Kinderpornos: Fünf Monate bedingt für Linzer Polizist

19.12.2012 | 15:37 |   (DiePresse.com)

Ein USB-Stick mit kinderpornografischem Material brachte den Fall ins Rollen. Der Polizist soll sich weiterhin einer Psychotherapie unterziehen.

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Ein Linzer Polizist ist am Mittwoch wegen des Besitzes und der Weitergabe kinderpornografischer Darstellungen im Landesgericht Linz zu fünf Monaten Freiheitsstrafe bedingt auf drei Jahre sowie einer Geldstrafe von 1200 Euro verurteilt worden. Der 47-Jährige soll über elfeinhalb Jahre hinweg Bilder von mündigen und unmündigen Minderjährigen besessen bzw. durch Internet-Tauschbörsen zugänglich gemacht haben, hieß es in einer Presseaussendung des Gerichts.

Der Mann habe ein umfassendes Geständnis abgelegt und sei unbescholten gewesen. Zusätzlich zu der Strafe wurde ihm die Weisung erteilt, sich weiterhin einer bereits begonnenen Psychotherapie zu unterziehen, so das Gericht. Der Strafrahmen für Besitz und Weitergabe von kinderpornografischem Material liege bei bis zu drei Jahren.

Der 47-Jährige war Ende August in U-Haft genommen und im Oktober daraus entlassen worden. Er soll auf einem USB-Stick kinderpornografische Dateien besessen haben. Als er den Datenträger verlor, flog die Sache auf. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, das Material beschafft, besessen und anderen zugänglich gemacht zu haben.

Anfängliche Ermittlungen gegen den Mann wegen des Verdachtes des Kindesmissbrauchs wurden von der Staatsanwaltschaft eingestellt. Ebenso das Verfahren gegen seine Gattin, die ebenfalls ins Visier der Justiz geraten war. Sie war vorübergehend in Untersuchungshaft.

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(APA)

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6 Kommentare

ähm,

der feine herr dient uns und unseren kindern weiter als polizist??

Re: ähm,

Der macht jetzt sicher nicht mehr Streifendienst!
Der kommt zur Reserve und darf nur mehr Verkehrserziehung bei den Kleinen machen!

Was mir jetzt schon jahrelang auffällt - Polizisten können machen was sie wollen, immer bedingt und immer unter einem Jahr (da es sonst dienstrechtliche Konsequenzen gäbe). Also, das Zusammenspiel Justiz - Exekutive, das funktioniert hervorragend!

Und diese blinde Justiz erzeugt unbedingtes Vertrauen in der "Restbevölkerung"
=(nichtverbeamtet).


Da hatte er enormes Glück.

Hätte ihn das Gericht drakonisch bestraft, müsste er zwei Wochen eine Fußfessel tragen.

5 Monate????

Als Raubkopierer hätte er vermutlich 20.000 gezahlt und wäre 2 Jahre im Häfn.

mild

ein mildes urteil eines beamteten richters uber einen beamten.

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