Ambulanzen: Am liebsten abends ins Spital

06.02.2013 | 18:06 |  EVA WINROITHER (Die Presse)

Abends und vormittags sind im AKH und im Donauspital die Wartesäle voll. Nicht alle Patienten sind echte Notfälle – aber viele glauben, hier besser behandelt zu werden als beim niedergelassenen Arzt.

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Wien. Wochentags, kurz nach 19Uhr, während die Hauptstadt schön langsam zur Ruhe kommt, nimmt die Notfallambulanz im Wiener AKH ihren Betrieb erst so richtig auf. Alle fünf Minuten kommen neue Patienten herein. Die 30 Sitzplätze beim Eingang sind immer mindestens zur Hälfte belegt.

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Zwei Frauen, eine jung, die ältere offensichtlich krank, warten auf das Ergebnis der Untersuchung. „Sie steht völlig neben sich. Bluthochdruck und so“, sagt die Jüngere. Sie ist verärgert: „Der Arzt hat doch echt gefragt, warum wir nicht zum Hausarzt gegangen sind. Es geht ihr schlecht, das müsste genügen“, sagt sie erbost und wirft einen Blick auf die Menschen vor ihr: „Aber da sind sicher einige dabei, die zum Hausarzt hätten gehen können.“ Tatsächlich sehen die wenigsten Besucher in der Ambulanz richtig krank aus. Ein Frau steht mit ihrem Mann vor dem Schalter. Sie ist gut geschminkt, trägt hochhackige Schuhe, sie wirkt, als käme sie direkt von der Arbeit. Ist sie hier fehl am Platz?

 

„Wehwehchen“

Es ist eine alte Debatte, die Ärztevertreter in den vergangenen Tagen haben aufleben lassen. Die Ambulanzen seien überfüllt, weil zu viele Menschen sie wegen „Wehwehchen“ aufsuchen, monierte Harald Mayer, Vizechef der Österreichischen Ärztekammer – und schlug als Rezept dagegen Ambulanzgebühren vor. Zwar kam postwendend ein Nein von Gesundheitsminister Alois Stöger und der Wiener Ärztekammer. Doch Mayers Kritik an den Zuständen fand durchaus Beifall. Bis zu 50Prozent der Ambulanzpatienten, schätzen die ärztlichen Leiter diverser Spitäler, könnten gut im niedergelassenen Bereich behandelt werden.

„Ich bin Ärztin, mich stört das überhaupt nicht, wenn die Leute wegen Kleinigkeiten zu uns kommen“, sagt Margot Löbl, Assistentin des Ärztlichen Direktors im Donauspital und selbst auf der Kinderambulanz tätig. Andererseits: Je mehr Menschen kommen, desto weniger Zeit habe sie für die einzelnen Patienten. Bis zu 200 Kinder werden in der 24-Stunden-Kinderambulanz hier betreut.

Auch gegen 13 Uhr ist die Ambulanz gut besucht. Da ist der 16-Jährige mit Brustschmerzen, die Mutter mit dem kranken Baby, der Vater, dessen Sohn über Kopfschmerzen klagt. Hätte nicht wenigstens er zum Kinderarzt fahren sollen? „Was soll ich dort, wenn der Bub Kopfschmerzen hat. Der hat ja keine Maschinen zum Untersuchen, der hätte mich sowieso hergeschickt“, sagt der Vater. Zuletzt ist er in der Nacht wegen eines Magen-Darm-Infekts gekommen. Weil der Kinderarzt nicht offen hatte. Die Wartezeiten von bis zu drei Stunden nimmt er gerne in Kauf.

