21.11.2009 17:38 | Meine Presse Merkliste0

¿Feindbild Islam¿: Extremismus im Haus der Begegnung

17.03.2008 | 12:28 |  ERICH KOCINA (Die Presse)

Vortrag. Wiener Bildungseinrichtung bietet Raum für Visionen vom Kalifatsstaat.

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WIEN. „Das Kalifat wird entstehen! Definitiv!“, ruft Shaker Assem emotional in sein Mikrofon. Und alle Muslime sollten sich dafür einsetzen, dass es zu einem echten islamischen Staat kommt. Diese Forderung, wie sie öfters in radikalen Moscheen zu hören ist, ertönt diesmal jedoch an einem ungewohnten Ort: Im Haus der Begegnung Mariahilf.

„Feindbild Islam“ ist der Titel der Informationsveranstaltung, die vergangenen Freitag einige hundert Interessierte in die große Halle des Veranstaltungszentrums lockt, das zum Verband Wiener Volksbildung gehört – einer der SPÖ nahe stehenden Institution, dem auch das Jüdische Institut für Erwachsenenbildung angehört. Umso brisanter sind die Aussagen, die das Auditorium vom Vortragenden zu hören bekommt.

So spricht Shaker Assem von Israel als Staat, der durch Landraub entstanden sei. Zwar sei den Juden in der Nazizeit schlimmes Unrecht widerfahren, doch könne dieses nicht an den Palästinensern ausgelassen werden. Die seien ja am Holocaust nicht schuld: „Gegen einen Staat Israel etwa in Niederösterreich habe ich gar nichts.“

Die Argumentation des Vortragenden ist leichter zu verstehen, wenn man den politischen Hintergrund des Österreichers mit ägyptischen Wurzeln kennt: Assem ist im deutschsprachigen Raum Sprecher der Partei Hizb-ut-Tahrir, der „Islamischen Befreiungspartei“, die sich die Wiedererrichtung des Kalifats zum Ziel gesetzt hat. In Deutschland ist die Bewegung wegen ihrer Einstellung zu Gewalt und zu Israel seit 2003 verboten, in Österreich beobachtet der Verfassungsschutz die Organisation, die „den potenziellen Nährboden für Radikalisierung fördert“.

Aus Österreich will die Partei allerdings keinen Kalifatsstaat machen. Vielmehr soll der Anstoß dazu in einem Land der islamischen Welt gegeben werden. Die dortigen Regierungen „repräsentieren nicht den Islam“. Sie würden nur nach der Pfeife der westlichen Konzerne tanzen.

Der Kalif selbst solle vom Volk gewählt werden – auch von Frauen, erklärt Assem dem Auditorium, das nach Männern und Frauen getrennt sitzt. Doch trotz Wahlen gebe es einen Unterschied zur Demokratie: Im Westen gehen Gesetze vom Volk aus, im Islam von Gott. Und zum islamischen Recht gehöre auch, dass Homosexualität oder Abfall vom Glauben mit dem Tod bestraft werden kann. Auch Steinigung sei „ein Gebot, das im Islam vorhanden ist“.


„Steinigung aus freiem Willen“

Allerdings würden derart drakonische Strafen nur selten angewandt. In heutigen islamischen Staaten werde jedenfalls nicht korrekt damit umgegangen. Und, so der Vortragende, seien viele Steinigungen im Kalifat „aus freiem Willen erfolgt“. Damit bliebe dem Sünder ja die Strafe im Jenseits erspart.

Das islamische Recht beschränke sich aber auf das Kalifatsgebiet. Muslime in der westlichen Welt müssten sich an die Gesetze des Landes halten, das sei islamische Pflicht. Dazu gehöre auch Integration. Umgekehrt erwarte man aber, dass Muslime ihren Glauben frei leben können – Kopftuch und Moscheebau inklusive.

Den Vorwurf, dass er islamistisches Gedankengut repräsentiere, beantwortet Assem damit, dass es gar keinen Unterschied zwischen Islam und Islamismus gebe. Immerhin sei es Pflicht eines jeden Moslems, alle Bereiche des Lebens nach dem Koran zu richten. Dazu gehöre auch die Politik. Nur habe man in Europa nach dem dunklen Mittelalter eben Angst vor einer Kirchenherrschaft. In der islamischen Welt hätten die Probleme aber erst mit dem Ende des Islam als Herrschaftssystem begonnen. Und er bringt einen Vergleich: „Nach westlichen Maßstäben wären der Prophet Mohammed und seine Gefährten auch Islamisten.“

HINTERGRUND

Im Kalifat ist die weltliche und geistliche Führerschaft in der Person des Kalifen vereint. Die Partei Hizb-ut-Tahrir will diese Ordnung wiederherstellen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 17.03.2008)

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59 Kommentare
1 2
Gast: Gast
28.05.2008 10:44
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...

