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Erster Platz Wiens nach einem Muslim benannt

13.12.2007 | 18:12 |  GERHARD BITZAN (Die Presse)

Der Muhammad Asad-Platz soll eine Hinweis auf Wiens muslimische Tradition sein. Namensgeber ist ein zum Islam konvertierter Jude aus Wien.

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wien. Ab dem Frühjahr wird es in Wien den ersten nach einem Muslim benannten Platz geben. Einen entsprechenden Beschluss fasste die Kulturkommission im Rathaus vor einigen Tagen. Demnach wird der Platz vor dem Haupteingang der UNO-City (hinter der U-Bahnstation) den Namen Muhammad-Asad-Platz erhalten. SP-Gemeinderat Omar Al-Rawi, Hauptbetreiber der Namensgebung, bestätigt dies gegenüber der „Presse“: „Es soll ein deutliches Zeichen für Wiens Vielfalt sein und dass die Stadt schon immer ein starkes muslimisches Leben gehabt hat.“

Der Namensgeber ist ein in den zwanziger Jahren zum Islam konvertierter Jude aus Wien, der später ein bedeutender Schriftsteller des Islam wurde. Asad (mit früherem Namen Leopold Weiss) wurde auch deshalb gewählt, weil er als europäischer Intellektueller in der islamischen Welt als früher „Wegbereiter für einen Dialog zwischen der islamischen und westlichen Welt“ gilt.

Die FPÖ hat in der Kommission gegen diesen Vorschlag gestimmt. „Die Benennung ist eine Provokation“, sagt Kultursprecher Harald Stefan. In Zeiten wo das Problem des Islamismus immer mehr wachse, sei dieser Schritt unsensibel.


Debatte um Herzl-Platz

Straßen- bzw. Platznamen mit religiös-politischem Hintergrund lösen in Wien immer wieder Emotionen aus. So hat die Umbenennung eines Teiles der Gartenbau-Promenade in Theodor-Herzl-Platz vor drei Jahren für Aufregung gesorgt. Proteste gab es damals von der FPÖ, der Arabischen Liga und Palästinensern und einer antizionistischen jüdischen Splittergruppe.

Eröffnet wird der Platz mit einem Festakt im Frühjahr. Teilnehmen sollen daran auch Botschafter muslimischer Staaten.

ZUR PERSON

Muhammad Asad wurde im Jahr 1900 als Leopold Weiss in Lemberg, damals österreichisch-ungarische Monarchie, geboren. Sein Großvater war orthodoxer Rabbiner. Zu Beginn des Ersten Weltkriegs zog er mit seiner Familie nach Wien, studierte an der Uni, arbeitete im aufkeimenden Filmbusiness (mit F.W. Murnau) und wurde schließlich Journalist mit Schwerpunkt Nahost.

Die Beschäftigung mit der Region und der Religion führten dazu, dass er zum Islam konvertierte und sich Muhammad Asad nannte. Nach seiner ersten Pilgerfahrt nach Mekka (1927) blieb er in Saudiarabien und wurde Vertrauter des Königs. Später half er bei der Staatswerdung Pakistans und wurde UN-Gesandter des Landes in New York. 1992 starb er in Spanien. Der Film über sein Leben (The Lion's Journey) wird 2008 im ORF gezeigt.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 14.12.2007)

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49 Kommentare
 
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Gast: human being
08.03.2008 20:18
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emotionen...

...sind menschlich.
ich persönlich finde es _gut_, die bennenung eines Platzes nach einem muslim, es gibt ja schließlich genauso wichtige Persönlichkeiten, Intellektuelle, etc aus der muslimischen Welt. wieso also nicht? weil es viele menschen gibt, die im namen des islams fehler/verbrechen/etc begehen? nein. das kann und darf kein grund sein, man benennt ja auch nicht einfach keine plätze mehr nach Deutschen wegen deutschen Serienmördern. (das mag vielleicht etwas überspitzt klingen, aber auf diese Ebene läuft es zwangsweise hinaus.)
es macht mich traurig, zu sehen, wieviel Hass Menschen gegen andere Menschen wegen ihrer Religion, Nationalität, Hautfarbe, Meinung, etc. entgegenbringen. man muss ja nicht alles gutheißen oder übernehmen, aber ein Mindestmaß an Respekt anderen unbescholtenen Bürgern entgegenbringen.
für eine bessere Welt.
eine humanere und friedlichere.

