Nach Arbeitsunfall: Angenähter Arm doch abgenommen

Am 11. Mai wurde einem Ungarn nach einem Arbeitsunfall im Burgenland der rechte Unterarm erfolgreich angenäht. Eine Infektion verhinderte nun die Genesung.

Tibor A. nach der Operation am 11. Mai.
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Tibor A. nach der Operation am 11. Mai.
Tibor A. nach der Operation am 11. Mai. – APA/HERBERT NEUBAUER

Die Hoffnung auf baldige Genesung hat sich für Tibor A. nicht erfüllt: Dem 37-jährigen Ungarn musste der rechte Unterarm, der ihm nach einem schweren Arbeitsunfall in Purbach im Burgenland vor zwei Wochen wieder angenäht worden war, am Freitag abgenommen werden. "Der Eingriff wurde heute Vormittag vorgenommen", bestätigte Karin Fehringer, Sprecherin des AKH Wien, einen Bericht des ORF.

Eine Infektion habe die Amputation nötig gemacht. Tibor A. werde nun sicher noch einige Tage zur weiteren Behandlung im Spital bleiben. Wann er das Krankenhaus verlassen kann, lasse sich derzeit noch nicht sagen.

Der 37-Jährige war am 11. Mai auf einer Bauschuttdeponie mit dem rechten Arm in ein laufendes Rüttelsieb geraten. Dabei wurde ihm der Unterarm abgetrennt. Nach dem schweren Unfall war der Ungar im Schock knapp 20 Kilometer selbst mit dem Auto bis ins Spital nach Eisenstadt gefahren.

Dort war er vom Portier zunächst von der Notarzteinfahrt zur allgemeinen Einfahrt geschickt worden. Nachdem er sich ein Parkticket gelöst hatte, ging er in die Unfallambulanz, ehe er medizinisch versorgt und mit dem Notarzthubschrauber ins Wiener AKH geflogen wurde.

Nach einem sechsstündigen Eingriff im AKH, bei dem ihm der Arm wieder angenäht wurde, schien die Heilung zunächst gut zu verlaufen. Doch am Mittwoch dieser Woche hatte sich ein Hämatom gebildet, das eine neuerliche Operation notwendig machte.

(APA)

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