428 Asylwerber arbeiten in Saisonjobs

06.01.2013 | 19:14 |  KARL ETTINGER (Die Presse)

Der Zugang zu Jobs ist für Flüchtlinge schon jetzt möglich, aber mitunter kompliziert, weil Zusatzeinkommen je nach Einzelfall unterschiedlich angerechnet werden.

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Wien. Wer in Österreich um Asyl ansucht, bleibt nicht völlig vom Arbeitsmarkt ausgesperrt. Zumindest für befristete Tätigkeiten gibt es Bewilligungen – und die wurden im Vorjahr auch genützt, wie die jetzt der „Presse“ vorliegende genaue Statistik zeigt. Demnach waren 2012 insgesamt 428 Asylwerber als Saisonkräfte im Tourismus oder als Erntehelfer in der Landwirtschaft beschäftigt. Zuletzt hatten allerdings jene Asylwerber, die die Wiener Votivkirche besetzt haben und teilweise in einen Hungerstreik getreten sind, generell Zugang zum österreichischen Arbeitsmarkt gefordert, was von Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) ebenso wie von Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) mit Blick auf die steigende Arbeitslosenrate abgelehnt wird.

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Voraussetzung für die Aufnahme einer unselbstständigen Erwerbstätigkeit ist laut Ausländerbeschäftigungsgesetz eine Bewilligung, die wiederum von einer Arbeitsmarktprüfung durch das Arbeitsamt (AMS) abhängig ist. Der Zugang zu solchen Jobs ist für Asylwerber drei Monate nach dem Stellen eines Asylantrages möglich.

Von zuletzt rund 20.000 Asylsuchenden in Österreich (darunter auch zahlreiche Kinder und Minderjährige) erhielt nach der Aufstellung des Sozialministeriums der größte Anteil der 428 Asylwerber in Saisonberufen im Tourismus eine Beschäftigung, nämlich 138 im Sommer sowie weitere 93 in den beiden Wintersaisonen 2011/12 und 2012/13.

Die Auflistung nach den Nationalitäten der Asylwerber, die als Saisonkräfte tätig waren, ergab folgendes Bild: Die meisten kamen aus Afghanistan (63), gefolgt von der Türkei (39), Serbien (33), China (31), dem Kosovo (26) sowie Bangladesch (25).

Das Innenministerium betonte auf Anfrage der „Presse“, dass es in Österreich eine Wartezeit von drei Monaten für einen Arbeitsmarktzugang als Saisonkraft gebe. Damit sei die Regelung günstiger als im EU-Standard. Denn die EU-Aufnahmerichtlinie sieht laut Innenressort einen derartigen Zugang bisher spätestens nach einem Jahr vor, künftig werden es neun Monate sein. Die großen EU-Mitgliedstaaten Deutschland, Großbritannien und Frankreich würden den Zutritt zu Jobs erst nach zwölf Monaten erlauben.

 

Schweden ist liberaler

In Deutschland gibt es jedoch nach Auskunft des österreichischen Innenministeriums noch eine Einschränkung: Ein Job wird demnach nur zugeteilt, wenn der Asylwerber in keiner Versorgungseinrichtung untergebracht ist. Außerdem ist es in Österreich mittlerweile möglich, dass Asylwerber unter 18 Jahren eine Lehrstelle annehmen können. Liberaler ist Schweden. Dort wird sofort ein Zugang zum Arbeitsmarkt erteilt, wenn die Identität des Asylsuchenden festgestellt ist.

Ein Hauptgrund, warum nicht mehr Asylwerber eine befristete Tätigkeit als Saisonarbeitskraft annehmen wollen, dürfte sein, dass ein Zusatzeinkommen nur bis zu einer bestimmten Höhe bezogen werden darf. Andernfalls werden die Leistungen aus der staatlichen Grundversorgung teilweise gekürzt oder ganz eingestellt.

Generell sieht ein Beschluss des Koordinationsrates von Bund und Ländern vom März 2012 einen Freibetrag von maximal 110 Euro für alleinstehende arbeitende Asylwerber vor. Dazu kommen bis zu 80 Euro für jedes weitere Familienmitglied. Bei unregelmäßigen Einkommen werden zur Berechnung drei Monate herangezogen.

Jetzt wird es komplizierter: Auch beim Überschreiten der Freibetragsgrenze wird die Zahlung der Leistungen der Grundversorgung „nicht automatisch vollständig“ eingestellt. Vielmehr erfolgt eine Prüfung des Einzelfalles: Abhängig von der Höhe des Arbeitseinkommens wird dann entweder eine Einschränkung oder die Einstellung der Grundversorgung verfügt. Diese Entscheidung obliegt den einzelnen Bundesländern, die für die Anrechnung des Erwerbseinkommens und eine etwaige Reduktion der Grundversorgung zuständig sind. Dabei gibt es Unterschiede, weil etwa Wien laut Sozialministerium großzügiger bei der Freigrenze ist.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 07.01.2013)

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23 Kommentare

Und einer davon als "Probetürsteher" in Vöcklabruck

Ein Tschetschene, der nette Mann machte 3 Mann in einer Stunde nieder (Kopfstoss, Faustschlag, würgen).

