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Tötete Geheimorganisation "Eule" ehemaligen SS-Arzt Heim?

14.10.2007 | 09:53 |   (DiePresse.com)

Aribert Heim, seit 45 Jahren auf der Flucht, soll als Arzt im KZ Mauthausen hunderte Menschen durch Herzinjektionen getötet haben. Ein israelischer Offizier behauptet nun, Heim sei 1982 getötet worden.

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Einer der meistgesuchten mutmaßlichen NS-Verbrecher, der aus Österreich stammende frühere SS-Arzt im KZ Mauthausen, Aribert Heim, sei 1982 aufgespürt und von einer Geheimorganisation getötet worden. Dies schreibt der israelische Oberst Danny Baz in einem autobiografischen Werk, das am Dienstag in Frankreich erscheinen soll.

Baz schildert in seinem Buch mit dem Titel "Ni oubli, ni pardon. Au coeur de la traque du dernier nazi" (Weder Vergessen noch Verzeihen. Im Zentrum der Treibjagd nach dem letzten Nazi), er habe in den 80er Jahren der geheimen amerikanischen Organisation "(Schleier)eule" angehört. Diese habe es sich zur Aufgaben gemacht, die letzten Nazis, die sich nach Amerika geflüchtet hatten, zu fassen.

"Aribert Heim ist tot"

In Kanada sei Heim vor 25 Jahren von Leuten der "Eule" geschnappt worden, so der Oberst der Luftwaffe und Spezialist für Kommandooperationen weiter. Danach sei er "abgeurteilt" und auf der Insel Santa Catalina vor der kalifornischen Küste exekutiert worden. Greifbare Beweise dafür legt Danny Baz in seinen Schilderungen allerdings nicht vor.

"Aribert Heim ist tot. Ich war an der Operation beteiligt, die zu seiner Hinrichtung 1982 geführt hat", schreibt der Offizier im Vorwort zu seinem Buch, das der Nachrichtenagentur AFP vorliegt.

"Streng wahrheitsgemäße Fakten"

Laut Danny Baz operierte "Die Eule" unter größter Geheimhaltung und in der Illegalität. Die Organisation habe allerdings die Unterstützung hochrangiger Leute beim US-Auslandsgeheimdienst CIA, bei der Bundespolizei FBI und bei den israelischen Geheimdiensten erhalten. Sie sei von einem Mauthausen-Überlebenden gegründet worden.

"Dieses Buch ist der Bericht von streng wahrheitsgemäßen Fakten. Allerdings wurden bestimmte Episoden absichtlich aus Gründen der Vertraulichkeit verschwiegen", schreibt Baz in seinem Vorwort. Das Buch ist im Stil eines Romans verfasst.

Zweifel: "Baz hat eine große Fantasie"

Für Serge Klarsfeld, den Gründer der Vereinigung der Söhne und Töchter jüdischer Deportierter Frankreichs, ist das Werk Baz' "eine große Fantasie". Er habe nie von "Die Eule" gehört. "Wenn diese Organisation existieren würde, dürften sie annehmen, dass ich davon gehört hätte", sagte er. Aribert Heim sei sicherlich genauso wie der Eichmann-Gehilfe Alois Brunner, ein Eichmann-Gehilfe eines natürlichen Todes gestorben, so der Nazi-Jäger.

"Das ist total unwahrscheinlich"

Auch das Simon Wiesenthal Center Jerusalem bezweifelt, dass der als NS-Verbrecher gesuchte, aus Österreich stammende Aribert Heim tot ist. "Das ist total unwahrscheinlich", kommentierte der Direktor des Zentrums, Efraim Zuroff, dahingehende Berichte.

Zuroff verweist auf einen Brief aus dem Jahr 1986, der Heim zugeschrieben wird. "Danny Baz hat derartige Behauptungen schon vor fünf Jahren in der israelischen Presse getätigt, wonach seine Gruppe 25 Nazis auf dem amerikanischen Kontinent exekutiert habe, ohne weder den Namen eines dieser Verbrecher zu liefern noch das Geringste zur Bestätigung seiner Aussagen", fügte Zuroff hinzu. Seinem Kenntnisstand nach und jenem der deutschen Polizei, die Heim Suche, sei dieser noch am Leben. Er verstecke sich in Spanien oder in Südamerika.