Gast: Sadness
17.01.2008 22:00
0 0

Traurig

Traurig, aber jetzt verstehe ich erst so richtig, warum im Westen Österreichs immer mehr Menschen T-Shirts mit der Aufschrift "Tausche Wien gegen Südtirol" tragen. Ich gehe mir jetzt auch eins kaufen.

miss chief
14.12.2007 19:06
0 0

jedenfalls

weiß ich jetzt schon, dass dieser ort für mich niemals einen akzeptablen treffpunkt darstellen wird. nieder mit dem islamofaschismus !

Antworten Gast: mist chief
14.12.2007 19:33
0 0

dümmer gehts nimmer



Antworten Antworten miss chief
14.12.2007 22:50
0 0

Re: dümmer gehts nimmer

ist das alles was ihnen zu meinem posting einfällt ?

wie intelligent ...

Gast: Globetrotter
14.12.2007 16:49
0 0

Wozu die Aufregung?

Mit diesem Platz wird schlussendlich nur eine weitere österreichische Persönlichkeit geehrt - in diesem Fall ist er eben Moslem... und?

Antworten miss chief
14.12.2007 19:03
0 0

Re: Wozu die Aufregung?

aus dem selben grund aus dem es keine adolf hitler plätze gibt ;)

Gast: emma
14.12.2007 15:43
0 0

Unabhängig vom konkreten Namen

fände ich es super, wenn die Stadt Wien sich die Vornamen bei den Straßennamen wieder abgewöhnen könnte. So lange Straßennamen sind nämlich äußerst unpraktisch für alle, die dort ihre Adresse haben. Und früher hießen die Straßen normalerweise auch nur nach den Familiennamen (mit wenigen Ausnahmen).

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Ich bitte um Erläuterung welche muslimische Tradition Wien hat.


Gast: Beobachter
14.12.2007 15:20
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Wozu das viele Nachdenken? Macht es wie

germania, ratio, modestus und sisyphus

dann ist die Welt schön einfach und leicht zu verstehen.


modestus
14.12.2007 12:48
0 0

affront

herr al rawi hat, wieder einmal seine völlige absenz in sachen feingefühl, exerziert.
für die juden wiens ist die "EHRUNG" eines renegaten, noch dazu aus alter rabbinerfamilie, ein affront.
ähnliches hat der letzte papst mit edith stein gemacht.
die juden können sich, zu recht beleidigt und gedemütigt fühlen.
omar al rawi ist als gemeinderat untragbar, das hat er schon in der causa "mohammedkarikaturen" bewiesen.
er ist ein politstümper!!!

Antworten Gast: Beobachter
15.12.2007 08:52
0 0

Was ist hier bitte "modest"

Fuer sie ist sicher der Sohn Gottes Jesus Christus auch ein Renegat? Es wundert mich nicht, dass sich Israeliten und Mohammedaner immer dann einig sind, wenn es gegen die Katholiken geht.

Antworten Antworten modestus
16.12.2007 08:55
0 0

Re: Was ist hier bitte

sie haben den sinn des postings überhaupt nicht verstanden, sondern sind sofort fundamentalistisch darübergefahrwen...eine christliche schiitenversion.

Antworten Antworten modestus
16.12.2007 08:07
0 0

Re: Was ist hier bitte

nein isa ben jussuf, gennant jesus, war ein jüdischer reformator und das christentum ging aus seiner jüdischen wurzel hervor.
juden und muslime sind sich nie einig, auch nicht in sachen christentum.

Alien
14.12.2007 12:22
0 0

Warum nicht weiblich oder zumindest geschlechtsneutral?

Dies(n) Platz(in) sollte doch von den Wiener(inen) Gemeind(in)enrät(in)en doch einen weiblichen Nam(in)en erhalten. In der heutigen Zeit(in) der Geleichberechtigung(in) ist es doch verpflichtend entsprechend zu handeln. Da sieht man wieder daß alle Politker(innen) in Wien(in) sich nicht an die Gesetz(in)e(n) halten und Verbrecher(innen) sind.

skues
14.12.2007 11:11
0 0

SP-Gemeinderat Omar Al-Rawi, Hauptbetreiber der Namensgebung

weiß, wie man Wiener glücklich macht, und seine Genossen ziehen mit. Wann werden sie Wien, das so wie so schon anders ist, in Mohammedanien umbenennen?

