnte man jetzt einfach im zentralen Waffenregister nachsehen wer der Bösewicht war.
Achja, richtig: Im Waffenregister werden nur gesetzestreue Bürger vermerkt, wer aber Überfälle mit Kriegsgerät (!) begeht hat sich nicht eintragen zu lassen...

Unglaublich! Hatten die keine Beamtengehaltserhöhung als Drohung????

Hätte genauso viele Opfer gefordert!

Schengen bedeutet eben Sicherheit. Genau wie von der Propaganda verbreitet.

Nur eben die Sicherheit, ausgeraubt zu werden. Früher war das nicht mal Wahrscheinlichkeit.

da muss ich unwillkürlich an

Orwell denken...

es mutet schon irgendwie bizarr an- mit dem Wegfall der Grenzen und der unbürokratischen Reisefreiheit innerhalb der EU hat ungefähr im gleichen Zeitraum die Überwachung und Kontrolle der BürgerInnen (Datenspeicherung, Reisepass mit Fingerprint etc) zugenommen. Welche ja gerne mit Sicherheitsaspekten begründet wird.
Da besteht natürlich kein kausaler Zusammenhang, eine Koinzidenz.

Hauptsache, man muss nicht mehr eine halbe Stunde an der Grenze warten, wenn man nach Italien in den Urlaub fahren will.....mit diesem Argument hat doch -wenn ich mich richtig erinnere- die Lunacek 2009 (?) die offenen Grenzen gepriesen....
War ja auch schlimm, das bissl Warten...

Re: da muss ich unwillkürlich an

zustimmung, je liberaler die demokratische gesellschaft, desto staerker die bewachung faellt mir seit geraumer zeit an den beispielen usa und grossbritanien auf. wenns keine kontrolle mehr im kleinen gibt (grenzposten, poliz. meldepflicht) dann wird sie eben im grossen stattfinden.

Re: Re: da muss ich unwillkürlich an

genaus so ist es. Ein Paradoxon - mehr "Freiheit" zum Preis völliger Überwachung unbescholtener BürgerInnen. Offenbar gilt der Rechtsgrundsatz der "Unschuldsvermutung" nicht mehr, wenn vorsorglich Fingerprints für den Reisepass abgenommen werden...
und das verfassungsmäßig verbriefte Recht des Briefgeheimnisses bei elektronischer Post nicht mehr gilt...

was sagen eigentlich die aus Funk und Medien bekannten Verfassungsexperten dazu?
Aber von denen hat man ja zum Lissabon-Vertrag auch nicht viel gehört...die Karriere ist wichtiger.

Diie EU-Eliten grinsen blöd dazu.


Gott sei Dank,..

..werden wir seit der Ostöffnung nicht von eine Kriminalitätswelle überrannt. Unglaublich, wir manche vor Einbrecherbanden aus dem Osten gewarnt haben und jetzt sieht man, dass das alles nur rechte Hetze war. Ich wähle jetzt nur mehr die Grünen, weil nur die Grünen sagen wirklich wie es ist, und dass die ganze Ostkriminalität nur eine Erfindung ist.

Die Kriminalität in unserem Land

nimmt in beängstigendem Ausmaß zu und dennoch wird uns von unseren Politikern täglich vorgebetet wie "sicher" unser Land doch wäre.

Re: Die Kriminalität in unserem Land

Wieviele Banken besitzen Sie denn, um die Sie sich sorgen?

Selber Täter?


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