Meine Frau war dort damals... rein interessenshalber.
Sehr bedenklich dass solche Veranstaltungen überhaupt ermöglicht werden!

Gast: Bodo
24.03.2008 16:02
0 0

Das WAHRE Gesicht des Islams

Immer wieder schön, wenn Muslime sich alle Mühe geben, das hohlköpfige Gefasel von "Islam = Frieden" zu widerlegen, und das WAHRE Gesicht eines Islams zeigen, wie er bereits vom sog. Propheten Mohammed vorgelebt wurde, dem gegenüber nicht nur der Verdacht der Pädophilie gerechtfertigt ist angesichts der von ihm verübten Defloration einer NEUNjährigen (laut ISLAMISCHEN Überlieferungen), sondern der sich auch für die oben erwähnte barbarische Strafform der Steinigung ausgesprochen hat - auch bei Ehebruch.

Dies wird von Muslimen auf DialÜg-Veranstaltungen normalerweise geleugnet - die altbekannte "Taqiya" = die taktische Täuschung der "Ungläubigen".

Um so dankbarer muss man für jede authentisch-ehrliche muslimische Aussage sein, die das menschenrechtsINkompatible, totalitäre Wesen dieser Kampfreligion offenbart - und welche andere Ideologie etwa kennt noch heute (bzw. kannte jemals) das "Recht" auf Tötung von Abtrünnigen - außer Nationalsozialismus und Kommunismus?

Gast: Ghostly
22.03.2008 16:25
0 0

Ah ja, Niederösterreich

Und jener Teil der israelischen Bevölkerung der aus Nachfahren orientalischer Juden besteht (die nie in Europa) soll der auch nach Niederösterreich auswandern?
Werden sie zudem für ihr zurückgelassenes Eigentum von ihren arabisch-muslimischen Urprungsländern entschädigt?
Ganz abgesehen von den 20 Prozent nichtjüdischer israelischer Staatsbürger.

Gast: lachanson
21.03.2008 19:50
0 0

Dialog mit den heutigen Vertretern des Vernichtungs-Antisemitismus

Ist ja schön zu wissen, mit wem da manche in Häusern "der Begegnung" dialogisieren! Einfach nur widerwärtig!

Otsch
18.03.2008 18:51
0 0

Islam = Sharia

Wozu die Aufregung? Kein wirklicher Moslem kann die Sharia - auch wenn sie mit dem Hauptpunkt der Menschenrechtsdeklaration nicht vereinbar ist - zur Gänze ablehnen, oder er ist kein Moslem. Wenn man nicht versteht was ich sagen will: nachlesen bei Wikipaedia > Sharia.

Herberti
17.03.2008 20:08
0 0

Österreich nicht im Kalifat?

Wäre mir da nicht so sicher. Immerhin sind zum Beispiel in einem Kaff wie der Kleinstadt Telfs in Tirol schon 38% aller Neugeborenen Türken:

http://images.zeit.de/text/2008/09/Moscheen

Paganus
17.03.2008 23:35
0 0

Re: Österreich nicht im Kalifat?

16 Prozent der ca. 14.000 Einwohner von Telfs sind türkisch-stämmig. Sie wurden seinerzeit von der dort ansässigen Industrie als "billige" Arbeitskräfte angeworben und zum Bleiben angehalten. Mittlerweile haben sie sich integriert und bei der leidigen Diskussion um das Minarett Kompromissbereitschaft gezeigt. Nur der Herr Strache im fernen Wien ist damit nicht einverstanden. Er will nicht wahrhaben, dass es auch ein verträgliches Nebeneinander als Vorstufe zum Miteinander geben kann ...

Antworten Antworten Gast: Ghostly
22.03.2008 16:20
0 0

Re: Re: Österreich nicht im Kalifat?

Falsch, zwar ist es richtig, dass in früheren Jahrzehnten (60er, 70er Jahre) neben Jugoslawen auch Türken angeworben wurden, aber das trifft wohl kaum auf jene Türken zu die heute oder seit 15-20 Jahren zu uns kommen.

