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Martial Arts: Kampfsportler entdecken das Schwert

15.02.2008 | 18:33 |  ANDREAS WETZ (Die Presse)

Längst vergessene Schwertkampf-Techniken erleben derzeit eine Renaissance. Dazu findet an diesem Wochenende ein internationaler Kongress in Wien statt.

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Wien. Wer Martial Arts sagt, denkt an Asien, Kung Fu oder Karate. Dabei hat auch Europa einiges zu bieten: Historische Kampfkunst nennt sich das. Einzig: Das Wissen wurde in den Archiven vergessen.

Seit einigen Jahren jedoch ist eine wachsende Zahl junger Sportler und Forscher auf der Suche nach den alten Techniken. Dieses Wochenende treffen sich in Wien Vertreter aus ganz Europa zu einem Seminar. (siehe Webtipp).

Wie es aussieht, wenn es dazu kommt, weiß Martin Enzi, Schwertkampf-Trainer des Wiener Kampfkunst-Vereins „Dreynschlag“. „Es ist ein bisschen wie in den Action-Szenen im Film ,Herr der Ringe‘“, sagt er. „Mit Rollenspiel-Kitsch hat das nichts zu tun. Was wir machen, ist ernsthafter Sport.“

Dieser reicht weit zurück. Vom 13. bis zum 17. Jahrhundert wurden die Techniken – etwa mit Dolch, Schwert, Schild oder bloßen Händen – entwickelt. Mit dem Verbot der Duelle gerieten die Techniken in Vergessenheit, bis sie in den 1980er-Jahren wieder entdeckt wurden. Heute sind in Deutschland knapp 5000 Personen in entsprechenden Vereinen gemeldet, in Österreich sind es 300 – Tendenz steigend. Ein Drittel davon sind Frauen.


„Achten auf Disziplin“

Organisiert sind die Schwertkämpfer in Vereinen wie„Ars Gladii“, die neben dem Sport auch Quellenstudium alter Fechtbücher betreiben.

Wer glaubt, in einem der Vereine nach kurzer Grundausbildung mit Waffen wie Halbschwert auf sein Gegenüber einschlagen zu können, täuscht sich. „Weil man seinen Partner mit einem Zwei-Kilo-Schwert schwer verletzen kann, achten wir auf Disziplin und eine ausgeglichene Persönlichkeit“, sagt Trainer Martin Enzi. Gefochten wird nur mit Schutzausrüstung. Lebensgefährliche Stiche oder Hiebe sind verboten.

www.dreynschlag.at

 

www.arsgladii.at

("Die Presse", Print-Ausgabe, 16.02.2008)

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8 Kommentare
lurch
16.02.2008 10:23
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Langeweile ?

Haben die Leute nichts besseres zu tun?

Antworten Gast: XENA
18.02.2008 16:51
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Re: Langeweile ?

Ich hab keineswegs Langeweile - ich hab mir extra Zeit & frei genommen für das Dreynschlag Event!!!

Ich verwende Schwertkämpfe in meiner Xena Show -
spektakuläre, malerische Bühnen-Kampfchoreographie - gut und schön - aber Wissen ist Macht!

Ich bin froh, daß Dreynschlag ein derartiges Seminar anbietet - wo auch historisches Backgroundwissen gefördert wird und die Möglichkeit besteht echte historische Schwertkampftechniken kennenzulernen!

XENA

www.myspace.com/xena-live

Antworten Antworten Gast: XENA
18.02.2008 19:45
0 0

Re: Re: Langeweile ?

uuppps - korrigiere HP -Url: www.myspace.com/xenalive

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Re: Langeweile ?

natürlich gibts besseres zu tun: zB unnötige postings im leserforum schreiben.

welches hobby ist denn ihrer meinung nach sinnvoll?

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Verboten

Ist ja klar, dass lebensgefährliche Schläge und Stiche verboten sind, sonst würden ja bald die Mitglieder ausgehen.

Antworten Gast: Andreas
17.02.2008 10:38
0 0

Pff

Ich betätige mich jetzt auch schon einige Zeit am Historischen Fechten, aus privaten Gründen konnte ich leider an dem Seminar nicht teilnehmen...

Aber um so blöde Posts wie von Lurch vorzubeugen:

Historisches Fechten ist eine Sportart. Wenn du als Grund dafür "langeweile" siehst, dann stellst du den gesamten Sport in Frage.
Historisches Fechten ist nicht nur Sport alleine, sondern erfordert auch Kenntnisse in der Geschichte.
Also wer mir so kommt, wird von mir sofort für intolerant eingestuft...schade.

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Re: Pff

Du hast auf das verkehrte Mail geantwortet, ich habe das eher nur spaßig gemeint. Ich bin selbst der Meinung, dass fast jede Art von Freizeitbeschäftigung sinnvoll ist, wenn es die Akteure glücklich macht. Ganz gleich ob es indische Musik, Bergsteigen oder eben Schwertkampf ist. Wichtig ist, dass alle Beteiligten dabei Kraft für den Alltag tanken.

Antworten Antworten Antworten Gast: Andreas
17.02.2008 13:42
0 0

Re: Re: Pff

Sorry, war auch nicht an dich gerichtet - wie aus dem Post hervorgeht. Hab mich verdrückt. Mea culpa

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