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Verkehr: Neuer Fall: Fahrgästen Einstieg in Zug verboten

20.12.2007 | 18:24 |   (Die Presse)

Ticket für Zugfahrt allein nicht ausreichend, ÖBB halten an der umstrittenen „Reservierungspflicht“ fest.

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Wien(som). Nach der Kritik an den ÖBB wegen überfüllter Personenzüge gesteht man nun auch intern Versäumnisse ein. Die Flotte der Bahn sei „immobil“ und zu alt, sagte Personenverkehrschef Stefan Wehinger am Donnerstag bei einer Pressekonferenz. Momentan könne man „den hohen Ansprüchen des Marktes nicht entsprechen“.

Dass die ÖBB tatsächlich Schwierigkeiten mit den alltäglichen Ansprüchen ihrer Fahrgäste hat, zeigte wenige Stunden später abermals ein Fall. Fahrgäste am Wiener Ostbahnhof, die mit dem Zug um 13.33 Uhr nach Prag fahren wollten, wurden am Bahnsteig von ÖBB-Bediensteten auf einen zwei Stunden späteren Zug verwiesen.


Passagiere müssen warten

Der Grund: Eine Firma hatte den Großteil des Zuges reserviert, „normale“ Passagiere wurden nicht mitgenommen. „Bei kurzfristigen Ticketkäufen können wir keine Sitzplätze garantieren“, äußerte sich ÖBB-Sprecher Herbert Ofner zu dem Fall. Passagiere mit Reservierung hätten mitfahren dürfen. Aus technischen Gründen habe man an den Zug keine zusätzlichen Waggons anhängen können. Für die Weihnachtsfeiertage haben die ÖBB nun eine Aufstockung der Züge angekündigt. Auf den Hauptverkehrsrouten verspricht die Bahn um 40.000 Sitzplätze mehr für die Zeit vom 21.Dezember bis 6. Jänner. Das sind 2500 Plätze mehr pro Tag. Bis 24. Dezember sollen 69 zusätzliche Züge eingeschoben werden, 75 werden mit mehr Waggons geführt. Die Sitzplatz-Reservierungen für das Weihnachtswochenende sind um 25 Prozent gestiegen. Nachdem ein Schaffner an der österreichisch-ungarischen Grenze vergangene Woche 300 stehende Passagiere – mit Tickets, ohne Reservierung – auf dem Bahnsteig absetzte, fürchten viele nun um ihren Sitzplatz.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 21.12.2007)

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3 Kommentare
Kerberos
21.12.2007 22:22
0 0

Na endlich!

Jetzt haben die ÖBB endlich die Super-Lösung gefunden, die letzten Fahrgäste zu vertreiben!

Fahrkarten verkaufen ohne benützbare Züge - so quasi als Option auf Transport - einzulösen irgendwann.

Der Fairness halber sollte dann aber auch die Bezahlung aufgeschoben werden, bis tatsächlich die Transportmöglichkeit existiert und in Anspruch genommen werden kann.

Gast: VerkehrsteilnehmerIn
21.12.2007 19:01
0 0

wozu dann Reservierung ??

Halten wir fest: Die Bahn kriegt eine Reservierung "des Großteiles des Zuges" herein. Warum hängt sie dann nciht mehr Waggons an ??? Die angeblichen technischen Gründe sind keine, vielmehr ist man zu dröge, einen zusätzlichen Schaffner aufzutreiben (5 Waggons=1 Schaffner) und diesen Umstand vor allem SOFORT den tschechischen Kollegen zu kommunizieren (die bracuhendann nämlich auch mehr Personal) - also genau das Unvermögen, das den Ungarn vorgeworfen wird; mit dem Unterschied, daß die Fahrgäste gleich am Ausgangsbahnhof zurückbleiben müssen. Na, Herr Minister Faymann, wo bleibt da Ihre Anweisung ? Ach ja, für Sie kommt ja Bahnfahren (außer Wien-Salzburg, wenn Kameras in der Nähe sind) eh nicht in Frage.

Gast: öbbhasser
21.12.2007 01:37
0 0

jaja reservierungspflicht

es kommt aber auch des öfteren vor, dass ganze waggons reserviert werden, jedoch keiner auftaucht der diese reservierung in anspruch nimmt...

selbst dann wird der waggon nicht freigegeben sondern die ganze strecke abgesperrt mit geführt

ich verstehe diese fahrgastpolitik absolut nicht mehr. entweder ist das unternehem gar nicht daran interessiert den fahrgästen etwas zu bieten sondern nur abzukassieren, dann ist das betrug.
falls doch, dann ist die firma allemal korrupt, begeht vertragsbruch und wäre somit auch straffällig