"Doktor Tod" seit 1962 auf der Flucht

Der 1914 in Bad Radkersburg geborene Aribert Heim wäre heute 93 Jahre alt. 1941 soll er als SS-Arzt im Konzentrationslager Mauthausen zahlreiche Häftlinge durch Herzinjektionen ermordet haben. Nach dem Krieg praktizierte er im deutschen Baden-Baden als Frauenarzt und ist seit 1962 auf der Flucht. Der "Doktor Tod" genannte Mediziner wurde in Südamerika vermutet. Das Justizministerium hat eine Prämie von 50.000 Euro zu seiner Ergreifung ausgesetzt. Auf der Liste der "Meistgesuchten Nazi-Kriegsverbrecher" des Simon Wiesenthal Zentrum steht Heim an zweiter Stelle hinter dem früheren SS-Hauptsturmführer Alois Brunner, dem als Mitarbeiter Adolf Eichmanns vorgeworfen wird, u.a. in Griechenland und Ungarn an der Deportation von Juden mitgewirkt zu haben. (APA)

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26 Kommentare
1 2
wolbo
16.04.2008 17:06
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Mag. Wolfgang Böhm

Es ist in höchstem Maße bedauerlich, dass diese Naziverbrecher und Massenmörder wie Alois Brunner und Aribert Heim ihrer Strafe entgehen konnten. Es gibt Hinweise, dass auch Alois Brunner bereits tot ist. Wie auch immer! Was hat Österreich die letzten Jahrzehnte eigentlich unternommen, nichts!, Simon Wiesenthal ließ man im kalten Regen stehn! Wie schön, dass es jetzt seit kurzem eine kleine Ergreiferprämie gibt, weil der Staat nichts unternimmt. Man sollte mal historisch gründlichst aufarbeiten, wie die katholische Kirche den Naziverbrechern bei der Flucht geholfen hat, wie man von Seiten der USA mitgeholfen hat, dass Naziverbrecher eine neue Identität erhielten, wie es möglich war, dass ein "Krone"-Journalist 1987 ein Interview mit Alois Brunner machen konnte, ohne dass die Behörden reagiert haben - 1985 gab Alois Brunner der Zeitschrift "Bunte" ein Interview. Und es gehört auch thematisiert, welche Karrieren ehemalige Naziverbrecher unbehelligt auch in Österreich machen konnten!

pennpatrik
15.10.2007 10:17
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Wann werden wir endlich kapieren ...

... dass es gute und böse Morde gibt. Über 60 Jahre Umerziehung sollten doch endlich den neuen Menschen aus uns geschaffen haben haben.

Antworten Gast: plebs potus
15.10.2007 11:51
0 0

Re: Wann werden wir endlich kapieren ...

Mord bleibt Mord.

Der wesentliche Unterschied, ist, dass die Nazis nicht nur Ermorden liessen: Sie liessen die Menschen enteignen, einpferchen, aushungern, foltern, als Versuchskaninchen misbrauchen, sich bis zur Erschöpfung überarbeiten, ihre Familien entreissen und zum Schluss dann erst Ermorden.

Insofern verstehe ich die Rachegelüste einiger Jüdischer Vergeltungstruppen, was aber nicht heisst, dass man diese Leute nicht ebenso vor das Kriegsgericht zerren sollte. In diesem Fall haben die Nazis ihren Golem aber selbst verschuldet.

vx
15.10.2007 12:07
0 0

Re: Re: Wann werden wir endlich kapieren ...

Und schon sind wir wieder bei 'Auge um Auge, Zahn um Zahn'.

Gast: ojeoje
14.10.2007 20:18
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Mediziner ist er immer noch?

Hat sich denn seine Uni noch nicht dazu durchringen können ihm den Doktortitel wieder abzuerkennen?

So - prophylaktisch halt mal, schon vor dem ordentlichen Gerichtsverfahren dem er sich stellen muss.

Und sei's nur wegen der Vivisektionen die er durchgeführt haben soll.

Nettes Wort übrigens, "Vivisektion"...

Also da gibt es im Bericht eine Widerspruch:

Aribert Heim sei sicherlich genauso wie der Eichmann-Gehilfe Alois Brunner, ein Eichmann-Gehilfe eines natürlichen Todes GESTORBEN, so der Nazi-Jäger.
"Das ist total unwahrscheinlich"...
AUCH das Simon Wiesenthal Center Jerusalem bezweifelt, dass der als NS-Verbrecher gesuchte, aus Österreich stammende Aribert Heim TOT ist.

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Aber

der Alois Brunner lebt noch frei und frank mit syrischem Pass,meist in Damascus.!

Und ob der Heim wirklich tot sein soll,ist fragwürdig,eher vermutlich ein Ablenkungsmanöver der Rechten Recken um den Honsik.

Noah von der Arche am Berg der Freude

Gast: Rudi Ratlos
14.10.2007 14:37
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Schiache Lügenbarone!

Dass Dr. Heim von einer Eule getötet wurde ist ein Ammenmärchen. Diese Organisation gab es nie. Wenn die israelische Armee in den Palästinensergebieten jemanden ERMORDET, sprechen unsere devoten Medien von "gezielten Tötungen" oder von Angriffen auf "palästinensische Ziele". So, als ob diese MENSCHEN Schießbudenfiguren im Prater wären.

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Re: Schiache Lügenbarone!

Menschenverachtende Terroristen haben eben den Tod verdient,Rechter Recke!

Und Tötung ist da ein korrekter Begriff.

Noah von der Arche am Berg der Freude

phuter
14.10.2007 19:04
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NAchdenken....

Was ein Terrorist ist und was diesem gebührt...
Sonst wäre diese Formel auch auf tito Partisanen anzuwenden oder auf Wiederstandskämpfer....

