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Tierschutz: Täglich 30 illegale Welpentransporte

12.10.2007 | 18:51 |  MIRJAM MARITS (Die Presse)

Die geplante Gesetzesnovelle im Kampf gegen den unseriösen Hunde-Handel geht nicht weit genug, kritisiert „Vier Pfoten“.

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Wien. In den Kofferraum gepfercht werden sie über die Grenze gebracht: Das Geschäft mit Hundewelpen aus dem Osten boomt. 30 Transporter mit jeweils bis zu 15 Hunden, schätzt man bei „Vier Pfoten“, kommen täglich aus Ungarn und Tschechien nach Österreich. „Genaue Zahlen fehlen, denn die meisten werden nicht erwischt“, sagt Philipp Strohm von „Vier Pfoten“. Eine Grenzbeamtin habe sogar von 400 bis 500 Welpen pro Wochenende berichtet.

Illegal sind die Welpentransporte zwar nicht immer – ab einem Alter von acht Wochen dürfen Hunde transportiert werden – unseriös aber in jedem Fall: Denn „die Hündinnen werden viel zu oft gedeckt, sind ausgelaugt und bringen Welpen mit schwachem Immunsystem auf die Welt“. Diese würden oft zu früh von der Mutter getrennt. Was schwer nachzuweisen sei: Ein Grenzbeamter könne kaum beurteilen, ob ein Hund sieben oder acht Wochen alt ist. Sofern die Händler überhaupt gestoppt werden, müssen sie maximal mit einer Verwaltungsstrafe rechnen, weil sie die Welpen nicht ordnungsgemäß transportiert haben. Die Tiere würden ihnen meist nicht abgenommen, so Strohm.

„Vier Pfoten“ kritisiert, dass Züchter in Österreich nicht gewerblich gemeldet sind und fordert, dass sich Züchter und Händler registrieren müssen. Ohne Registrierungsnummer soll man etwa bei Internetseiten wie tierbazar.at keine Tiere mehr anbieten können. So würden illegale Händler von Online-Plattformen ausgeschlossen, über die der Großteil der unseriösen Verkäufe abgewickelt werde.

Dieser Markt wird in der Gesetzesnovelle, die den Welpenhandel erschweren soll und gerade in Begutachtung ist, nicht beachtet, kritisiert „Vier Pfoten“. Positiv sei, dass der Verkauf im öffentlichen Raum verboten werden soll: Denn viele Ost-Händler verkaufen die Tiere auf Parkplätzen von Einkaufszentren, aber auch auf dem Naschmarkt, aus dem Kofferraum oder der Reisetasche heraus – und deutlich günstiger als seriöse Züchter. Schwerer wird es für die unseriösen Händler trotz Gesetzesnovelle aber nicht unbedingt: Wenn ab 21. Dezember Ungarn und Tschechien zum Schengen-Raum gehören, müssen sie noch weniger Kontrollen fürchten.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 13.10.2007)

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3 Kommentare
astra1971
23.11.2007 11:24
0 0

Vor dem Kauf eines sogenannten Rassetieres sollte bedacht werden, daß möglicherweise eine Qualzüchtung unterstützt wird.

Bei Hunderassen, die auf extreme Nasenlosigkeit gezüchtet werden, wie etwa Pekinesen, Boxer und Möpse, sind Kurzatmigkeit, Schluckbeschwerden und Gebißmißbildungen die Regel. Bestimmte Formen von Zwergenwuchs, z.B. beim Dackel oder Basset, sind mit erblich bedingten Wirbelsäulenschäden verbunden.

Tiere, die nicht überzüchtet sind oder eine gesunde "Promenadenmischung", die im Tierheim auf ein neues Zuhause wartet, werden mehr Freude bereiten.

Einen Hund alleine in einen Zwinger zu sperren, widerspricht seinem natürlichen Bedürfnis nach sozialen Kontakten. Frustrationsbedingte Verhaltensstörungen sind vorprogrammiert. Wer sich einen Hund anschafft, der gewinnt ein neues Familienmitglied, und ein solches sperrt man nicht einfach weg. Außerdem sind Hunde Lauftiere mit einem großen Bewegungsbedürfnis und benötigen täglich die Möglichkeit zu freiem Auslauf.

Justin
16.10.2007 17:40
0 0

Zur Notwendigkeit der Hundehaltung

Was haben Hunde in Städten verloren? Sie verursachen nur Dreck und lärmen herum. Wer freut sich nicht spätnachts oder frühabends über Hundegebell aus Nachbarwohnungen...?

Justin
16.10.2007 17:39
0 0

Zur Notwendigkeit der Hundehaltung

Es gibt ohnedies keinen Grund, Welpen züchten zu müssen. Die Tierheime sind voll und Hunde in Städten (nicht in Bauernhöfen oder in Bergdörfern o. Ä.) sind sowieso überflüssig und nur Lärm- und Dreckverursacher.

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