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Studie: „Jugend zerbricht am Leistungsdruck“

18.09.2007 | 19:27 |  MIRJAM MARITS (Die Presse)

Wie keine Generation vor ihnen leiden die heutigen Jugendlichen unter der Leistungs-Gesellschaft.

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Wien. Weltverbesserer und sozial engagierte Jugendliche waren gestern. Heute wächst eine Generation junger Menschen heran, die ihr Leben ganz auf eine erfolgreiche berufliche Karriere, viel Geld und hohes Ansehen hin trimmt – und dabei am ständig wachsenden Leistungsdruck der neoliberalen Gesellschaft zu zerbrechen droht.

Das ist, stark verkürzt, das Ergebnis einer Studie („Jugend unter Druck“), die der Jugendforscher Bernhard Heinzlmaier, Vorsitzender des Wiener Instituts für Jugendkulturforschung, an 11- bis 29-Jähren durchgeführt hat.

Es sei die erste Generation Jugendlicher, die voll von der stark auf Leistung ausgerichteten Gesellschaft erfasst wurde. „Die Anforderungen sind höher, die Konkurrenzsituation größer“, sagt Heinzlmaier. Über 60 % der Befragten geben an, dass der Druck in Arbeit, Schule oder beim Studium von Jahr zu Jahr größer wird. Der Aussage „Ich habe das Gefühl, dass nur meine Leistungen, nicht aber ich selbst für die Umgebung wichtig sind“, stimmen 44 % der 11- bis 14-Jährigen zu. Einen derartigen Druck, sagt Heinzlmaier, „hat die Generation davor nicht erlebt“.

Vor allem die ganz Jungen zwischen 11 und 14 Jahren leiden darunter, funktionieren zu müssen. „Die Eltern erwarten sich erfolgreiche Kinder.“ In dieser Altersgruppe fühlt sich fast jeder Zweite (46%) von den Eltern unter Druck gesetzt, Leistungen in der Schule zu erbringen. Bei den Älteren nimmt der Wert ein wenig ab. „Da ist der Fremdzwang zum Selbstzwang geworden“, sagt der Studienautor.


Mehr Alkoholmissbrauch

Mädchen sind laut der Studie stärker betroffen. „Sie verdoppeln den Druck von außen, weil sie zusätzlich hohe Ansprüche an sich selbst stellen.“ Sich gestresst zu fühlen ist „zur Grundbefindlichkeit des jungen Menschen geworden“.

Eine Befindlichkeit, der sie sich immer weniger gewachsen fühlen. „Eine monströse Zumutung“, schreibt Heinzlmaier. Die Folgen reichen von psychosomatischen Erkrankungen über Depression bis hin zu vermehrtem Alkoholmissbrauch. In der Gruppe der 15- bis 19-Jährigen trinkt jeder Zweite (55%) ein oder mehrere Male pro Woche. Die Zahl derer, die dies bis zur Besinnungslosigkeit tun, sei gestiegen. Das Argument, Komatrinken habe es immer gegeben, könne nur von überforderten Politikern kommen, meint Heinzlmaier. „Das ist in dieser Quantität und Radikalität ein völlig neues Phänomen.“ Mit dem die Gesellschaft überfordert ist: „Da wird der Einzelne in Therapie geschickt, aber über das System dahinter wird nicht nachgedacht.“ Dass Alkohol-Exzesse aus dem Wunsch der jungen Gestressten entstehen, in der Freizeit etwas Intensives zu erleben, und nicht nur aus Gruppenzwang oder sozialen Problemen, sei bisher kaum beachtet worden.

Dass die junge Generation das Prinzip „Leistungsgesellschaft“ angenommen hat, sieht man auch an den Werten, die ihnen wichtig sind (siehe Grafik). Zu Beginn der 90er- Jahre noch sei die Jugend „post-materialistisch“ orientiert gewesen, habe sich für Umweltschutz oder die Dritte Welt engagiert. Heute zählt das eigene Weiterkommen. Ideologische Werte oder Glaube sind bei der Mehrzahl nicht einmal mehr sekundär. Die Frage nach dem Sinn des Lebens stellen sich die meisten zwischen Konsum, Erlebnis und Lifestyle gar nicht mehr.