Patienten wie diese gibt es im Donauspital jeden Tag. Meist liegt es an nicht ausreichenden Öffnungszeiten im niedergelassenen Bereich, dem wochenlangen Warten auf Termine und der fehlenden Infrastruktur – darum gehen die Menschen lieber ins Spital. „Man muss das verstehen“, sagt Ärztin Löbl. „Die Leute haben Schmerzen, die haben Angst, dann ist sicher auch noch ein Bekannter an ähnlichen Symptomen gestorben – und schon fahren sie ins Krankenhaus, weil es da Fachärzte und die richtigen medizinische Geräte für weitere Untersuchungen gibt.“

 

Tagsüber vergisst man

Die meisten Menschen kommen abends und am Wochenende. „Sie können sich sicher sein, wenn die Ski-WM am Abend vorbei ist, kommen die Leute zu uns“, sagt Löbl und grinst. Sie findet das nur logisch. Untertags vergessen viele die Schmerzen – und abends hätte kein Arzt mehr offen. „Außerdem leben wir in einer Zeit, in der wir gewohnt sind, alles sofort zu bekommen.“

So wie der 16-Jährige mit Brustschmerzen, der wohl beim Hausarzt auch gut aufgehoben gewesen wäre. „Aber der hätte erst um halb zwei Uhr aufgemacht“, sagt er. Jetzt ist es kurz nach ein Uhr, er sitzt seit fünf Stunden hier und ist noch immer nicht fertig. Und dann gibt es noch die Fälle, in denen jemand gar nicht schnell genug in der Ambulanz sein kann. Im AKH wurden die Frau mit den Einkaufstaschen und ihr Ehemann von den Ärzten gescholten, weil sie zu Fuß ins Krankenhaus gekommen sind. „Wir hätten die Rettung rufen sollen“, erzählt sie. Bei ihrem Mann, sagt sie, bestehe der Verdacht auf einen Herzinfarkt.

Auf einen Blick

Ambulanzgebühr. Weil die heimischen Ambulanzen überlaufen sind, fordert die Österreichische Ärztekammer Ambulanzgebühren. Eine politische Absage gibt es schon. Dennoch ist das Problem unbestritten: Anstatt zum Haus- oder Facharzt zu gehen, gehen viele lieber gleich ins Spital.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 07.02.2013)

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188 Kommentare
 
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Leistung

Ich bin dafür höhere SV Beiträge einzuheben,das wäre nur gerecht für die unzähligen grossartigen Leistungen die hierzulande erbracht werden. So ca.10% würden auch niemandem wirklich schmerzen. Wenn man sich so umsieht in der Welt ist unsere Rundumversicherung so gesehen wirklich preiswert.

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Anstatt Monsterbauten, viele kleinere Kliniken.

. . . meine Erfahrung in Kanada war, dass mir das Spital immer auf die Beine half. Dort sind alle Spezialisten, alle Instrumente und gegebenenfalls ist man in besten Händen.
Kleinere Kliniken könnten immer und am letzten Stand gebaut werden und das Doktor und Facharzt Hin und her erübrigte sich.

Die Wahrheit is

dass für viele weitergehende Beurteilungen und Untersuchungen der Hausarzt nicht helfen kann.

Mit Ausnahme von den üblichen Erkrankungen (Grippe und Konsorten), Rezepten und Krankschreibungen ist der Hausarzt überholt oder überfordert. Das Ergebnis ist: Problem geschildert -> Überweisung zu FA.
Dort wartet man dann - je nach Kasse und Geldbeutel - mitunter ein paar Wochen auf einen Termin um nachher vielleicht nochmal ein paar Wochen auf einen neuen Termin (z. B. MR oder CT) zu warten.

Ich hatte vor einiger Zeit einen (vermeintlichen) Bandscheibenvorfall und bin direkt zum FA -> der verschreibt ein MR -> min 4. Wochen Wartezeit. ;-)
Der Hausarzt hätte nix anderes gemacht...

Was ich sagen will: ich hab´ Verständnis dafür, wenn Leute auf dieses Procedere sch****** und direkt in die Ambulanz latschen in der Hoffnung, alles notwendige im Haus erledigen zu können.

Für Leute, die auf Grund von harmlosen "wehwehchen" dort ankommen, müsste man einen eigenen "Hausarzt" anstellen, der das halt abfängt...
So schwer kann das ja nicht sein? Dann ist die Abmulanz nicht blockiert und die Leute kriegen trotzdem Aufmerksamkeit.

Re: Die Wahrheit is

genau so ist es!

