Bankräuber bedrohen Geiseln mit Maschinenpistolen

Die Täter passten in Oberösterreich drei Mitarbeiter einer Bank ab, fesselten sie und räumten den Safe aus. Die Räuber konnten unerkannt entkommen.

Die Polizei fahndet nach den Bankräubern, die die Oberbank-Filiale in Laakirchen überfallen haben.
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Die Polizei fahndet nach den Bankräubern, die die Oberbank-Filiale in Laakirchen überfallen haben.
Die Polizei fahndet nach den Bankräubern, die die Oberbank-Filiale in Laakirchen überfallen haben. – (c) APA/Philipp Wiatschka SALZI AT (Philipp Wiatschka SALZI AT)

Zwei Unbekannte haben Montagfrüh eine Bank in Laakirchen (Bezirk Gmunden) in Oberösterreich überfallen. Sie bedrohten die drei Mitarbeiter mit Maschinenpistolen und fesselten sie. Dann räumten sie in aller Ruhe den Tresor aus. Die Täter konnten nach der Tat flüchten, wie die Polizei Laakirchen mitteilte. Eine Fahndung wurde eingeleitet. Am Vormittag wurde das Fluchtfahrzeug der Täter sichergestellt. Sie hatten es in der Ortschaft Lindach, nahe der Auffahrt auf die Westautobahn Laakirchen-West zurückgelassen.

Mitarbeiter abgepasst

Die beiden Männer waren Montag früh vor Geschäftsbeginn über ein Kellerfenster in die Filiale des Geldinstituts eingestiegen. Im Gebäudeinneren warteten sie auf die Angestellten. Als die ersten beiden gegen 7.50 Uhr zum Dienst erschienen, wurden sie mit Maschinenpistolen bedroht und mit Kabelbindern gefesselt. Wenig später kam noch eine dritte Bankmitarbeiterin. Auch sie wurde gefesselt.

Nachdem sie die Belegschaft außer Gefecht gesetzt hatten, bedienten sich die Täter in aller Ruhe im Tresorraum. Sie erbeuteten Bargeld in unbekannter Höhe. Dann verließen die zwei dunkel gekleideten und mit Sturmhauben maskierten Männer die Filiale und flüchteten mit einem dunklen Fahrzeug älteren Baujahres. Die Geiseln konnten sich nach der Flucht der Täter selbst befreien und den Alarm auslösen. Alle drei blieben bei dem Überfall unverletzt, waren aber schwer geschockt. Sie mussten vom Kriseninterventionsteam des Roten Kreuzes betreut werden.

Fluchtwagen vermutlich gewechselt

Der Fluchtwagen wurde wenig später nahe der Westautobahn (A1) auf dem Parkplatz einer Wohnanlage gefunden. Er war bereits vor einigen Tagen in Pupping (Bezirk Eferding) gestohlen worden. Die darauf montierten tschechischen Kennzeichen waren ebenfalls gestohlen. Die Polizei geht davon aus, dass die Täter das Fahrzeug gewechselt haben.

Die Tat erinnert stark an einen Banküberfall mit neunfacher Geiselnahme am 23. Oktober in Asten. Auch damals waren die Räuber mit Maschinenpistolen bewaffnet. Sie waren ebenfalls bereits vor Geschäftsbeginn in die Filiale eingestiegen und hatten ihre Opfer - acht Bankmitarbeiter und eine Reinigungsfrau - dort erwartet und gefesselt, um dann den Tresor leerräumen zu können. Eine weitere Parallele ist das Zurücklassen - und vermutliche Wechseln - des Fluchtfahrzeugs nahe der Autobahn.

(APA)

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