Aufregung um Kussverbot in Innsbrucker Lokal

02.04.2013 | 15:20 |   (DiePresse.com)

Ein Innsbrucker Lokalbesitzer fordert seine Gäste auf, "Zärtlichkeiten zu unterlassen". Laut Wirtschaftskammer ist das sein gutes Recht.

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In einem Innsbrucker Lokal nahe des Bahnhofs hat der Besitzer seinen Gästen ein Kussverbot auferlegt. „Aus Respekt vor unseren Mitarbeitern und internationalen Gästen bitten wir Sie, Zärtlichkeiten in unserem Lokal zu unterlassen", steht auf einer Hinweistafel neben der Hausordnung. Eine Vorgehensweise, die durchaus rechtens ist, wie Gernot Liska, stellvertretender Geschäftsführer bei der Wirtschaftskammer, betont. Ein Gastwirt kann ohne Grund den Zutritt zu seinem Lokal verweigern.

Bei der Wirtschaftskammer seien zwei Beschwerden von rausgeschmissenen Paaren eingegangen, bestätigte Peter Trost, Spartengeschäftsführer Tourismus und Freizeitwirtschaft der Wirtschaftskammer Tirol, einen Bericht der "Tiroler Tageszeitung". Daraufhin habe es ein Gespräch mit dem Lokalinhaber gegeben. Dabei sei gegenüber der Wirtschaftskammer versichert worden, dass es kein Problem sei, wenn Gäste Händchenhalten oder sich ein Bussi geben würden, so Trost zur Austria Presseagentur.

Dennoch beharrt der Wirt weiterhin auf seinen Standpunkt und seine aufgestellte Regel, sagte Trost. „Wenn Gäste Zärtlichkeiten austauschen, weisen wir sie darauf hin, dass dies in unserem Lokal nicht erwünscht ist. Unterlassen sie es nicht, müssen sie gehen", sagte der Wirt gegenüber der TT, der bereits seit über zehn Jahren das Lokal führt. Der Lokalbesitzer berichtete in mehreren Medienberichten auch über Vorfälle, die über den zwischenmenschlichen Austausch von Zärtlichkeiten weit hinausgingen.

"Kussprämie" im Internet

"Das Problem ist, dass andere Gäste den Bewirtungsvertrag kündigen können, wenn sie sich von anderen gestört fühlen, etwa wenn zu laut telefoniert wird", erklärte Liska. Somit müssen sie zwar Konsumiertes bezahlen, doch Bestellungen können storniert werden. "Ein Gast, der sich ungebührlich verhält, kann des Lokales verwiesen werden", so Liska. Menschen können jedoch nicht aufgrund ihrer ethnischen Herkunft, aufgrund ihres Geschlechts oder aufgrund ihrer Behinderung rausgeschmissen werden.

In Internetforen formieren sich seit geraumer Zeit Gruppierungen, die Pärchen auffordern, zum Küssen in das Innsbrucker Lokal zu kommen. In einem Blog wird sogar eine Kussprämie versprochen, ein dort angekündigter Kuss-Flashmob dürfte noch nicht stattgefunden haben.

(APA)

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33 Kommentare
 
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Wie soll man das verstehen ..???

Meint der Zärtlichkeiten der Gäste untereinander oder gegenüber dem Servicepersonal ( z.B. das Popo-Tätscheln ) bei der attraktiven Serviererin.
Ist denn wenigstens bei seinen Fleischgerichten das Fleisch zart ????
Fragen über Fragen ... Aber so lange das nicht geklärt ist, gehe ich halt nicht hin in dieses ungemütliche "Restaurant" .....

4 3

war hier eigentlich schon mal wer in besagtem Lokal?

Mal ehrlich, jeder von uns hat das Recht auf einen Besuch dieses Lokales zu verzichten. Gibt's nur das Eine rund um Innsbruck?

Oder geht's um den fremd anmutenden Namen des Gastwirts?

Hieße der Gastwirt Hans Nussbraun, würd die Sache anders aussehen ^^

Und als nächstes kommt die Burka

und die Grünen werden laut Umfragen drittstärkste Partei..... Andreas Hofer würde sich heute schämen, ein Tiroler zu sein!

ain swaisnkopp vor die tür gelegt

waere die peste andwort fuer den duerggen.
reshtsreibe wägen senuhr geändert

Aha .. Duergge oder guemmelduerke kommt nicht durch

naja, dann muss man halt creativ bosten: guemmelduerk geh ham wu shariah - hie pussi pussi

Was darf man hier eigentlich noch posten?

nur dass man das "gut" findet? Wo leben wir eigentlich mittlerweile?