Und nicht nur das: die meisten praktischen ärzte schreiben bei beschwerden, die nicht saisonal üblich sind (dzt. husten, schnupfen, grippe) ohnehin gleich einen überweisungsschein für die spitalsambulanz.
Einfach zur sicherheit damit ihnen niemand irgend ein versäumnis vorwerfen kann.

Ich durfte mir einmal eine deftige philippika anhören, des inhalts, ob der niedergelassene kollege zu fein sei meine fußpulse zu kontrollieren - der hatte mich einfach zum ultraschall überwiesen ohne selbst einen handgriff zu tun.
Beschimpfen lassen durfte ich mich ...

...

In der Schweiz zahle ich meine Krankenversicherung selbst, und einen jährlichen Selbstbehalt von 1000sfr.

Unglaublich wie gesund ich bin seit ich hier bin ;-)!


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Ich frage mich manchmal wirklich,..

..wie meine Schwester und ich die Kindheit ohne Krankenhausbesuch in der Nacht überlebt haben, warum immer genug Zeit bis zum nächsten Vormittag, bis zum Hausbesuch unserer Hausärztin war - und meine Eltern waren keine Ärzte?
Gut, ich höre immer öfters, daß Ärzte angeblich keine Hausbesuch mehr machen. Andererseits höre ich auch, warum. Die Bereitschaft zum Hausbesuch wird von manchen gnadenlos ausgenützt und warten will zu Hause keiner mehr.
Frau Doktor Löbl als politisch, beamtete Ärztin muß natürlich im Sinne des Herrchens, also der Rathausroten, sprechen. Die meisten Ambulanzärzte, mit denen ich gesprochen habe, reden da ganz anders. Da ist z.B. 2 Stunden während eines Fußballmatches die Kinderambulanz leer, danach kann es aber nicht schnell genug gehen. Vor allem Migrationshintergründler können da sehr unangenehm werden. Wo brauchte man vor 20 Jahren eine Security in der Spitalsambulanz?
Das Hauptproblem ist, daß seit der Hausverstand bei einer Lebensmittelkette arbeitet, dieser im täglichen Leben ausgestorben ist.
Geduld und auch eine gewisse Leidensfähigkeit ist den Menschen offensichtlich auch abhanden gekommen. Mit 37,5°C ohne sonstige Symptome braucht man schon einen Hausbesuch - und das aber sofort. Da das nicht funktionieren kann, wird die Rettung angerufen, weil man irrtümlich glaubt, dann schneller dran zu kommen und nimmt damit lieber 3 Stunden Wartezeit unter lauter Vergrippten in der Ambulanz in Kauf. Keimvermehrung pur!

Ich frage mich manchmal wirklich,..


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Hausarzt oder Facharzt


finde ich überhaupt nicht ok,

die Leute nach deren Kleidung zu beurteilen und fragen, ob deren Ambulanzbesuch gerechtfertigt ist.

als ich vor einem Jahr im UKH Meidling gesessen bin haben's mich auch blöd angeschaut weil ich nicht leidend dreingeschaut hab. und als ich dann mit einer fetten Schiene aus dem Behandlungszimmer rausgekommen bin (wg. einer Blutvergiftung) haben's alle noch blöder gschaut..

Sepsis?

Sie wurden mit einer Sepsis nach Hause geschickt?
Sie meinen vielleicht eine Phlebitis oder ein Erysipel.

Leider werden diese Krankheiten oft verwechselt.
Sepsis (Blutvergiftung)= Lebensgefährliche Erkrankung
Phlebitis = Venenentzündung
Erysipel = Rotlauf

Passt zwar nicht zum Thema, aber man sollte ihren Kommentar nicht einfach ohne Kommentar stehen lassen...

Re: finde ich überhaupt nicht ok,

Same here. Irgendwie scheine ich den leidenden Gesichtsausdruck o.ä. vermissen zu lassen. Wurde aus der Ambulanz schon als "Tachinierer" heimgeschickt - um keine 24h später mit der Rettung in anderes KH. Herz und Lunge schwer beleidigt, wäre fast dran gestorben (O-Ton des Primars) - von wegen tachinieren.