Die Schuld am Wertewandel gibt Heinzlmaier „dem System“. Oder, etwas differenzierter: Es sei heute „unhinterfragbares Allgemeingut“, dass sich die Gesellschaft an Konsum und Leistung orientiert. „Das wird weder von konservativer noch von linker Seite hinterfragt.“

Was es brauche, sei eine andere Ethik, eine Rückbesinnung auf die „viel gescholtenen traditionellen Werte wie Familie und Religion“. Dass es dazu kommt, glaubt Heinzlmaier nicht. „Das wird alles so weiter gehen.“ Und die nächste Generation junger Leute wird „in die Krise schlittern“.

Kommentar Seite 37

AUF EINEN BLICK

„Jugend unter Druck“ heißt die Studie, die Jugendforscher Bernhard Heinzlmaier (Bild) an 1200 deutschen Jugendlichen durchgeführt hat. Die Ergebnisse – die Jungen stehen unter vermehrtem Leistungsdruck – „decken sich 1:1“ mit den Forschungsergebnissen in Österreich. [Clemens Fabry]

("Die Presse", Print-Ausgabe, 19.09.2007)

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72 Kommentare
 
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Gast: sweetheart
10.09.2011 01:20
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Freizeitstress

Davon kann ich ein Lied singen. Ich erlebe diesen Leistungsdruck jeden Tag selbst enorm. Ich bin derzeit in Ausbildung. Meiner Meinung nach ist es korrekt "Leistung" zu fordern und "Ziele" zu setzen. Es soll uns jungen Erwachsenen ja Perspektiven zeigen und uns weiterbringen im Leben. Doch es gibt eben kleine Unterschiede. Unnötige Maßnahmen die man ergreift, um Auszubildende unter Druck zu setzen. Sei es Konkurrenzgetue untereinander oder ähnliches. Macht die Sache in meinen Augen nicht besser. Da wird mehr die Belastbarkeit geprüft, anstatt ordentlich ausgebildet. Und das Schlimmste ist, dass immer mehr an ihren Fähigkeiten zweifeln. Auch ich zweifle oft an mir, sei es meine Persönlichkeit oder meine Leistung. In meinen Augen liegt das Problem aber nicht nur an den Lehrlingen, sondern auch an den Führungskräften oder allgemein den Verwantwortlichen. Wer ist überhaupt dafür verantwortlich?

Aber wehe, es wehrt sich einer dagegen oder kündigt, dann wird alles schön unter den Tisch gekehrt, damit es bloß keiner mitbekommt. Da fragt man sich, ob man überhaupt noch Kinder in diese Welt setzen soll, wenn das so weitergeht.

Gast: Rommy
19.06.2010 15:17
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Leistungsdruck

Ich schreibe gerade meine Scheffelpreisrede über Leistungsdruck.
Ich hatte 2 Hörstürze, habe Probleme mit Tinitus, stressbedinge Hautausschläge und bin eine erfolgreiche, gestresste Schülerin, die wie viele andere in meinem Alter eine Therapie macht.
Es ärgert mich, wenn Menschen ihre Augen verschließen, nicht sehen wollen, dass mittlerweile einer von 2 Schülern in mehreren Fächern Nachhilfe bekommt, dass sich mit dem Druck auch Erscheinungen wie Selbstverletzung und Depression häufen. Haben Sie mal ein Kind, dass sich selbst verletzt weil es von allen Seiten immaginäre Ellenbogen in die Seite gerammt bekommt, weil jeder noch besser sein will. Spätestens dann erkennen sie die Nachteile unserer Leistungsgesellschaft.

Antworten Gast: Lilly19992
23.01.2011 13:57
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Re: Leistungsdruck

Hallo Rommy,

ich besuche zur Zeit die Oberstufe und werde in 4 Monaten meine Abiturprüfungen ablegen. Ich leide extrem unter dem Leistungsdruck der gymnasialen Oberstufe. Wie du habe ich davon auch einen Tinnitus bekommen und zu dem ein Pfeiffrisches Drüsenfieber verschleppt, dass ich seit 2 Jahren ! habe und es nur bedingt besser wird.
Ich bin total verzwiefelt, habe Angst morgen in die Schule zu gehen. Wahrscheinlich werde ich nicht gehen.
Ich weiß nicht ob du das hier liest, bzw. es evtl. noch andere Menschen gibt die Interesse hätten sich mit mir über das Thema auszutauschen und Ratschläge zu geben.

