"Erhebliche" Lawinengefahr in Tirols Tourengebieten

Die Lage wird der Stufe 3 auf fünfteiligen Gefahrenskala zugeordnet. Oberhalb von 2.000 Metern kann geringe Zusatzbelastung Schneebretter auslösen.

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APA/BARBARA GINDL

Die Lawinensituation in den Tiroler Skigebieten haben Experten am Samstag als "heikel" bezeichnet. Sie beurteilten die Gefahr als "erheblich", der Stufe "3" auf der fünfteiligen Skala. Besonders steile Hänge oberhalb von 2.000 Meter Seehöhe seien zu meiden. Dort könnten frische und ältere Triebschneeansammlungen bereits durch eine geringe Zusatzbelastung - das Gewicht eines einzelnen Wintersportlers - losgetreten werden.

Mit der ansteigenden Temperatur im Tagesverlauf könnten Gleitschneelawinen zudem selbst ausgelöst werden. Die Experten verwiesen auf die erforderliche Erfahrung und die Beurteilung der Lawinensituation der Variantenfahrer.

Zillertal und Osttirol besonders gefährdet

Vorsicht sei besonders entlang des Zillertaler Hauptkammes sowie am Osttiroler Tauernkamm geboten. Dort waren in den vergangenen 24 Stunden bis zu 20 Zentimeter Neuschnee gefallen. Auch weiter im Westen und Norden sowie im Süden Osttirols habe es Neuschneezuwachs gegeben. "Der frische Triebschnee ist mit dem lockeren Neuschnee nur schlecht verbunden, sodaß Lawinen relativ leicht ausgelöst werden können", hieß es im Lawinenlagebericht. Zusätzlich sei das eher schwache Fundament der Schneedecke in schattseitigen, hochalpinen Lagen zu beachten. Die Experten rechneten in den kommenden Tagen mit einem langsamen Rückgang der Lawinengefahr.

(APA)

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