Schlechtere Chancen: Zuwanderer fühlen sich diskriminiert

03.12.2012 | 16:59 |   (DiePresse.com)

OECD-Studie: 22 Prozent der Migranten in Österreich geben an, wegen ethnischer Zugehörigkeit, Nationalität oder Hautfarbe diskriminiert zu werden.

Drucken Versenden AAA
Schriftgröße
Kommentieren

WIEN/EKO/APA. Zuwanderer in Österreich fühlen sich besonders stark diskriminiert. Laut einer aktuellen Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) sind es fast 22 Prozent. Lediglich in Griechenland geben mehr Migranten (26,7 Prozent) an, dass sie aufgrund ihrer ethnischen Zugehörigkeit, Nationalität oder Hautfarbe diskriminiert werden. Zum Vergleich: Der Schnitt der europäischen OECD-Länder liegt bei 13,9 Prozent.

Weniger Beschäftigung

Tatsächlich gibt es einige Faktoren in der Studie „Integration von Zuwanderern", die ein schlechtes Licht auf die Situation von Zuwanderern in Österreich werfen. So liegt etwa der Anteil der Menschen im Alter von 15 bis 64 Jahren mit „geringem Bildungsniveau" (die OECD definiert diesen Bereich mit Sekundarstufe I, also Hauptschule oder Unterstufe) bei Zuwanderern mit 30 Prozent um zehn Prozentpunkte höher als bei im Inland Geborenen. Allerdings: Bei Personen mit „hohem Bildungsniveau" (Tertiärbereich, also Universitäten und Hochschulen) übertreffen die im Ausland Geborenen mit 17,7 Prozent die Österreicher (15,9 Prozent) leicht, doch liegt Österreich hier generell rund zehn Prozentpunkte unter dem OECD-Schnitt.



Etwa im OECD-Schnitt liegt die Beschäftigungsquote von Zuwanderern mit 65 Prozent - allerdings ist auch sie recht deutlich unter jener der im Inland Geborenen (73 Prozent). Auch sind in Österreich, gemeinsam mit Griechenland und Italien, Personen, die in Zuwandererhaushalten leben, stark benachteiligt. Im OECD-Schnitt lebt fast ein Viertel der Personen, die von wohnungsbezogener Entbehrung betroffen sind oder in einer überbelegten Wohnung leben, in Zuwandererhaushalten. In Luxemburg (61 Prozent) und Österreich (40 Prozent) ist der Prozentsatz besonders hoch.

Auch gelten deutlich mehr Kinder (16 Prozent) aus Zuwandererhaushalten laut OECD-Definition als von Armut betroffen. Zum Vergleich: Sechs Prozent der Kinder in einem Haushalt von im Inland Geborenen sind betroffen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 4. Dezember 2012)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

77 Kommentare
 
12 3

Leute die bei uns auf der Straße leben

fühlen sich nicht diskriminiert weil sie keine so schöne Witerjacken haben wie jene protestierendenMigranten in Wien.

Re: Leute die bei uns auf der Straße leben

...dann sollten Sie ihnen eine Ihrer alten Jacken abgeben, anstatt hier herumzustänkern.

2 17

nicht rassistisch werden

Also,,,, ich finde.. dass es da und dort noch verbessrungspotenzial liegt, jedoch nicht nur im sinne der Migranten...sondern der Bevölkerung.

Nicht nur die Ausländer haben viele Kinder. Ich sehe auch Innländer, welche vier Kinder haben können.
Nicht nur Ausländer leben in Armut, ich kenne viele Innländer welche genauso in Armut leben.

Ich denke, mann sollte auch nicht rassistisch werden, in dem Mann sagt, dass die Ausländer sich die hart erarbeitete Wohlstand ausrauben.
Es sind viele Ausländer hier, die sehr hart für Ihr Gehalt arbeiten und meistens in sehr schlecht bezahlten und schweren jobs!!

Ein Migrant der 1. Generation arbeitet hart und in sehr schlecht bezahlten jobs, hat meistens auch keine großen chancen am Arbeitsmarkt.