Liebe Grüße

Gast: Wilhelm
17.05.2010 01:45
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Stressiger Schulaltag

Die Einführung von Bachelor Studiengängen und Verkürzung des Gymnasiums in Deutschland erhöht den Stress der Jugend noch zusätzlich.

Gast: Hubertus
15.09.2009 17:45
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Leistungsdruck ist nicht lachhaft...

Leistungsdruck beginnt ganz eindeutig nicht nur mit schlechten Noten. Große Probleme sind auch das Messen mit anderen Schülern die noch besser sind. Selbst wenn man notentechnisch recht stabil erscheint, fühlt man sich schnell minderwertig, bekommt Zukunftangst und verliert den Glauben an sich selbst. Man verweigert die Schule zwar nicht, sieht es aber als Tortur die einem den ganzen Tag zerstört. Viele sagen: "Leistungsdruck?! Pah, andere schaffen es doch auch, stell dich nicht so an, du bist doch überhaupt nicht schlecht!" Genau das bringt die Schüler nur noch weiter in Unsicherheit. Man fühlt sich als Schwächling und Versager. Genau deshalb holt man sich zu selten Hilfe. Für mich ist es ganz klar, Schüler werden unter Druck gesetzt, Lehrer sind mehr und mehr leistungsorientiert. Ich selbt erfahre dasselbe. Wie viele spreche ich mit niemandem darüber, wen sollte es denn auch geben der so etwas ernst nimmt.

volle Zustimmung

selten einen so guten Artikel gelesen!

Gast: Oswald P.
19.09.2007 20:15
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Ratios Problem ist es,

dass in seinen Postings zwar manch Bedenkenswerte enthalten ist, er aber nicht imstande ist, die Komplexität der modernen Welt in ihrer Gesamtheit zu sehen, zu stark sind seine Vorurteile und sein Schwarz-Weiß-Denken.
So erreicht er mit seinen plakativen Ansagen, dass er als reaktionär und verstaubt hingestellt wird, was er in der Realität vielleicht gar nicht ist.

Was Neoliberale?

Was haben die Neoliberalen schon wieder damit zu tun? Die Linken sind es doch, die den ganzen Deppen und vor allem den Mädchen ständig einreden, daß sie supererfolgreich in Beruf und Privatleben sein müssen, um als Mensch was zu gelten. Jeder Trottel wird durchs Gymnasium gedrückt, auf die Uni gezwungen und soll dann als irgendeine Art von unproduktivem Akademiker mit "Qualifikationen", die keiner braucht, in der gesellschaftlichen Elite mitkämpfen.

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Leistungsdruck? Lachhaft!

Der Leistungsdruck besteht z.B. für Lehrlinge darin, die Grundrechnungsarten zu beherrschen. Wahnsinn! Unzumutbar! Der Leistungsdruck besteht für Schüler darin mit 5er im Zeugnis trotzdem aufzusteigen. Unpackbar! Wer soll sowas schaffen? Der Leistungsdruck besteht darin ob man das Geld der Eltern für ein Piercing ein Tatoo oder das 8. Handy in 2 Jahren ausgibt. Skandal! Jeder Lehrer wird bestätigen, dass das Wissensniveau der Schüler in den letzten 30 Jahren gesunken ist. Sind natürlich nicht die Schüler schuld, sondern die Lehrer, das Schulsystem, die Regierung, wer auch immer, nur nicht die, die weniger lernen als früher. Lachhaft!

Antworten Gast: Tina
01.04.2009 19:27
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Re: Leistungsdruck? Lachhaft!

