Den Habichtskauz findet man in der Roten Liste der gefährdeten Brutvögel Österreichs unter "ausgestorben". Schuld am Verschwinden dieses großen Kauzes seien einerseits der Verlust von Lebensraum andererseits die direkte Verfolgung durch den Menschen gewesen. Im Salzburger Zoo startet deshalb am Mittwoch das österreichweite Artenschutzprojekt "Habichtskauz".
"Die Österreichischen Zoogemeinschaft (OZO), die Eulen- und Greifvogelstation Haringsee von Hans Frey und das Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie der Veterinärmedizinischen Universität Wien mit Richard Zink arbeiten intensiv zusammen, um ein nationales Zuchtnetzwerk für Habichtskäuze in Österreich aufzubauen. Ich freue mich sehr, dass der Start dieses Artenschutzprojektes im Zoo Salzburg als Mitglied der OZO stattfindet, denn das Ziel des Projektes ist die Wiederansiedlung dieser europäischen Eulenart in Österreich", sagte dazu Zoogeschäftsführerin Sabine Grebner.
"Wir haben für unser Zuchtpaar eine neue Voliere in einem abgelegenen Teil unseres Vogelparks gebaut. Hoffentlich gewöhnen sich die beiden recht schnell an ihre neue Umgebung und neuen Tierpfleger. Wenn alles gut geht, dann könnten schon im März oder April zwei bis sechs Eier in ihrer Nisthöhle liegen", so Grebner.
Bei der Transport-Anfrage des Salzburger Zoos für die Vögel der Greifvogelstation Haringsee hätten sich die Österreichischen Bundesbahn sofort bereit erklärt, das "kostbare" Zuchtpaar in der Lokomotive des Transalpin von Wien nach Salzburg mitzunehmen: Ein exklusiver Transport ohne Stau, Stress, Lärm und vor allem schnell und umweltfreundlich, so der Zoo in einer Aussendung.
(APA)

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