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Wien: Betteln mit Kind soll verboten werden

28.12.2007 | 18:21 |   (Die Presse)

Kein generelles Bettelverbot, sondern ein Schutz für die Kinder soll eine Gesetzesnovelle der Stadt Wien bringen. Auch in den Landeshauptstädten werden Minderjährige missbraucht.

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Wien (som/APA). Sie drücken auf die Tränendrüsen der Passanten: Kinder, die von Eltern oder Bekannten zum Betteln mitgenommen werden. Geht es nach der Wiener Stadtregierung, sollen Bettler mit Minderjährigen künftig nicht mehr um Almosen bitten dürfen. Derzeit bereite man eine Gesetzesnovelle vor, die Betteln mit Kindern unter Strafe stellt, sagte die Sprecherin von Integrationsstadträtin Sandra Frauenberger (SPÖ).

Noch sind keine Details über die Neuregelung bekannt. Diese sollen erst Ende Jänner – wenn die Novelle in Begutachtung geht – vorgestellt werden. Der Schutz von Minderjährigen stehe aber im Vordergrund. „Es geht um die Verhinderung von Ausbeutung, gekoppelt mit sinnvoller Hilfe vor Ort“, sagte die Sprecherin.

Kein Bettelverbot

Ein generelles Bettelverbot – wie es etwa von der FPÖ gefordert wird – soll es nicht geben. In Wien ist Betteln – ob mit oder ohne Kindern – nur dann untersagt, wenn es aggressiv oder organisiert ist. Das Problem der „Bettelkinder“ gibt es nicht nur in der Bundeshauptstadt: In vielen österreichischen Hauptstädten – vor allem in Graz, Salzburg und Linz – sind Bettler mit Kindern unterwegs.

90 Prozent der in Wien bettelnden Kinder kommen aus Rumänien, erklärt Norbert Ceipek, Leiter der Wiener „Drehscheibe“, einem Krisenzentrum, das unbegleitete Kinder, etwa Flüchtlinge, aufnimmt. „Wenn Kinder geschützt werden“, begrüße er ein Gesetz, sagt Ceipek. „Die Strafe sollte man aber nicht in den Vordergrund rücken.“ Mit der neuen Regelung könnten aufgegriffene „Bettelkinder“ ebenfalls in der „Drehscheibe“ unterkommen, sagt Cejpek. „Wir sind Gewehr bei Fuß.“


Sozialarbeiter sollen helfen

In den letzten Jahren hat die „Drehscheibe“ Kindern aus Bulgarien und Rumänien, die für Diebstähle nach Wien geschickt werden, ebenfalls kurzfristigen Aufenthalt geboten. Danach werden sie in speziellen Krisenzentren in ihren Heimatländern betreut. Auch den Bettelfamilien sollte vor Ort geholfen werden – am besten präventiv durch Sozialarbeiter, meint Ceipek.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 29.12.2007)

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9 Kommentare
Gast: Zwangssteuerzahler
30.12.2007 22:33
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Wie bettelarm diese Leute sind,

konnte ich vor kurzem bei Geschäftsschluß eines größeren Supermarktes beobachten. Es erschien Genosse Oberbettler, um die dort knieenden Gestalten einzusammeln. Allerdings nicht per pedes apostolorum, sondern mit einem Luxuswagen, den sich die meisten inländischen Steuer- und Beitragszahler nicht leisten können. Übrigens mit Ösi-Kennzeichen. Vielleicht gibts auch noch kräftig Sozialhilfe gegen die Diskriminierung.

Gast: Grautier
30.12.2007 20:31
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es ist wie mit den Tauben:

wird die Fütterung eingestellt, dann kommen auch keine mehr. Wer wirklich helfen will, möge einen Zahlschein ausfüllen (und zwar mit einer Summe, die wirklich ein Opfer darstellt) und einer vertrauenserweckenden Organisation einen Beitrag zukommen lassen.

Gast: Seppo
29.12.2007 18:53
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Lästig

Lästig sind auch diejenigen die mit einer zu kurzen Krücke ein steifes Bein markieren (Bettlermodell 1: dunkle Haube, abgenudelter Mantel, teilweise Rucksack, zu kurze krücke).

Wenn sie von einem Punkt zumnächsten durch wenig belebte Gassen gehen, dann können sie seltsamerweise auch sehr schnell "hatschen" sonst nur mit ganz kleinen Schritten.

Am besten war einer dieses Typs der sich in eine Bushaltestelle gestellt hat und nach kurzem Umhersehen, auf einmal beide Beine abwechselnd anwinkeln konnte um sich am Knöchelzu kratzen.

Seltsamerweise hatte er beim Verlassen der Haltestelle wieder ein steifes Bein. (temporär heilende Wirkung von Haltestellen).

Die Lösung ist ganz einfach, keinem der Bettler etwas geben, denn erstens kommt es ja nur dem Bettlerkapo zu Gute, der regelmäßig abkassiert, und wenn es nichts gibt fällt der Grund weg weiter zu betteln.

raeter
29.12.2007 09:11
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Warum wird das Betteln nicht generell verboten?

Hier kommen Probleme auf uns zu - siehe Italien - die angesichts der 3 Mill. Roma und Sinti vom Balkan gar nicht abzuschätzen sind.

Antworten Gast: Easy come, never go
29.12.2007 14:02
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Re: Warum wird das Betteln nicht generell verboten?

Die Probleme kommen nicht auf uns zu, wir haben sie uns mit 67% selbst geholt und pflegen sie jetzt mit Pfarrer Friedl und den Grünen ebenso ausdauernd wie liebevoll. Caritas vobiscum! Danke Wolfi! Ösis zahlen! Cash ins Dunkel! Denn unsere rentensichernden Zuwanderer fordern ja in 101 Sprachen im Chor: Tischlein deck dich! Ösi streck dich! Sonst Fascho-Knüppel aus dem Sack! Und das ist gut so! Wer nicht hören wollte, wird halt fühlen müssen! So schaut's aus.

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zur Zentrale

Alle bettelnden Rumänen bitte beim Hauptquartier der Grünen melden. Dort kann man die Kleinen im Grünen Kindergarten abgeben wo sie muttersprachlichen Unterricht erhalten, während die Großen von Hr. Pilz und Fr. Glawischnigg muttersprachlich in die Kärtnerstraßen zum Einkaufen nach Herzenslust gebracht werden - natürlich auf Eigenkosten der Gutmenschen. Nastrovje!

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Selten

Bei uns wird Strafe für Täter nie in den Vordergrund gestellt, wir behandeln alle Täter immer mit Samthandschuhen; weil, wie unsere rauchende Frau Gesundheitsministerin schon sagte:"Strafen funktioniert nicht". Tja, scheinbar hat das der Verkehrsminister (wer ist das eigentlich im Moment?) noch nicht gehört. Da gibts noch Strafen, wenn man erwischt wird. Sooo was altmodisches.

phuter
29.12.2007 04:03
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Kenne dieses Phänomen aus Rumänien...

Dort geht es ein wenig härter zur Sache - Dort ist die Sache streng geregelt - die Kinder werden verstümmelt um noch mitleiderregender auszusehen (finger amputiert oder ein Unterarm) - dann schickt man sie betteln. Mir kam das k..tzen, die einheimischen nahmen es bereits gelassen und meinten - so sei das eben.

Gast: gudrun
28.12.2007 22:32
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klingt nach vernunft am werk


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