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Re: NAchdenken....

Wiederstandskämpfer und Partisanen waren Kämpfer für ihre Freiheit gegen Faschismus und keine Terroristen,Rechter Recke!

Wer hat hat mit dem Luftangriff auf Beograd am 6.4.1940 den Balkankrieg begonnen?

Ihr Führer!

Noah von der Arche am Berg der Freude


Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: g.bac
15.10.2007 09:03
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Re: Re: NAchdenken....

den balkankrieg hat italien begonnen (mit dem verzweifelten versuch griechenland zu erobern)

Ratio
14.10.2007 22:01
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Re: Re: NAchdenken....

Na was jetzt?"Wiederstandskämpfer und Partisanen waren Kämpfer für ihre Freiheit gegen Faschismus und keine Terroristen" Ich nehme an, dass Sie Widerstandskämpfer meinen, aber lass ma das einmal. Sie schreiben dann weiter "Menschenverachtende Terroristen haben eben den Tod verdient". In Palästina sind die Menschen Widerstandskämpfer und werden von Israel - dass das Gebiet der Palästinenser annektiert hat - als Terroristen betrachtet. Was sind die nun? Widerstandskämpfer oder Terroristen? Wenn Sie auf der Seite Israels stehen (und mit Ihrem Namen ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch), dann sind die Freiheitskämpfer Terroristen, also ist Ihre Meinung in sich nicht schlüssig.

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mord ist nicht immer mord

ausnahme: ein politisch korrekter mord. ein politisch unkorrekter mord verjährt aber auch nach ca 70 jahren noch nicht.
ich finde solche idiotien zum kotzen.

Kerberos
14.10.2007 12:58
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Helfershelfer

Vielleicht gehört Her Baz zur "Fünften Kolonne" der Gesuchten!
Was wäre für die Gesuchten besser als die Meldung, sie seien tot und eine weitere Suche daher sinnlos?

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Re: Helfershelfer

Vollkommen richtig!

Noah von der Arche am Berg der Freude

Gast: Beobachter
13.10.2007 20:43
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Wo ist der Staatsanwalt, und die Belohnung?

Da gibt also einer oeffentlich zu, ein Moerder zu sein. Wo ist der Staatsanwalt, der Herrn Baz zur Fahndung ausschreibt?
Oder ist das etwa zwar das gueltige Strafrecht, aber politisch nicht korrekt?
Eule, Wehrwolf oder Bajuwarische Befreiungsarmee. Allesamt in den Hefen, fuer immer.

Ratio
13.10.2007 19:23
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Wenn jemand ohne ordentliches Gerichtsverfahren ums Leben gekommen wurde,

dann wurde er nicht getötet, sondern ermordet.

poldionkel
14.10.2007 16:17
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Re: Wenn jemand ohne ordentliches Gerichtsverfahren ums Leben gekommen wurde,

ausser in guantanamo oder in den besetzten palästinensergebieten ist mord mord , in den vorher beschriebenen orten ist es offensichtlich ein hoppala.

Panzer
14.10.2007 11:12
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Re: Wenn jemand ohne ordentliches Gerichtsverfahren ums Leben gekommen wurde,


Und, sitzt der Autor, der den Mord gestanden hat schon in U-Haft?


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Re: Wenn jemand ohne ordentliches Gerichtsverfahren ums Leben gekommen wurde,

da geht es ihm dann wie der deutschen Sprache !

Panzer
13.10.2007 19:48
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Re: Wenn jemand ohne ordentliches Gerichtsverfahren ums Leben gekommen wurde,


Wenn es wirklich stimmt, warum sitzt dann der Autor, der den Mord gestanden hat nicht in U-Haft?

Weil das Opfer nur ein böser NAZI war?


schual
14.10.2007 19:17
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Re: Re: Wenn jemand ohne ordentliches Gerichtsverfahren ums Leben gekommen wurde,

...weil er ein Massenmörder, ein Monster war. Forschen Sie ein bisserl über den Dr. Heim, es wird einem schlecht dabei.

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Re: Re: Re: Wenn jemand ohne ordentliches Gerichtsverfahren ums Leben gekommen wurde,

Dem teitshen Kraut¿s -Panzer kann da nicht schlecht werden,denn er ist ein rechter Recke und postet aus dem "Reichs-Keller"!

Noah von der Arche am Berg der Freude

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: lukas
14.10.2007 23:40
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Re: Re: Re: Re: Wenn jemand ohne ordentliches Gerichtsverfahren ums Leben gekommen wurde,

und linker extremist? sonst immer so erpicht auf den rechtsstaat, aber bei einem nazi soll das nicht mehr gelten-du weißt diese leidige sache mit gericht und staatsgewalt und so?
zum kotzen so eine einstellung.
Lukas vom Berg des Kotzens

Ratio
13.10.2007 19:23
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Wenn jemand ohne ordentliches Gerichtsverfahren ums Leben gekommen wurde,

dann wurde er nicht getötet, sondern ermordet.

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Schlagzeilen Panorama