Natürlich sind auch Ärzte nur Menschen. Trotzdem ist meinen Vertrauen in die Ärzteschaft weg. Ab dem Zeitpunkt wo die Betten belegt sind haben einfach alle nix ernstes mehr - so scheints mir.

Ich würde Ärzte nicht mehr in Praxen arbeiten lassen. Gerade Hausärzte sind mMn extrem unnötig und pure Geldverschwendung. Stattdessen zentrale Anlaufstellen - die Krankenhäuser - für alle, dort eben mit mehr Personal und in Folge kürzeren Wartezeiten.

Tagsüber vergisst man die Schmerzen,

heißt es im Bericht.
Das ist nur die halbe Wahrheit. Für Ambulanzen braucht man einen Überweisungsschein eines praktischen Arztes.
Diese "Belastung" wollen sich die meisten tagsüber nicht antun einerseits aus Faulheit und andererseits bekommen viele mangels E-Card keine Überweisung ausgestellt.

Fazit und Klartext:
Die Ambulanzen dienen vielen (aber nicht allen) als Schlupfloch zu einer ärztlichen Behandlung.
Nur zugeben wird es keiner von den Verantwortlichen.....


Re: Tagsüber vergisst man die Schmerzen,

braucht es nicht für die Ambulanz ebenso eine e Card?

Re: Re: Tagsüber vergisst man die Schmerzen,

Nicht unbedingt. Auch Lindsay Vonn wurde im Krankenhaus von Schladming behandelt, obwohl sie sicher keine eCard hat. Kein Arzt kann sich das leisten jemand wegzuschicken, der was schlimmeres als einen Schnupfen hat.

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Re: Re: Re: Tagsüber vergisst man die Schmerzen,

Die hat aber auch eine millionenschwere Versicherung. Mit versicherten Ausländern verdient unser Gesundheitssystem sogar etwas. Aber das dürfte glaube ich eher nicht die angesprochene Gruppe sein..

Re: Re: Re: Tagsüber vergisst man die Schmerzen,

die Skiläuferin hat bestimmt eine gute Privatversicherung, die braucht sicher keine e Card! solange man selbst ins Krankenhaus kommen kann, muss man sich anmelden mit der e Card und ein Formular ausfüllen. es würde mich sehr wundern wenn man in die Warteschlange aufgenommen wird ohne e Card. ich hab's zumindest noch nicht erlebt.

da hat der Artikel wohl

einen Nerv getroffen, wenn man sich einige Kommentare hier durch liest! ich glaube das Grundproblem ist, dass viele Menschen ihren Körper nicht gut kennen und demnach einfach überhaupt nicht einschätzen können, ob es bzw welche/n einen Arzt/medizinische Versorgung braucht! und das viele einfach grantig werden, wenn Ärzte ihnen nicht, die ihrer Meinung nach notwendigen Rezepte und Untersuchungen verschreiben, anstatt froh zu sein, dass sie das nicht brauchen! viele denken auch so. ich Zahl ja dafür also steht mir auch dies und jenes zu. und dann kommt noch hinzu, dass viele den Arzt wechseln, wenn er mit den Patienten Tacheles sprechen! dh, sie müssen abnehmen, mehr Sport betreiben, ihre Ernährung umstellen, weniger Alk trinken etc..das wollen Patienten nicht hören. da wird es mehr geschätzt das eine oder andere Blutdruck-magen-Mittelchen zu verschreiben, dass eine schnelle kurzfristige Besserung verspricht! viele Ärzte haben dann warscheinl.Angst vor Patientenmangel.

Manche Frauen dürfen nur in Begleitung Ihres Mannes untersucht werden

Da er tagsüber manchmal arbeitet und nur er ein bisschen Deutsch kann, müssen die Ambulanzen abends oder am Wochenende aufgesucht werden.

Re: Manche Frauen dürfen nur in Begleitung Ihres Mannes untersucht werden

... oder zwischen einem Kaffeetscherl im Admiral und einer Schächtung in der Badewanne...

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Mein Hauptgrund für das Aufsuchen der Ambulanz ist,

dass ich bei einam Facharzt erst in 3-4 Monaten einen Termin bekomme. Bis dahin brauche ich ihn nicht mehr.

