Wien (mpm). Das Schönbrunner Panda-Baby heißt seit gestern, Dienstag, also offiziell Fu Long. Der Name ist zwar längst bekannt, doch eine chinesische Tradition will es, dass Panda-Babys von einer chinesischen Delegation offiziell getauft werden, sobald sie 100 Tage alt sind. Und mit Traditionen bricht man nicht – selbst, wenn die Zeremonie dann ohne den eigentlichen Star stattfinden muss, denn Fu Long hat seine Wurfbox noch nicht verlassen und fehlte bei der Tauf-Zeremonie.
Was vielleicht auch besser so war. Die vielen Gäste und TV-Teams aus China und Österreich im voll besetzen Festzelt, Blitzlichtgewitter und Simultan-Übersetzer inklusive, hätten das kleine Tier wohl ziemlich verschreckt.
Im Beisein von Zoo-Direktorin Dagmar Schratter, Außenministerin Ursula Plassnik (die sich fortan Fu Long Taufpatin nennen darf) und Vertretern des chinesischen Forstministeriums gab der chinesische Botschafter in Österreich, Wu Ken, den Namen des Pandas bekannt. Hinter ihm war Fu Long schlafend in seiner Wurfbox zu sehen. Per Video zugeschaltet, sozusagen.
Wann der Panda-Nachwuchs erstmals für die Besucher zu sehen ist, steht immer noch nicht fest. Der ursprüngliche Termin (Anfang Dezember) kommt nicht mehr in Frage, weil sich Fu Long noch nicht im Innengehege bewegt. „Mitte oder Ende Dezember“, hofft Schratter, soll es so weit sein. „Vielleicht geht es sich als Weihnachtsgeschenk aus.“
("Die Presse", Print-Ausgabe, 05.12.2007)
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