Lawinen: "Sehr heikle" Situation in Westösterreich

20.01.2013 | 19:25 |   (Die Presse)

Die Lawinengefahr ist auf Stufe drei angestiegen. Eine Besserung der Verhältnisse ist nicht in Sicht.

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Wien/Red. Lawinenexperten haben am Sonntag vor „durchwegs sehr heiklen“ Verhältnissen für Wintersportler in Tirol und Vorarlberg gewarnt. Durch den stürmischen Höhenwind ist die Lawinengefahr angestiegen und muss verbreitet mit Stufe drei der fünfteiligen Skala beurteilt werden.

Frische Triebschneeansammlungen können im Steilgelände sehr leicht bereits durch geringe Zusatzbelastung gestört werden. Zudem können vor allem in besonders windbeeinflussten, steilen Hängen oberhalb der Waldgrenze Triebschneepakete spontan als Schneebrettlawinen abgehen. An diesen Verhältnissen wird sich auch in den kommenden Tagen nicht viel ändern.

 

Fatale „Fehlentscheidung“

Unterdessen teilte am Sonntag der Österreichische Bergrettungsdienst in einer Aussendung mit, dass eine „Fehlentscheidung“ am Freitag drei Kärntner Bergretter bei einer privaten Skitour im Bereich des Mittagskofels in den Karnischen Alpen (Bezirk Hermagor) das Leben gekostet hat.

Der Lawinenwarndienst habe für den Unfalltag für das betroffene Gebiet die Gefahrenstufe vier ausgerufen. Zwar hätte sich die Gruppe in mäßig steilem Gelände bewegt. Jedoch sei jener Bereich im Unfallgebiet, wo Lawinen von weiter oben die Aufstiegsspur bedrohen, bis zu 42 Grad steil. Diesen gefährlichen Einzugsbereich hätten die drei Bergrettungsleute nicht berücksichtigt.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 21.01.2013)

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