Ratio
14.12.2007 10:54
0 0

Da haben wieder ein paar W*rschtln die Hand gehoben,

auf Kosten Wiens. Und sind sich dabei wichtig vorgekommen. Aber sie haben gleich zwei Gruppierungen mit einem Schlag befriedigt: Die Juden und die Moslems. Jetzt sind sie wahrscheinlich auch noch stolz auf sich und können die eigene Eitelkeit auch noch gleich befriedigen, so zum Drüberstrahn, wie man in Wien sagt.

Gast: till uilenspygel
14.12.2007 10:23
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Weitere Vorschläge

15. Wiener Gemeindebezirk (einst Rudolfsheim-Fünfhaus): Vereinigte Ararbische Emirate
16. Wiener Gemeindebezirk (einst Ottakring): Republica Srbska
U-Bahnlinie U6: Balkan-Express
Rathausplatz: Platz der Gehenkten etc. etc.

Antworten Gast: Globetrotter
14.12.2007 16:48
0 0

Re: Weitere Vorschläge

Und wo ist der Zusammenhang mit dem Artikel?

Gast: Peter
14.12.2007 09:22
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Aha !

Aha, anscheinend sind die kommunistischen Namen bereits bereits alle vergeben. Jetzt kommen die Kulturbereicherer dran.
Ich würde als Ergänzung die 1. und 2. Türkenbelagerung als neue Feiertage ausrufen Hr. Häupl und vielleicht auch noch die Tage der Bombardierung Wiens dazu !
Freundschaft Genossen !

Antworten geheimrat
14.12.2007 11:04
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Re: Aha !

Ja bitte, der 12.September 1683 ! Da hat der letzte Türke Wien verlassen. Wunderbar. Auf das müssen wir wieder hinarbeiten.

Antworten Sisyphus
14.12.2007 10:33
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Re: Aha !

sorry..was regen sie sich auf..die wienerInnen haben sich das selbst "erwaehlt"! die verdienen es noch VIEL DICKER..!!

der wermuthstropfen dabei? GANZ OESTERREICH ZAHLT DIE ZECHE DER DEPPERTEN WIENER/INNEN..UND DAS SEIT JAHRZEHNTEN. Wien ist um nichts besser als die seinerzeitige DDR. Es wird nur besser vertuscht!! Seit 1945 (also die Russen einmaschierten) ist Wien a kommunistische Stadt! Die Bgm seit Generation sind Alkis (i denk des is Tradition in VIE). Die KK der Wiener saugen das Geld der Laender (die TriplePs und Stammwaehler der Roten halten halt nix von Arbeit..deshalb waehlen die auch diese Staatsverraeter..was habens denn zu verlieren?!).

Wien is anders..Und viele OesterreicherInnen wuerden sagen...Wie so wo ANDERS hin!!

Nobodaddy
14.12.2007 08:45
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Wenn, dann richtig.

Für "Kara Mustapha Platz" könnte ich mich erwärmen. Der hat doch auch einen wichtigen Teil seines Lebens im (heutigen) Stadtgebiet von Wien verbracht.

Antworten Kleanthes
14.12.2007 10:05
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stimmt

...und sein Kopf ist auch immer noch da, damit wäre der Gegenwartsbezug erfüllt.
Kleanthes

Gast: WAPA
14.12.2007 08:43
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Na Bravo

Soviel zum Thema Toleranz: http://www.pi-news.net/2007/12/rotes-kreuz-auf-inter-trikots-erzuernt-tuerken/

Aber Die Wiener Sozen rittern mit allen Mitteln um die Wählerstimmen der ach so toleranten Muslime!

Gast: Wiener
14.12.2007 08:28
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... und weiter geht's

warum nicht gleich ganze Bezirke mit moslemischen Namen versehen, z.B. den 15, 16. und 20. oder besser gleich ganz Wien umbenennen...
Wieder wird deutlich, dass nur noch eine Partei wählbar ist - FPÖ!

 
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