Denn die Ursache dafür liegt alleine im Unvermögen der Türkei ihrer wachsenden Bevölkerung Lohn und Brot zu geben, deshalb ja auch die Slums (Gecekondus) um viele türkische Großstädte.

Herberti
18.03.2008 18:52
0 0

Re: Re: Österreich nicht im Kalifat?

Und die 16% Türken produzieren eben 38% der Kinder in Telfs. Frage nicht, wie es in einer Generation aussieht. Da werden dann 38% 70% aller Kinder bekommen. Damit hätte sich das christlich-abendläncische Alpenland Tirol erledigt. Die Reportage in der Zeit zeigt sehr genau, daß JETZT schon keine Integration mehr stattfindet.

Zum "billige Arbeitskräfte geholt":
Ich kann es schon nicht mehr hören. Muslime in Österreich:
1971: 23.000
1991: 159.000
2001: 339.000
2006: 400.000 (geschätzt, wahrscheinlich viel zu nieder)

1991 war die Gastarbeiterzeit ganz sicher vorbei. Wahrscheinlich schon viel früher. 90% der Muslime sind also nicht als Arbeitskraft, sondern als Familiennachzug oder sonst als Einwanderung in die Sozialsysteme gekommen. Oder man hat sich hier stark vermehrt. Türkinnen bekommen in Ö mehr Kinder als Türkinnen in der Türkei!

Das "Miteinander" scheitert nicht an uns, sondern an den Türken.

Antworten Antworten Gast: MH
18.03.2008 09:01
0 0

Vor- und weitere Stufen des Extremismus

Wie die Veranstaltung im Haus der Begegnung zeigt, dürfte im "fernen Wien" die "Vorstufe" des Nebeneinanders ja schon übersprungen sein und ein "Miteinander" gegeben sein.
Es bleibt nur die Frage, wer da welche Realität bzw. welchen Extremismus nicht wahrhaben will.

Knieriem
17.03.2008 19:56
0 0

Laue Empörung

Die üblichen Verdächtigen hört man praktisch wieder mal nicht. Kein Aufschrei der Empörung bei der grünen Inländerfeindepartei, keine Kerzerlfeiern am Heldenplatz, keine aufheulenden Jusos. Man stelle sich vor, daß ähnliche Meinungen von einem strammen, gestriegelten, blonden Recken verkündet worden wären. Wenn da einer vom Reich geträumt hätte. Das Gekreische wäre sicher nicht zu überhören gewesen.

Gast: Pace
17.03.2008 19:11
0 0

Entsetzen!

Ich war am Freitag, 15.3., auf dieser "Informationsveranstaltung", weil ich dachte, hier könnte man sich Anregungen holen, wie ein Zusammenleben von Christen und Muslimen verbessert werden könnte, kann man ja wohl annehmen in einem "Haus der Begegnung". Stattdessen musste ich erfahren, dass der Vortragende Pressesprecher einer radikal-islamistischen Partei ist und dass diese mit der NPD sympathisiert. Dem nicht genug war, dass fast alle anwesenden Muslime (ausser einem) dem Gesagten klatschend Beifall leisteten. Das Gesagte waren antisemitische Hass-Tiraden und eine Absage an jeden demokratischen Grundgedanken. Ich war entsetzt und musste feststellen, dass Dialog zwischen den Kulturen und Religionen keinesfalls das Ziel dieser Leute sind, sondern ein Neu-Aufbau von Feindbildern und eine immer strenger werdene Spaltung!

Steininger
17.03.2008 16:47
0 0

Ach ja, die Kalifen....

Das ist schon einige Zeit her.
Abu Ahmad Abd Allah ibn al-Mustasim war der letzte Kalif von Bagdad der einen Allgemeinheitsanspruch stellte.
Das war im 13. Jahrhundert.
Um Kalif zu werden mußte man ein Verwandter des Propheten sein.

generator
17.03.2008 16:00
0 0

Nächste Veranstaltungen!

Die nächsten Informationsveranstaltungen im Haus der Begegnung werden
von Ahmadinejad und Osama Bi Laden durchgefüht.

Peregrin
17.03.2008 17:09
0 0

"keinen Unterschied zwischen Islam und Islamismus"

Ich weiß nicht, was Sie haben. Das war wahrscheinlich die ehrlichste und informativste Informationsveranstaltung zum Thema, die die Gutmenschen seit langem organisiert haben.


lurch
17.03.2008 17:34
0 0

Re:

Das finde ich auch!

