Drei Verletzte bei Zimmerbrand in Graz

18.01.2013 | 10:54 |   (DiePresse.com)

Die Bewohner des Hauses mussten mit Verdacht auf Rauchgasvergiftungen ins Spital. Jener Vierjährige, der am Montag eine Rauchgasvergiftung erlitten hatte, ist auf dem Weg der Besserung.

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Drei Bewohner sind in Graz am Donnerstagabend bei einem Zimmerbrand verletzt worden. Die Berufsfeuerwehr brachte die in den Rauchgasen gefangenen Menschen ins Freie und löschte die Flammen unter schwerem Atemschutz. Die Einsatzkräfte konnten ein Übergreifen des Brandes auf andere Wohnungen verhindern, teilte die Landespolizeidirektion Steiermark am Freitag mit.

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Das Feuer war gegen 19 Uhr in einem Zimmer in der Wohnung im zweiten Stock in der Brockmanngasse ausgebrochen. Die Flammen schlugen beim Eintreffen der Feuerwehr bereits aus dem Fenster und drohten die darüberliegende Wohnung ebenfalls in Brand zu setzen. Die Einsatzkräfte mussten vor dem Löschen noch einen Mann aus der brennenden Wohnung holen und weitere durch das verrauchte Stiegenhaus in Sicherheit bringen.

Danach war das Feuer rasch gelöscht. Die drei geretteten Hausbewohner mussten wegen des Verdachts auf Rauchgasvergiftungen ins LKH Graz gebracht werden. Das Zimmer brannte trotz des Löscheinsatzes völlig aus. Für die Wohnung wurde daraufhin ein Benützungsverbot erteilt. Laut Berufsfeuerwehr dürfte die Ursache eine brennende Kerze gewesen sein, die umgefallen war.

Kind außer Lebensgefahr

Von einem anderen Grazer Brand gibt es gute Nachrichten. Der vierjährige Bub, der bei einem Wohnungsbrand am Montag eine lebensbedrohliche Rauchgasvergiftung erlitten hatte, befand sich am Donnerstag laut LKH Graz außer Lebensgefahr. "Es geht ihm gut, er sitzt aufrecht im Bett und schaut sich ein Buch an", so eine Sprecherin. Die Mutter und der Sohn sollen nächste Woche befragt werden, sagte ein Brandermittler auf Anfrage, Ruhe für die Familie sei jetzt wichtiger.

Ob der Kleine durch die Rauchgasvergiftung langfristig Schäden davontragen könnte, lasse sich noch nicht sagen, erklärte die Sprecherin. Man behalte den Kleinen zur Beobachtung noch im Spital. Wann er nach Hause dürfe, könne noch nicht gesagt werden, seine Mutter sei jedenfalls bei ihm. Der sechsjährige Bruder, der bei dem Brand eine leichte Rauchgasvergiftung erlitten hatte, durfte das Spital bereits verlassen.

Die beiden Buben waren nach Erhebungen der Polizei allein zu Hause, weil die Mutter einkaufen gewesen war. Bei dem Brand, der laut einem Polizisten offenbar "fahrlässig oder unabsichtlich" im Kinderzimmer herbeigeführt worden war, hatte sich der Sechsjährige auf den Balkon der im dritten Stock gelegenen Wohnung geflüchtet. Von dort war er mit einer Drehleiter von der Feuerwehr gerettet worden. Sein kleinerer Bruder dagegen wollte sich im Zimmer unter Decken verstecken und hatte Rauchgase eingeatmet. Nach der Bergung durch Feuerwehrleute war er in künstlichen Tiefschlaf versetzt worden, am Mittwoch hatten die Ärzte die Aufwachphase eingeleitet.

(APA)

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