Verkehr: Jedes achte Unfallopfer unter Drogen

29.05.2007 | 18:09 |  ANDREAS WETZ (Die Presse)

Eine aktuelle Studie belegt: 12% der Verletzten konsumierten illegale Drogen, 27% standen unter Medikamenteneinfluss. Österreichische Unfallchirurgen fordern nun verpflichtende Drogentests für alle Patienten.

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Wien.Zwölf Prozent der verletzten Verkehrsunfall-Opfer konsumierten vor dem Crash illegale Drogen. Weitere 27 Prozent standen zum fraglichen Zeitpunkt unter dem Einfluss von starken Medikamenten, die das Fahrverhalten beeinträchtigen können. Das ist das Ergebnis einer der „Presse“ exklusiv vorliegenden Studie der Österreichischen Gesellschaft für Unfallchirurgie zum Thema Drogenmissbrauch im Straßenverkehr.

Wie bedeutend die Zahlen sind, zeigt ein Blick in die Unfallbilanz der Statistik Austria. 2006 verletzten sich auf Österreichs Straßen 51.930 Personen. Bei 3565 davon, das sind etwa sieben Prozent, war Alkohol im Spiel. Unfallchirurgen führten nun an 664 Unfallopfern Drogen- und Medikamententests durch. Bei 263, das sind 39 Prozent, verlief der Test positiv.

„Dabei ist der Anteil in der Realität vermutlich sogar noch größer“, glaubt Walter Buchinger, Co-Autor der Studie und Leiter der Unfallchirurgie am Landesklinikum Horn (Niederösterreich). Grund: Untersucht wurden ausschließlich Verletzte, bei denen eine Operation notwendig war. Die weitaus größere Gruppe der Leichtverletzten blieb unberücksichtigt. Um einen möglichst repräsentativen Querschnitt aller Unfallopfer zu erhalten, wurden die Tests an drei Unfallambulanzen vorgenommen, die für das unterschiedliche Unfallgeschehen in der Großstadt (Lorenz Böhler Unfallkrankenhaus Wien), der Stadt (UKH Linz) und am Land (Horn) stehen.


Beliebte Beruhigungsmittel

Die Studie „Drogenscreening im Harn bei Frischverletzten“ (so der genaue Titel) ist europaweit deshalb so einzigartig und aussagekräftig, weil die Probanden im Gegensatz zu anderen Studien nicht gefragt wurden, ob sie auf Drogen untersucht werden wollen (was Drogenkranke in der Regel verneinen). Abgesehen vom eingehaltenen Datenschutz räumten die Autoren ethische Bedenken gegen ihr Vorgehen mit dem Argument aus, dass nur so eine sichere Anästhesie und Operation möglich gewesen sei. Buchinger: „Für die Verabreichung von Betäubungsmitteln und Medikamenten ist es notwendig, zu wissen, was der Patient zuvor konsumiert hat.“

Nicht untersucht wurde die Drogen- und Medikamentenkonzentration. Somit kann nicht eindeutig festgestellt werden, ob der Konsum auch Ursache für den Verkehrsunfall war. Die am häufigsten konsumierten Substanzen stammen aus der Gruppe der Benzodiazepine, das sind (legale) Beruhigungsmittel, die insbesondere von älteren Menschen eingenommen werden.

Als Konsequenz ihrer Untersuchung fordern die Unfallchirurgen nun verpflichtende Drogentests für alle stationär behandelten Patienten, um die Behandlung zu optimieren und auch, um eine Drogentherapie anbieten zu können.

Drogenlenker kann man übrigens viel weniger leicht aus dem Verkehr ziehen als Alkolenker. Bisher evaluierte Testgeräte waren zu fehleranfällig. Außerdem darf ein Polizeibeamter einen Lenker nur bei begründetem Verdacht auf Drogenkonsum untersuchen lassen. Dies muss dann ein Amtsarzt in einem langwierigen Verfahren durchführen.

Die Zahl der überführten Drogenlenker ist in den vergangenen Jahren nach besonderen Beamten-Schulungen gestiegen. Waren es in Wien im Jahr 1996 noch 100, wurden 2006 bereits 600 Lenker des Drogenkonsums überführt.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 30.05.2007)

 
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34 Kommentare
 
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Gast: sepp
31.05.2007 02:32
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Qualität einer Qualitätszeitung?