Der Migrant der 2. Generation fühlt sich bereits als Österreicher, weil er hier aufgewachsen ist und hier in die schule gegangen ist, und genauso die selben möglichkeiten hatte wie ein innländer. Bei diesen Leuten Sieht alles ganz anderst aus.

Es gibt leider am Markt, viele Firmen welche Ausländer ausgrenzen, jedoch auch viele Firmen die im Unternehmenskultur diversitäten leben.

Wir leben in Europa... und sollten uns als Vielfalt betrachten. Eine Schengenunion haben wir gebildet. Wieso gibt es immer noch Wörter wie Ausländer etc....

Wir sollten uns gedanken machen, darüber wie wir als ganzes benachteiligt werden oder nicht.
Es gibt ein Gesellschaftliches, Volkswirtschaftliches Problem...


3 0

Re: nicht rassistisch werden

Ihre Rechtschreibung sowie Grammatik macht hinterlässt den Eindruck Sie könnten zur 2. Generation gehören !!!

10 0

Re: nicht rassistisch werden

Wieso gibt es immer noch Wörter wie Ausländer etc.... Es gibt Ausländer, die von ihren Regierungen zum Ausländer-bleiben animiert werden. Es gibt Ausländer, die wollen sich nicht integrieren, weil sie die Parallel-gesellschaft bevorzugen. Angebote für Zuwanderer müssen von diesen auch angenommen werden. Und vorwurfsvolle, tendenziöse Studien wirken sicher nicht bereichernd.


1 18

Zum Glück aendern sich die Zeiten!

Die Österreicher jammern staendig über die Migranten. Sie werden aber in Zukunft von dieser Sorge befreit sein, da Europa immer mehr an Bedeutung in der Welt verliert. Migranten werden sich die reicheren Gebiete der Erde aussuchen und Österreich unter sich, Volksdeutsch bleiben!

Re: Zum Glück aendern sich die Zeiten!

Ma der letzte Satz hat doch was ....

10 0

Re: Zum Glück aendern sich die Zeiten!


Ihr Wort in Allahs Ohr !!!

so ein Stumpfsinn!

"So liegt etwa der Anteil der Menschen im Alter von 15 bis 64 Jahren mit „geringem Bildungsniveau" ... bei Zuwanderern mit 30 Prozent um zehn Prozentpunkte höher als bei im Inland Geborenen."

Jetzt sind wir auch schon schuld, dass die Zuwanderer zu Hause nichts gelernt haben!

Bitte rasch ein Mahnmal für bildungsferne Zuwanderer aufstellen. Am besten vor dem Unterrichtsministerium am Minoritenplatz ...

3 0

Re: so ein Stumpfsinn!

Die Mahnmäler sitzen bei uns im Parlament.

21 0

78% der Migranten fühlen sich NICHT diskriminiert

Nicht jede dämliche Zahlenspielerei ist eine Studie. Das was die OECD hier wieder einmal abgeliefert hat, ist so banal, dass es einige Überwindung kostet, es überhaupt zu kommentieren. Banalitäten über Banalitäten: dass Zuwanderer in schlechteren Wohnungen wohnen und mehr Kinder haben, ist nicht wirklich überraschend.
22% der Migranten fühlen sich diskriminiert. Und? Was besagt das? Es besagt, dass 78% sich NICHT diskriminiert fühlen. Na, bestens!

8 0

Re: 78% der Migranten fühlen sich NICHT diskriminiert

schon die direkte fragestellung ist erhebungstechnisch ein schlechter witz. dann kommt noch der internationale vergleich ohne offensichtliche unterschiede in soziooekonomischen migrantenstrukturen zu beruecksichtigen - da fragt man sich schon nach der qualifikation der durchfuehrenden.

Ich kann...

dieses ganze Geraunze der Zuwanderer über Diskriminierung nicht mehr hören! In einigen Lebensbereichen (Wohnungsvergabe von Gemeindewohnungen in Wien!!) kommt mir eher vor, dass die autochthone Bevölkerung diskriminiert wird.