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Re: Mein Hauptgrund für das Aufsuchen der Ambulanz ist,

Wenn ich schon in die Großstadt fahren muss (Parkplatz!) weils auf dem Land weit und breit keinen FA gibt (Zulassung?) dann gleich in die Ambulanz. Dort habens auch Geräte

Was in diesem Artikel fehlt

Ist außer einer Meinung einer Ärztin die nicht am Gängelband der Stadt Wien hängt und deshalb eine objektive Meinung vertritt ist die Flut an Migranten in den Ambulanzen, in deren Heimatländern es keine niedergelassenen Ärzte gibt und die auch deshalb immer in eine Spitalsambulanz gehen, vorwiegend am Abend, da der Mann dann zu Hause ist und als einziges Familienmitglied der deutschen Sprache mächtig ist.Die Kinderabteilungen sind ein besonders eklatantes Beispiel dafür.Jeder Spitalsarzt, der in einer Ambulanz arbeitet, kann das bestätigen.

ambulanzbehandlungen haben einen großen nachteil:

man kommt jedesmal zu einem anderen, meist unerfahrenen jungarzt, der keine zeit hat, sich die ganze krankengeschichte durchzulesen. fehler sind da mit einprogrammiert. gespräche können ebenfalls kaum geführt werden, da höchster zeitdruck herrscht!

andererseits hat der niedergelassene arzt leider sehr oft nicht die nötige wissenslage, weil ein praktiker- selbst wenn er tag und nacht sich weiterbilden würde, niemals das gesamte spektrum an neuen erkenntnissen aneignen könnte.

dehalb bin ich für praxisgemeinschaften von fachärzten mit einem allgemeinmediziner als ersten ansprechpartner, der routinebehandlungen allein, komplexere erkrankungen mit der unterstützung der fachärzte samt ihres komplexen wissens
macht. außerdem wären da auch rund um die uhr notdienste möglich! aber die kassen müßten halt mehr zahlen und die patienten müßten für das mehr an versorgung auch höhere beiträge zahlen!

Re: ambulanzbehandlungen haben einen großen nachteil:

und ich bin gegen die zweiklassenmedizin, also gegen private krankenversicherungen!

„Der Arzt hat doch echt gefragt, warum wir nicht zum Hausarzt gegangen sind. Es geht ihr schlecht, das müsste genügen“

Hätte nicht wenigstens er zum Kinderarzt fahren sollen? „Was soll ich dort, wenn der Bub Kopfschmerzen hat. Der hat ja keine Maschinen zum Untersuchen, der hätte mich sowieso hergeschickt“

"Meist liegt es an nicht ausreichenden Öffnungszeiten im niedergelassenen Bereich, dem wochenlangen Warten auf Termine und der fehlenden Infrastruktur"

wie macht das zb norwegen?
in norwegen gibt es eine hausarztPFLICHT. von notfällen abgesehen erfolgt ein ambulanzbesuch NUR auf basis seiner überweisung.
in norwegen gibt es staatliche grundversorgung mit hausärzten: wo der bedarf nach allgemeinmedizinern nicht vom 'markt' gedeckt wird, stellt die gemeinde einen arzt an.
in norwegen gibt es kaum niedergelassene fachärzte: diese sind in den spitälern/ambulanzen den ganzen tag tätig.
in norwegen gibt es auch kaum private krankenversicherungen. nicht notwendig. die österreicher geben dafür pro jahr eine milliarde euro aus (ein betrag, der bei den gesundheitskosten gern 'vergessen' wird).

in norwegen steht das gesundheitssystem nicht vor dem kollaps. die bevölkerung ist bestens versorgt. die ärzte haben weniger stress und mehr zeit für den patienten. und dennoch nagen sie nicht am hungertuch.
in ö hingegen wird im 5 minuten-takt behandelt, +12 stunden tage sind für ärzte nicht selten. und so mancher kommt auf den stundenlohn einer putzfrau, so mancher auf ein 6stelliges monatseinkommen.

--> norwegen macht es besser als wir!

Re:Heute hat mein Hausarzt eine Vertretungspatientin abgewiesen


 
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