Verkehr: Jedes achte Unfallopfer unter Drogen

"Nicht untersucht wurde die Drogen- und Medikamentenkonzentration. Somit kann nicht eindeutig festgestellt werden, ob der Konsum auch Ursache für den Verkehrsunfall war." - Natürlich können Lenker Opfer sein, das geht aber aus der Studie nicht hervor. Oder sakastisch: Sollen die Leute nicht so viel saufen, dann derwischts auch kein Auto.
"Die am häufigsten konsumierten Substanzen stammen aus der Gruppe der Benzodiazepine, das sind (legale) Beruhigungsmittel, die insbesondere von älteren Menschen eingenommen werden." Und?

"Drogenlenker kann man übrigens viel weniger leicht aus dem Verkehr ziehen als Alkolenker. Bisher evaluierte Testgeräte waren zu fehleranfällig. " Und schon wurde aus einem Unfallopfer ein Drogenlenker.

Noch was: Medikamtente sind "Substanzen" und da gibts noch die bösen "Drogen".
2006: 600 Lenker des Drogenkonsums überführt? Trinken die Leute nicht mehr oder "zählt" das nicht? Ist Alkohol keine Droge?

Antworten J. E.
31.05.2007 10:50
0

Re: Qualität einer Qualitätszeitung?

Alkohol ist ein Genussmittel, auch wenn das in Bezug auf das Autofahren irrelevant ist.

hl_1001
30.05.2007 13:37
0

7 von 8 NICHT unter Drogen!?

Aber Moment, dass heißt doch, dass 7 von 8 Opfern nicht unter Drogen standen, oder? Vielleicht sollte man einfach das rücksichtslose Fahren verbieten, anstatt gleich mal auf Randgruppen, welche kaum die Statistik verändern, herumzuhacken.

Antworten kärntnerbua
30.05.2007 13:58
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Re: 7 von 8 NICHT unter Drogen!?

spaßvogel.

Gast: plebs potus
30.05.2007 13:23
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rechnen wir das mal auf die Bevölkerung um::

Dann heisst das ebenso: jeder achte Politiker, jeder achte Wirtschaftstreibende, ja jeder achte poster und selbst jeder achte Presse-redakteur lebt im Rauschzustand....

Gast: Don Quichote
30.05.2007 12:34
0

Mag schon sein, daß ...

... weitere Kontrollen die Freiheit des Einzelnen einschränken. Das liegt halt in der Natur eines jeden Gesetzes. Und wie in an allen Fällen geht es auch hier um Güterabwägung. Unversehrtheit an Leib und Leben auf der einen und ungehemmter Drogenkonsum auf der anderen Seite - da fällt mir die Wahl nicht schwer. Wer selbst einmal Opfer eines Alkolenkers war oder auch nur jemanden kennt, wird mir beipflichten.

Ilan Verdi
30.05.2007 12:30
0

Orwell schau oba!

1984 ist lang vorbei.Wir naehern uns unter dem Geheul der Zeloten und der Gutmenschen der Diktatur der Eiferer:
Totale Rauchverbote im Feinstaub-Wahn,zwangsweise Drogentests,wenn man einem Arzt in die Haende faellt. Und Aidstests bei der Gesundenuntersuchung,ob man will oder nicht. Gehaltskuerzungen fuer Dicke werden auch diskutiert. Hoehere Versicherungs-Praemien fuer Schifahrer und Bergsteiger werden angedacht.
Welch eine schöne Zukunft!
Eine alte Weiheit: die groessten Glücksverheissungen fuehrten stets zu groesstem Unglück.

Antworten J. E.
30.05.2007 12:41
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Re: Orwell schau oba!

Orwell könnte man eher da bemühen, wo sinnlose politisch motivierte Geschwindigkeitsbeschränkungen durchgesetzt werden, bei Steuergeldverschwendung und bei politischen Maßnahmen die die Verkehrssicherheit gefährden. Ein Unfallverursacher sollte aber schon aus versicherungstechnischen Gründen nachweisen müssen, dass er in einem fahrtüchtigen Zustand ist. Was soll daran Orwell'sch sein, wenn man für höheres Risiko eine höhere Leistung zu erbringen hat?

Antworten Antworten Gast: bildungsbürger
30.05.2007 13:18
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Re: Re: Orwell schau oba!

aso, bei geschwindigkeiten gilt das also nicht. wir kultivieren via tv, werbung und magazinen eine kultur der autoliebhaber. stärker, schneller, greller, je aufbgebohrter umso besser.

Ich wär sogar dafür die Geschwindigkeit in allen Autos elektronisch auf die maximal erlaubte nationale Geschwindigkeit runterzuregeln, damit löst sich das problem der kontrolle. Harte Strafen bei übertunen u.s.w. Wenn orwell, dann überall, auch in den Schlafzimmern unserer Herrschenden.