Ich kann nicht verstehen wie sie so reagieren können. Ich selbst habe auch dieses Problem. Ich bin eine Einser-Schülerin und keiner außer mir selbst setzt mich unter Druck. Schüler die nur 5en schreiben, stehen natürlich unter keinem Leistungsdruck, da gebe ich ihnen Recht. Aber wissen Sie wie schwer es ist in jedem Fach gute Noten zu schreiben und immer gleich einen dummen Kommentar zu hören zu bekommen, wenn man mal nicht die beste Klausur schreibt ?

Antworten Antworten Gast: CherrySpring
09.02.2011 20:50
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Re: Re: Leistungsdruck? Lachhaft!

Danke Tina. Danke, danke, danke. Du sprichst mir aus der Seele. Allerdings kann ich mit auch dumme Kommentare anhören, WENN ich die beste Schularbeit schreibe oder das beste Zeugnis habe... Das ist wahnsinnig anstrengend. Ich habe nicht so das Problem mit dem Lernen, ich lerne eigentlich kaum (und ich bin am Gymnasium, bevor jetzt dumme Kommentare kommen, dass ich Hauptschülerin bin oder so...) aber wenn ich schlechte Noten schreibe, bin ich extrem enttäuscht von mir und traurig, andererseits kann ich mich aber auch überhaupt nicht über gute Noten freuen und bin nie stolz auf mich. Wir werden alle dazu erzogen, nie mit uns zufrieden zu sein oder uns einmal selbst zu loben, obwohl das manchmal notwendig wäre. Denn wenn man immer gut ist, wird man irgendwann auch nicht mehr von anderen gelobt, sondern nur noch getadelt, wenn man den eigenen Standard einmal nicht halten kann. Und ohne jede Aufmunterung und ohne jeden Zuspruch kann kein
Mensch leben. Danke Tina.

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Re: Leistungsdruck? Lachhaft!

Modestus, Uwe S. und Bertram werden kollabieren, wenn sie Ihre - richtigen - Zeilen lesen, vorausgesetzt, sie kapieren, worum¿s überhaupt geht. Genau das, was Sie geschrieben haben, habe ich mehrfach versucht, zu erklären, dann kommen thumbe Menschen und werfen mir verstaubtes Denken vor und merken selbst nicht, dass sie selbst einfach nur anmaßend und gedankenlos sind.

Antworten Antworten Gast: Georg
19.09.2007 18:49
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Re: Re: Leistungsdruck? Lachhaft!

Dass es diese wenig erfreulichen Zustände gibt, wird wohl niemand, der einigermaßen bei Verstand ist, bestreiten.
Doch sollte von dieser Momentaufnahme eines Teilsegments der Lebensrealität der "Jungen" nicht auf die allgemeine Situation geschlossen werden.
Denn heute ist es selbst für hoch qualifizierte Berufseinsteiger nicht mehr selbstverständlich, wie zu Ratios Zeiten, einen adäquaten Job zu finden, der entsprechend bezahlt und nicht von Lohndumping betroffen ist. Der sich dadurch massiv erhöhende Leistungsdruck ist eine Tatsache, auch wenn er von Ratio und Seinesgleichen, die dies schön zu reden versuchen, negiert wird.

Antworten Gast: Crassus
19.09.2007 18:21
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Re: Leistungsdruck? Lachhaft!

Die von Ihnen beschriebenen Mängel gibt es zweifelsfrei, doch spüren auch tüchtigere "Junge", die an ihrem Fortkommen ernsthaft arbeiten, diesen rasant zunehmenden Leistungsdruck, der in einer den Zwängen der Globalisierung ausgesetzten Arbeitswelt normal zu werden scheint.
Dass der damit einhergehende Wertewandel massive Auswirkungen auf Staat und Gesellschaft hat, wie z. B. die abnehmende Akzeptanz gegenüber einem auf dem Umlagensystem beruhenden Pensionssystem, ist derzeit noch kein Thema, wird aber mittelfristig die Politikfelder der westlichen Gesellschaften dramatischen Veränderungen aussetzen.

Gast: modestus
19.09.2007 14:46
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unser freund

"ratio" muß so ein verbitterter lehrer sein, der täglich unsere kinder quält, junge menschen schon lange nicht mehr leiden kann und seeehr frustriert ist.

Re: unser freund

schon wieder eine fälschung des widerlichen
gast:modestus

es kann nur einen geben

der original MODESTUS!!!

