Hilfe verweigert? Deutscher Tourengeher wird angezeigt

Ein Bayer soll sich in Tirol geweigert haben, nach einem Lawinenabgang bei der Suche nach einem Verschütteten zu helfen. Nun droht ihm eine Haftstrafe.

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APA/ZEITUNGSFOTO.AT/DANIEL LIEBL

Nach einem tödlichen Lawinenunglück im Tiroler Sellrain am vergangenen Wochenende wurde am Samstag ein 40-jähriger Bayer in Innsbruck von der Polizei befragt. Ihm wird unterlassene Hilfeleistung zur Last gelegt. Er soll bei der Suche nach einem Vermissten seine Hilfe verweigert haben. Der Bayer wird bei der Staatsanwaltschaft angezeigt (DiePresse.com berichtete).

Nach dem Mann aus dem Raum Landkreis Landsberg war nach dem Lawinenunglück gesucht worden. Aufgrund der Medienberichterstattung hatte er sich am vergangenen Mittwoch schließlich telefonisch bei der Polizei gemeldet. Da er sich im Ausland befand, konnte er zunächst nicht befragt werden. Dem 40-Jährigen droht bis zu ein Jahr Haft.

Steirer stirbt nach Lawinenabgang

Bei dem Lawinenunglück auf dem rund 3000 Meter hohen Zischgeles war am vergangenen Samstag ein 38-jähriger Steirer unter den Schneemassen verschüttet worden. Er konnte erst nach längerer Zeit geortet und ausgegraben werden. Der Mann erlitt schwere Verletzungen und starb einen Tag später in der Innsbrucker Uni-Klinik.

Sonntagfrüh war der Vorfall über die angeblich unterlassene Hilfeleistung bekannt geworden. Ein Begleiter des verunglückten Steirers hatte bei der Suche nach seinem Freund einen aufsteigenden Skitourengeher um Hilfe gebeten. Dieser soll allerdings negiert und seinen Weg fortgesetzt haben. Daher nahm die Polizei Ermittlungen auf.

(APA)

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