Antworten Antworten Ilan Verdi
30.05.2007 12:52
0

Re: Re: Orwell schau oba!

Also Beweislastumkehr??

C. P. U.
30.05.2007 12:13
0

Schuss mit Hofierung von Junkies: Effiziente Schnelldrogentests müssen jederzeit eingesetzt werden dürfen

Ach wie wurde ich von bösen Gutmenschen angefahren, als ich, wissend wovon ich rede, feststellte, dass man sich mal die über 90 % der Fälle ansehen sollte, bei denen KEIN Alkohol im Spiel ist.

Mir wurde unterstellt, ich wolle die Probleme des Alkohols im Verkehr herunterspielen und dann gab es noch Schläge von grünen Linken mit der Nazikeule.

Grüne schieben gern alle Probleme im Staßenverkehr auf den Alkohol, obwohl dieser in gerade mal 7 % der Fälle eine Rolle spielt. Bei meiner Forderung mal zu untersuchen, was denn die Ursache für über 90 % der Unfälle sei, stelle ich schon fest, dass ich vermute, dass Medikamente und Drogen bereits die Unfallursache Alkohol überholt haben.

Die Deutlichkeit des Ergenisses überrascht selbst mich und unterstreicht die Wichtigkeit von effizienten Drogentests im Straßenverkehr. Mehr Alkokontrollen führen leider bei Jugendlichen zu mehr Konsum illegaler Drogen, die seltener nachgewiesen werden können. Auch sogenannte Flashbacks sind eine Gefahr!

Antworten Gast: plebs potus
30.05.2007 13:29
0

Re: Schuss mit Hofierung von Junkies: Effiziente Schnelldrogentests müssen jederzeit eingesetzt werden dürfen

um sie, meinen lieben rechten Widerposter hier nicht wieder mit der nazikeule traktieren zu müssen eine Anmerkung:

Ich stimme ihrem Post einigermaßen zu, obwohl es sich stark um Spekulation handelt.

Das Hauptproblem ist die Nachweisbarkeit... Während z.b.: Cannabis im schweiss und urin schnell nachweisbar ist, sind wesentlich beeinträchtigerende Stoffe wie Kokain (im speziellen beim hang-over), MDMa, Ketamin, LSD, MDA und GHB nicht in den herkömmlichen schnelltests nachweisbar. Würde ihre Annahme also stimmen, dass mehr Alkoholkontrollen zu mehr Drogenkonsum führt, dann hiesse das ebenso: Mehr schnelltests -> mehr Konsumenten von harten psychoaktiven substanzen.

Das nächste Problem ist die flächendeckung. Bei Alkohol- Geschwindigkeits- und Drogenkontrollen läßt sich keine flächendeckende, lückenlose Kontrolle jenseits des Planquadrats umsetzen. Es bleibt halt nur Prävention in (Fahr-)Schulen, von den Kosten der Kontrollen ganz zu schweigen.

Antworten Antworten C. P. U.
30.05.2007 16:47
0

Re: Re: Schuss mit Hofierung von Junkies: Effiziente Schnelldrogentests müssen jederzeit eingesetzt werden dürfen

Vielleicht wäre es sinnvoll 20 Jahre Haftandrohung für alle, die illegale Drogen in irgendeiner Form bewerben oder verharmlosen festzulegen und für Dealer - also auch Süchtige, die Drogen weitergeben - die Höchststrafe auch ohne nachgewiesenem direkten Drogentoten auf Lebenslang hinaufzusetzen. Gemessen an der Widerbetätigungsgesetzgebung ist mein Vorschlag für das Strafmaß bei Drogendelikten doch sehr mild.

Ihre Sorge, wonach es nur Schnelltests für Cannabis gibt, ist völlig unbegründet. Schnelltests für sämtliche Arten von Drogen herzustellen ist ein Kinderspiel und es gibt sie bereits und sie könnten binnen weniger Wochen auch in praktisch beliebigen Mengen geliefert werden.

Noch nicht nachgewiesen können nur die neuen homöopathische Drogen, die angeblich die gleichen Effekte erzielen können wie herkömmliche Drogen, werden, da man noch nicht weiss, wie Homöopathie wirklich funktioniert.

Drogensüchtler haben NIE etwas hinter einem Lenkrad verloren - egal ob akut oder nicht.