Abgesehen davon darf sich kein Zuwanderer wundern, dass er diskriminiert wird, wenn er sich in die soziale Hängematte legt und wir fleißig dafür zahlen müssen.

aber

isch bin ein zuwanderer und fühle misch gar nischt diskriminiert... eher im gegenteil, merci!

Diese Zensur (zu einigen Themen) ist eine Gängelung.

Kritik muss sein wo sie hingehört... auch in die Foren!

Re: Diese Zensur (zu einigen Themen) ist eine Gängelung.

Der Presse sitzt die Angst im Nacken!!

Freier Markt

Jeder normale Arbeitgeber wird demjenigen den Job geben der für den geringsten Lohn die beste Arbeit abliefert.

Statt "Diskriminierung" sollten sie öfters das Wort "Danke" verwenden

Schließlich bekommen sie gratis Zugang zu sämtlichen Leistungend es Staates, die unsere Vorfahren mit harter Arbeit geschaffen haben.

33 3

An alle lieben und tüchtigen Österreicher

Wenn es auch schwerfallen mag ,wandert doch bitte alle aus und überlasst den so armen und diskriminierten das Land ,dann sind sie unter sich und können ihre Tüchtigkeit unter Beweis stellen.

Der Vorschlag hat was.

Da würden manchen die Schuppen von den Augen fallen.

38 1

So,so also geringes Bildungsniveau....

Hauptschüler und Unterstufen Gymnasiasten - sind das nicht unsere Facharbeiter, Handwerksmeister und alle Arten von Gewerbetreibenden??
Also das Gros der österreichischen Steuerzahler, die mit ihrem "geringen Bildungsniveau" brav ihre Steuern abliefern dürfen um die zum Großteil lernresistenten Migranten zu erhalten. Bringt endlich die Tatsachen auf´s Tapet, anstatt uns mit irgendwelchen Pipifax - Studien permanent zu belästigen!!
p.s: bin nicht ausländerfeindlich und allen fleißigen und lernwilligen Menschen egal welcher Herkunft gerne behilflich und respektiere ihre eigene Kultur.

6 0

Re: So,so also geringes Bildungsniveau....

da reden eben abgehobene pseudoeliten die mit pseudowissenschaftlichen methoden statt der gesellschaft zu dienen, uns ihrer ideologie gemaess ummodeln und beherrschen wollen.

Re: So,so also geringes Bildungsniveau....

„bin nicht ausländerfeindlich und allen fleißigen und lernwilligen Menschen egal welcher Herkunft gerne behilflich und respektiere ihre eigene Kultur."

Was machens denn leicht für die?
hier kommts eher gegenteilig rüber so wie sie hier rauntzen!

32 1

faire Behandlung

Es ist eine faire Behandlung nötig, aber auch nicht Aufgabe Krethi und Plethi aufzunehmen. Es geht überall in der Welt zu, wobei es sich in der Regel um hausgemachte Probleme (Afghanistan, Syrien etc.) handelt.
Es ist zu trachten in diesen Ländern gewisse menschenrechtliche Mindeststandards zu schaffen, die eine Zuwanderung obsolet macht.
Es geht nicht nur um die Frage der Sympathie!

Re: faire Behandlung

hausgemachte probleme in afganistan und syrien.....
also da dürften viele nix verstanden und durchblickt haben

Re: Re: faire Behandlung

aha! also österreich nimmt den ganzen arabischen raum auf?

 
12 3

Wetter

  • Aktuelle Werte von
    02:00
    Wien
    14°
    Steiermark
    13°
    Oberösterreich
    13°
    Tirol
    Salzburg
    Burgenland
    14°
    Kärnten
    13°
    Vorarlberg
    13°
    Niederösterreich

Jetzt Panorama-Newsletter abonnieren

Der tägliche Überblick mit den wichtigsten Meldungen zu den Themen Chronik, Wien und Umwelt. Kostenlos.

Newsletter bestellen

Code schwer lesbar? » Neu laden

AnmeldenAnmelden