Antworten Gast: Bertram
19.09.2007 17:10
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Re: unser freund

Ach was, Ratio ist einfach froh, dass er in diesem Forum seine angestaubten Phrasen, unterbringen kann, in der Hoffnung, endlich Gehör zu finden.
Man sollte ihm diesen Gefallen nicht tun, sondern ihn einfach ignorieren!

Antworten Gast: aber wirklich nicht
19.09.2007 16:37
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Re: unser freund

Nur weil jemand nicht sofort kritiklos in die linke Opferrhetorik einstimmt muss er verbittert sein? Wahr ist vielmehr, dass ein solcher Mensch einen Verstand besitzt und im Gegensatz zu Ihnen auch nutzt.l

Antworten Antworten Gast: Uwe S.
19.09.2007 17:16
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Re: Re: unser freund

Nur weil Ratio ein Loblied auf die Kriegsgeneration singt und die Härte des Lebens und der Arbeitswelt preist, ist er noch lange kein eigenständiger Denker. Vielmehr ähneln seine Postings Äußerungen diverser älterer Semester an den Stammtischen, welche es drängt, aus ihrem ungeheuer entbehrungsreichen Leben berichten zu müssen.

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@ Uwe S.

Ich preise keine Härte. Auch Sie verstehen nicht, was Sie lesen.

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Uwe S.
19.09.2007 18:32
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Sie denken wohl auch, die Wahrheit gepachtet zu haben?

Ihre vor Platitüden strotzenden Phrasen sind nur allzu deutlich zu verstehen wie auch Ihre Ignoranz anderen gegenüber ein Markenzeichen von Ihnen zu sein scheint.

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Re: unser freund

Kinder quälen? Das ist mir n i e m a l s in den Sinn gekommen! Dass Sie aber daran denken, zeigt von krausen Phantasien! Gehn¿s zum Arzt!

Gast: Herha
19.09.2007 12:33
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Na welch Wunder.

Die Kreiskys und Schüssels der letzten 30 Jahre haben den heute jungen Bürger nur Schulden zurückgelassen. Die nächste Generation muss sowohl für sich - als auch für die Generation der 70er, 80er, 90er und 2000er zahlen!!!

Gast: Thomas
19.09.2007 12:21
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Die jungen Leute zeigen sich, wie es seitens der "Wirtschaft" verlangt wird, nur "flexibel"

Die "Wirtschaft" müsste die Ergebnisse dieser Jungendstudie eigentlich begrüßen, macht sie doch deutlich, dass die von Wirtschaftsseite einforderte "Flexiblität" von den jungen Leuten endlich verinnerlicht wurde und ihr Leben zur Gänze auf das Berufsleben und den Konsum, der natürlich der Wirtschaftsankurbelung dient, ausgerichtet haben und all der "postmaterialistische" Humbug der 1980er und frühen 1990er Jahre endlich entsorgt wurde.
Nur Pech, dass dabei die Ethik auf der Strecke bleibt und die Gesellschaft insgesamt etwas kälter werden wird.

Antworten Gast: Profanus
19.09.2007 18:04
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Re: Die jungen Leute zeigen sich, wie es seitens der

Sie treffen den Nagel auf den Kopf!
Wer braucht schon Weltverbesserer und Revoluzzer, angepasst und flexibel muss der Arbeitsnehmer sein, um in der heutigen Arbeitswelt reüssieren zu können.
Ob mit solch einer opportunistischen Haltung die Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft gemeistert werden können, ist allerdings mehr als fraglich. Nur von unangepassten Vor- und Querdenkern gehen schließlich die für die Menschheit relevanten Veränderungen aus!

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Re: Re: Die jungen Leute zeigen sich, wie es seitens der

Die Opportunisten gibt es seit 1968, die die Welt relevant veränderten. Toll. Die Staaten sind nun verschuldet, das Bildungsniveau gesunken, der Arbeitswille ist - "was bekomme ich wie oft", die Qualität ist "passt schon" "is eh egal" und die Zukunft ohne Kinder, denn "ich will leben". So steuern wir dem Paradies entgegen.

 
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