Antworten Gast: plebs potus
30.05.2007 13:21
0

Re: Schuss mit Hofierung von Junkies: Effiziente Schnelldrogentests müssen jederzeit eingesetzt werden dürfen

Ein großes Problem: Jedes auf Grund der Einwirkung von Drogen erteiltes Urteil kann mit einem guten Anwalt angefochten werden, da es keine festgestellten Grenzwerte gibt, ab denen eine Fahruntüchtigkeit besteht. Im Gegensatz zu alkohol, wo man ja schon jahrzehntelange Forschungsergebnisse hat.

Um solche Grenzwerte feststellen zu können bedarf es jahrelanger breitangelegter versuche, die einen ehrlichen Umgang mit Drogen vorraussetzen und politisch nicht durchführbar sind.

Insofern, jeder Kiffer, der eine Anzeige bekommt, sollte im Verkehr auf einen Amtsärztlichen Reaktionstest bestehen. und ggfs das Urteil anfechten.

Michael
30.05.2007 11:41
1

Da geht mir ein Licht auf

Da wird uns eingeredet, mit Licht am Tag würde die Verkehrssicherheit erhöht werden (wenn nicht, zumindest die Einnahmen von Osram & Co. bzw. der CO2-Ausstoss durch erhöhten Energiebedarf).

Auf der anderen Seite fahren Alkoholiker, Drogenkonsumenten (inkl. Tabletten), 95jährige, die keine Übersicht mehr haben, auf den Strassen tendiert man zur Förderung von Verkehrssündern durch neue Ampelregelungen, die Polizei fährt auch zu schnell, wenn sie nicht im Einsatz ist, Freunderlwirtschaft und Privilegien gibt es bei Geschwindigkeitsmessungen, Bonzen werden mit 200 km/h über die Autobahn eskortiert (aber wir sollen 100 fahren) ...

es wird Zeit für etwas Neues.

Gast: Andy
30.05.2007 10:52
0

Sehr interessante Studie

Im aktuellen Kontext finde ich die Studie sehr interessant. Gerade wird uns ja wieder eingeredet wir müssten Tempo 80 einführen. Vielleicht sollten wir das Thema Drogen im Straßenverkehr etwas genauer unter die Lupe nehmen

Gast: Scheibelhofer
30.05.2007 08:27
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Verachtung für Patientenrechte

Diese Studie verachtet die Patientenrechte und ist noch stolz darauf. Dass das Drogenscreening eh dem Patienten diene, weil sonst keine sichere Narkose möglich sei, ist ein unbewiesener Schmäh, der ohnehin durch die Tatsache, dass keine quantitativen sondern nur qualitative Messungen gemacht wurden (also keine konkreten Konzentrationen bestimmt wurden) sofort entlarvt wird. Ich hoffe dass ein Patientenanwalt oder der Staatsanwalt von sich aus diese Angelegenheit rechtlich untersuchen läßt.

Antworten Gast: Prometheus
30.05.2007 12:56
0

Re: Verachtung für Patientenrechte

Selten so einen Schwachfug gelesen. Wenn Sie schon den Oberlehrer mimen, dann sollten Sie auch wissen wovon Sie reden. Zum "unbewiesenen Schmäh": zwar hat die Gruppe der Benzodiazepine (minor tranquilizers) nur eine gering sedierende (sowie anxiolytische und muskelrelaxierende) Wirkung, jedoch potenziert sie die Wirkung aller anderen Anästhetika! Nun brauch ich wohl nicht mehr zu erklären, was passieren kann, wenn ein Unfallanästhesist unwissend der Prämedikation den Patienten in eine sichere und damit tiefere Narkose legen muß... Mir scheint hier geht es nur darum das Recht zu biegen und zu beugen, um nur ja einen Straftatbestand verschleiern zu können. Genieren Sie sich eigentlich gar nicht?

Antworten Dr.Gernot Stöckl
30.05.2007 12:11
0

Re: Verachtung für Patientenrechte..... Sie sind also dafür, daß jeder Patient seinen Arzt aus welchem Grund auch immmer anlügen darf

und dem Arzt jede Möglichkeit verwehrt werden muß, die Angaben des Patienten mit anderen Mitteln zu verifizieren! Damit nehmen Sie in Kauf, daß der zumeist unwissende Patient dann wegen einer falschen Diagnose auch falsch behandelt wird und so Schaden erleidet. Und zuletzt wird der Arzt dann vielleicht noch wegen dieses Behandlungsfehlers belangt!