Dann ging er nach hause, die Polizei hat den Typen nicht festgenommen - unfassbar!

Genau solche Fachkräfte braucht das Land!


Entlarvend ist die Nennung eines Grundes

.....Ein Hauptgrund, warum nicht mehr Asylwerber eine befristete Tätigkeit als Saisonarbeitskraft annehmen wollen, dürfte sein, dass ein Zusatzeinkommen nur bis zu einer bestimmten Höhe bezogen werden darf. Andernfalls werden die Leistungen aus der staatlichen Grundversorgung teilweise gekürzt oder ganz eingestellt.......

Brauchts noch mehr Beweise das die" Asylanten" arbeitsloses Einkommen bevorzugen?!.
In Wien nennt man das Tachinieren.

EU-Heuchelei

Wer für Asylwerber einen freien Zugang zum Arbeitsmarkt fordert ist gegen Arbeitslose hier und in Europa und gegen die Idee eines gemeinsamen europäischen Arbeitsmarktes. Ein Arbeitsloser aus Griechenland oder Portugal kann nicht einfach "Asyl" murmeln und sich bei der Arbeitssuche in Österreich vom Staat versorgen lassen. Der hat die finanziellen Ressourcen nicht, um ein paar Wochen hier auf Arbeitssuche zu gehen. Oben genannte Organisationen untergraben die Idee eines gemeinsamen Europas und sollen sich nie wieder als europafreundlich ausgeben. Für die Grünen und die Kirchen ist jetzt Schluss mit dieser Heuchelei.

Wahltag ist Zahltag !

Weil es auf dem gegenwärtigen Kurs nicht weitergehen kann; das will die Mehrheit nicht ! Und sie will sich auch nicht von ein paar minderbemittelten Hanseln ständig am Nasenring vorführen lassen......

Tragisch ist,

dass diese asylanten für spottlöhne ausgenützt werden daher ist das abzulehnen und der neue Innenminister heißt HCS der richtig an die sache rangeht

Warum??

Helfen sie nicht daheim bei der Dattel und Olivenernte?

Alleine...

die Tatsache, dass diese Unterstützer dieser Scheinasylanten selber keine bei sich zu Hause aufnehmen zeigt deutlich, dass die eigene Sicherheit auch bei den Asylantenunterstützern zuerst kommt und erst dann das Wohl der Scheinasylanten. Das lässt die Heuchelei der Asylantenunterstützer allerdings nicht besser dokumentieren. Mehr davon!

das sind 428 lohndrücker,

die einheimischen arbeitskräften die arbeitsplätze wegnehmen, wo die sozialleistungen in summe mehr ausmachen, als ihr verdienst. so schauts aus. zu 99 prozent wirtschaftsflüchtlinge, die nach angemessener zeit ihren urlaub in ihrer angesstammten heimat verbringen. nach einer weiteren zeit kommt der rest vom clan auch noch zu uns.

Re: das sind 428 lohndrücker,

Wie soll sich ein Afghane inmitten von "Ungläubigen" wohl fühlen?

Re: Re: das sind 428 lohndrücker,

er geht in die kirche

Re: Re: Re: das sind 428 lohndrücker,

Danke, das war witzig.

428

Pfaaaaauuuu, das ist ja toll, und
42800 gehen einbrechen und dealen!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

@ Hr. Ettinger

? 428 ?

lt. Ihrer Aufstellung sind es aber nur 217:

Afghanistan (63),
Türkei (39),
Serbien (33),
China (31),
Kosovo (26)
Bangladesch (25).

:O

Re: @ Hr. Ettinger

Seit wann legen die Medien Wert auf Fakten wenn es um Asylanten geht. Da zählt nur die richtige Gesinnung und der wahre Glaube.

gehn ma in die türkei

und besetzten wir dort eine mosche, das dauert keine 5 minuten und man landet im knast oder hat eine kugel im schädel.

Wenn das Foto nicht viel aussagt...

Also so viel an medialer Aufmerksamkeit - man schaue nur das Begleitbild an - hatte eine linksradikale Splitterpartei wie die SLP schon lange nicht mehr.

Wieviele Österreicher hätten diese Jobs gerne?


Re: Wieviele Österreicher hätten diese Jobs gerne?

ich hoffe das war sarkastisch

kein einziger.

am arbeitsmarkt hat der staatsbürger vorrang, herr auskenner.

Qualifikation

Welche Qualifikation haben die und was können sie ? Und wenn jemand mehr arbeiten kann, warum lässt man sie nicht, so dass sie vom österreichischen Steuerzahler dann nicht mehr erhalten werden müssen ?

wo

bitte gibt es kriegszustand in der türkei, serbien und kosovo ?
es ist eher glaubwürdig als kärntner um politisches asyl ansuchen zu wollen.

428 von wiev.Tausend?


Re: 428 von wiev.Tausend?

Ab der ersten Klasse Volksschule lernt man lesen. Handen Sie da geschwänzt?

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