Plötzlich gilt das Hausrecht!

Also muss sich der Wirt auch aussuchen können, wen er in das Lokal lässt, ob geraucht werden darf etc. etc. Upps aufgewacht, dann gilt natürlich das Hausrecht nicht! Einfach widerlich.

Gast

In einem Gastlokal ist man Gast - nicht Akteur in einem oralen Swingerclub.

Hat man den Mund nicht frei: kann man nichts bestellen!
Hat man die Hand nicht frei (weil im jeweiligenZwickel) - kann man nicht bezahlen.

Ein Gastronomiebetrieb ist keine geschützte Behinderten-Werkstätte!

www.salvados-destillounge.at


Was kommt als NÄCHSTES?

Auch wenn der Austausch von Zärtlichkeiten und Liebe ganz sicher KEINE ISLAMISCHEN Werte darstellen, sollte der türkische Wirt Herr KORKMAZ seine Entscheidung nochmals überdenken.

In einem islamischen Staat wie der Türkei wäre solch eine Entscheidung, die Menschen diskriminiert und ausgrenzt natürlich in Ordnung. In einem demokratischen Staat sollten
INTOLERANZ und RESPEKTLOSIGKEIT gegenüber Menschen, die zärtlich miteinander umgehen KEINEN Platz haben.

Da die Frage "Was kommt als nächstes?" durchaus gerechtfertigt ist, wäre eine Reaktion der Zivilgesellschaft unbedingt notwendig!

nur mal so in den Raum gestellt...

... jetzt ist es ein Küss-Verbot, was kommt dann? Wie lange dauert es wohl, bis Frauen, aus Rücksicht, ihr Gesicht verschleiern müssen. Bei der Gastfreundschaft mancher unserer Politiker würd es mich nicht wundern, wenn es früher oder später darauf hinaus läuft...

12 2

"Jauuund"

Der Wirt hat das Hausrecht.
Geht´s halt dort net hin !

"Geht´s halt dort net hin !"

Warum kann ich das den Nichrauchern nicht auch sagen, wenn ich ein Lokal hab?


Re: Hammer

tja - was sollma machn ?

wenn ana deppat is, dann issas...

Re: Hammer

Alles klar. Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.

Wenn keiner von uns

bereit ist, dort einzukehren, dann wird der gute Mann halt irgendwann vertrocknen.

Und wir haben doch wohl genug einladende Lokale, sodass wir auf so eine Spelunke nicht angewiesen sind - oder?

Re: Wenn keiner von uns

Arbeite DU mal in so einem Lokal.

19 2

Der - politisch korrekt zensierte - Name des Lokalbesitzers?

Kerameddin Korkmaz (Quelle: http://tirol.orf.at/news/stories/2578070/)

Lego wird uns verboten (http://www.welt.de/kultur/article114916435/Lego-stampft-Jabbas-Palast-wegen-Rassismus-ein.html), das Küssen, was kommt als nächstes? Bier haben die dem Vernehmen nach auch nicht so gern...

Kussverbot? gutes Recht? wohl nur solange ein Kuss nicht zu bezahlen ist ...

... denn wenn ein Kuss lt. Speisekarte zu bezahlen ist, steigt das BIP und die WKO wird flugs eine neue Konzession mit neuen Gebühren (und wie immer: mit Zwangsmitgliedschaft) dafür ins Leben rufen.

Odr?

Aufregung um Kussverbot in Innsbrucker Lokal

Kann mir nicht vorstellen, dass der Wirt ein waschechter Tiroler ist, denn der würde es sicherlich nicht verbieten - das Küssen, Bussi geben und Händchenhalten in seinem Lokal,.... ;-)

Re: Aufregung um Kussverbot in Innsbrucker Lokal

Ist eben nicht islamkonform.

Re: Re: Aufregung um Kussverbot in Innsbrucker Lokal

Genau so ist es - kann man den bitte auch hinausbegleiten - aus unserem Land!

Re: Re: Re: Aufregung um Kussverbot in Innsbrucker Lokal

Wegen Diskriminierung klagen wäre auch eine Möglichkeit.

ich denke an

einen aprilscherz.

Re: ich denke an

Wohl kaum, wenn es sogar am politisch korrekten ORF läuft: http://www.youtube.com/watch?v=0B7kPNMs4YE

Re: ich denke an

Ich denke an einen Türken.

 
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