Gast: jux
30.05.2007 07:45
0

grüne verlogenheit

die meisten vorposter die sich so köstlich empören können sollen sich doch einmal entspannen ..... die grünen die eierseits für die freigabe von "weichen" drogen sind (was man nicht alles für einige stimmen so alles macht) treten auch lautstark gegen drogentests bei autofahrern ein, fordern aber auf übelster populistischer art die 0,0 promille. wie billig und wie geschmacklos es ist aus dem tod von menschen politisches kleingeld zu schlagen (wie es die grünen vorführen) brauch ich erst gar nicht zu sagen.

Antworten Gast: plebs potus
30.05.2007 09:45
0

Re: grüne verlogenheit

nur... angenommen in einer Unfallsituation ist einer der Teilnehmer unter Drogen gestanden, würde man noch nach dem tatsächlichen Unfallverursacher suchen, oder automatisch jenem mit Blutwert die Schuld zuschieben ? Könnte ja sein, dass der jeweilig andere einfach nicht aufgepasst hat, dafür aber nun wer büßen muss, der wegen eines Blutwerts automatisch die Unfallschuld auf sich zieht und bei dem dann auch die Versicherung aussteigt....


Antworten Antworten C. P. U.
30.05.2007 11:55
0

Re: Re: grüne verlogenheit

Keine Sorge, wenn ein Drogenlenker sich an die Vorrangregel hält und jemand anderer ihm den Vorrang nimmt und es zu einem Unfall kommt, ist natürlich der am Unfall schuld, der den Vorrang verletzte. Der Drogenlenker bekommt, sofern ihm keine Teilschuld auf Grund von verzögerter Reaktionszeit nachgewiesen werden kann, auch seinen Schaden am Auto ersetzt. ABER - der Drogenlenker ist trotzdem seinen Führerschein los, da Menschen die unter Drogeneinfluss stehen kein KFZ lenken dürfen, ja nicht einmal mit dem Rad fahren dürfen. Den Führerscheinentzugsschaden ersetzt die Versicherung nicht, somit ist es wohl klüger für den Drogenlenker auf Ansprüche bei einem Blechschaden zu verzichten und lieber die Unfallschuld auf sich zu nehmen, wenn der Unfallgegner dafür auf Polizei verzichtet.

Weiters wissen viele nicht, dass ein auf dem Rad erwischten Junkie genauso seinen Führerschein los ist - auch betrunkenen Radfahrern wird der Führerschein entzogen - so fern er einen hat.

Antworten Antworten Gast: jux
30.05.2007 10:02
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Re: Re: grüne verlogenheit

wenn im blut alkohol festgestellt wird, auch wenn der wert unter den wert von 0,8 bzw 0,5 promill liegt bekommt man probleme mit der versicherung (fall eines kollegen) die kiffer brauchen nicht in die opferrolle zu schlupfen.

Antworten Antworten Antworten Gast: Lenker
30.05.2007 12:14
0

Re: Re: Re: grüne verlogenheit

Das ist schlicht und einfach FALSCH! Das VERSCHULDEN an einem Unfall ist grundsätzlich unabhängig von der Alkoholbeeinflussung zu sehen. Das wird ja auch nicht von einer Versicherung entschieden. Beispiel wenn man bei grün über eine Kreuzung fährt und abgeschossen wird ist man auch schuldlos wenn man mehr als 0,5 Promille hat. Die Strafe für Lenken unter Alkoholeinfluß muß man aber sehr wohl zahlen.

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: officer
30.05.2007 14:36
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Re: Re: Re: Re: grüne verlogenheit

So falsch ist das nicht. Wenn bei dem Beispiel nicht unabhängige Zeugen vorhanden sind (wird selten der Fall sein - wer ist denn heute noch so blöd, etwas gesehen zu haben?), hat der Richter nur die Aussagen der beiden Lenker. Und da werden wohl beide "grün" gehabt haben. Wem wird wohl geglaubt werden - dem Betrunkenen oder dem anderen?

phuter
30.05.2007 02:27
0

Und wieder knallt man uns ein Angstthema rein....

Um später unsere Freiheiten, Bürgerrechte und den Datenschutz per Gesetz einschränken zu können. Immer das GLeiche .... jetzt kommen die Drogenlenker, dann muss man natürlich sofort diesen oder jenen Test einführen und in eine zentrale Datenbank einspeisen, denn wir haben soooo viele Drogenlenker und tote im Jahr.
Fakten und seriöse Statistiken zählen garnichts mehr - man benötigt mittlerweile nur noch anlässe - und das auch nur für die dreistesten Verbrechen an der Demokratie, um das nächste Volksentmachtungsgesetz durchzuboxen.

 
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