Gast: MH
17.03.2008 14:58
0 0

öffentlich-rechtlich...

Der ORF-Wien wird wohl seine Informationspflicht selbst zensurieren und von solchen Veranstaltungen in roten Begegnungshäusern nicht berichten geschweige denn Stiftungsrat Muliar (der samt Genossen eifrig für Gebührenerhöhungen eintritt) diesmal kostbare Sendezeit schenken um seine Meinung dazu bekannt zu geben...
Gerne sendete man seine "Meinung" wie er Erwin Pröll ÖVP ins Nazi-Eck stellen wollte...

Jedenfalls Dank an die Presse die noch immer die informativsten, unabhänigsten und qualitätsvollsten Artikel der gesamten österreichischen Medien bringt!

Antworten Gast: Berthold bricht
18.03.2008 13:16
0 0

Re: öffentlich-rechtlich...

Das mit unabhängiger und informativer "Presse" ist leider nur bedingt.
Kein Artikel zur Anti-EU-Vertrag-Demo (genau wie ORF),
Kein Artikel zu den weiteren Eskalationen infolge der Schlägerei zwischen Türken und Kurden (im Spital), kein Artikel darüber, dass in Kopenhagen die Straße eine Woche lang und nicht nur einen Tag gebrannt hat (manche Zeitungen schrieben sogar nur von Jugendlichen - ohne den Hintergrund zu beleuchten), immer seltener Preisgabe von Herkunft und Hintergrund bei Berichten über Gewaltakte. Diesen Bericht hier mussten sie schreiben, weil eine jüdische Institution dahinter steckt und die lassen nix anbrennen.

Die einzige Zeitung, die sich nach wie vor traut, kein Blatt vor den Mund zu nehmen, ist, muss man - leider oder auch nicht leider - sagen ist - so einfach sie ist - die "Krone".

Ratio
17.03.2008 18:51
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Re: öffentlich-rechtlich...

Interessant, was Pröll dazu sagen würde ...

harbard
17.03.2008 14:46
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Gegen einen Staat Israel etwa in Niederösterreich

...hätte er (shaker assem) gar nichts!!!
...hat er den pröll schon gefragt, ob er die reinkarnation vom arafat sein, oder sich freiwillig steinigen lassen will?

Paganus
17.03.2008 14:12
0 0

Landraub-Märchen

Israel ist ursprünglich nicht durch "Landraub" entstanden, wie dieser islamistische Hetzer der unwissenden Zuhörerschaft weismachen möchte, sondern das Land wurde seinerzeit vom eigens hiefür gegründeten "Jüdischen Nationalfonds" reichen arabischen Latifundienbesitzern, die parasitär in Amman ihren Besitz verprassten, regulär abgekauft. So schaut's aus!

Antworten Gast: e.e.
18.03.2008 07:19
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Re: Landraub-Märchen

Aha, statt Kulturraub Bodenraub! Interessant.

phuter
17.03.2008 16:33
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Wie dereinst auch so manche Wohnung in Wien.

Im 38er Jahr redlich erworben und Manches Bild einfach nur preiswert gekauft wurde....

miss chief
17.03.2008 19:57
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Re: Wie dereinst auch so manche Wohnung in Wien.

na grade du musst auf diese zeit hinreißen, deine verworrenen sprüche hätten damals sicher großen anklang gefunden.

Gast: Crusader
17.03.2008 13:03
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So als Hinweis...

Der liebe Verein der in Österreich zum Redenschwingen von unseren "Herrschaften" der eh schon bekannten "Richtung" eingeladen wird, wurde Personenweise sogar aus Deutschland, welches ebenso wie Österreich sonst immer den Bückling vor den Unerwünschten macht, rausgeworfen.
War erst vor kurzem in einem ZDF Bericht über die ägytische Moslembruderschaft zu sehen ebenso wie die Fanatikerbrutstätte derselbigen in Frankreich.
Mein Kommentar:
Islam raus aus Europa - und alle die sich für ihn einsetzen gleich mit.
Gell? Herr Genosse Schönborn...

stefania
17.03.2008 11:10
0 0

Ich finde

das großartig, wenn die Herrschaften sich zu outen beginnen.
Das Beschwichtigen und Schönreden und Totschweigen wird immer schwerer.
Also, legt mal richtig los, liebe Moslems !!
Übrigens : lebte Muhammad heute, säße er in Guantanamo.

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